ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2000Etappensieg für Greenpeace im Streit um „Gen-Mais“

SPEKTRUM: Nachrichten - Ausland

Etappensieg für Greenpeace im Streit um „Gen-Mais“

afp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS LUXEMBURG. Greenpeace hat im Kampf gegen die Zulassung von gentechnisch verändertem Mais einen Etappensieg errungen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied, dass die EU-Staaten die Verbreitung von gentechnisch veränderten Pflanzen im eigenen Land vorübergehend stoppen dürfen, wenn neue Bedenken auftreten. Die letzte Entscheidung liege aber bei der EU-Kommission oder im Streitfall beim EuGH. Mit dem Urteil bekräftigten die Richter den Grundsatz der Vorsorge, der in der Prüfphase, aber auch noch nach einer Zulassung gelte. (Az.: C-6/99)
Der umstrittene Mais ist so verändert, dass er selbst Pestizide produziert und gegen verschiedene andere Pflanzengifte resistent ist. Das französische Landwirtschaftsministerium hatte den Anbau 1997 mit Zustimmung der EU-Kommission genehmigt. Mit einer Klage vor französischen Gerichten hatte Greenpeace kritisiert, die Auswirkungen des Mais auf Gesundheit und Umwelt seien nicht ausreichend geprüft. Die französischen Richter teilten offenbar die Bedenken und riefen den EuGH an. afp
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote