ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2022Pauline Graichen: Studentische Perspektive in der Berufspolitik

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Pauline Graichen: Studentische Perspektive in der Berufspolitik

Richter-Kuhlmann, Eva

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Pauline Graichen, Foto: Laackman Fotostudios Marburg, www.psl-online.de
Pauline Graichen, Foto: Laackman Fotostudios Marburg, www.psl-online.de

Der Sprecherrat der Medizinstudierenden im Marburger Bund (MB) hat Pauline Graichen einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt. In ihrer Amtszeit möchte sie – gemeinsam mit den anderen Vertretungen der Medizinstudierenden – die Reform des Medizinstudiums vorantreiben. „Zudem setze ich mich für eine existenzsichernde Aufwandsentschädigung im Praktischen Jahr ein: Ohne diese haben Medizinstudierende nämlich eine enorme Zusatzbelastung durch Nebenjobs und büßen ihre Zeit zum Eigenstudium ein“, erklärt sie dem Deutschen Ärzteblatt. Dass sie als Vorsitzende des Sprecherrates die studentische Perspektive in den Bundesvorstand des MB einbringen und Vorschläge an die Politik herantragen könne, schätze sie sehr.

Graichen studiert im 9. Semester Medizin an der Philipps-Universität Marburg. Seit 2020 engagiert sie sich im Sprecherrat der Medizinstudierenden und setzt sich bisher besonders für eine gute Lehre sowie Geschlechtergerechtigkeit und eine diskriminierungsfreie Umgebung während des Studiums ein. „Ich freue mich, mein Engagement im Marburger Bund als neue Vorsitzende zu vertiefen und unsere studentischen Interessen im Verband vertreten zu können“, sagt sie.

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Vordringlich bleibt für die Studentin die Lehrqualität: „Mir ist es wichtig, Missstände im Medizinstudium aufzuzeigen. Das Medizinstudium muss praxisnah gestaltet werden, da man am Patientenbett Erfahrungen sammelt, die kein Lehrbuch vermitteln kann“, erläutert sie. Der Zeit- und Personalmangel in den Kliniken dürfe sich nicht auf die Lehrqualität auswirken. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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