ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2022Krebsmortalität in Hamburg 1872 – 2019
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Hintergrund: Die Todesursachenstatistik der Stadt Hamburg stellt aus mehreren Gründen eine der validesten Datenquellen zum Studium des Langzeittrends der Krebsmortalität in Deutschland dar. Das Ziel dieser Arbeit war es, die Krebsmortalität der Jahre 1872–2019 für Hamburg darzustellen.

Methode: Die geschlechtsspezifischen rohen, altersstandardisierten (Weltstandard Bevölkerung) und altersspezifischen Krebsmortalitätsraten von Hamburg, dem Deutschen Reich und Deutschland wurden aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Für die Zeiträume 1895–1950 und 1956–2019 wurde der Anteil der ≥ 60-Jährigen in Hamburg ermittelt.

Ergebnisse: Die rohen Krebsmortalitätsraten stiegen seit 1872 in Hamburg an. Nach Altersstandardisierung waren die Raten im Zeitraum 1905–1951 nahezu konstant. Hingegen stiegen im Deutschen Reich die altersstandardisierten Krebsmortalitätsraten im Zeitraum 1905–1934 an. Erst etwa 1933 erreichte die altersstandardisierte Krebsmortalitätsrate des Deutschen Reichs die Werte der altersstandardisierten Krebsmortalitätsraten von Hamburg. Ab 1951 stiegen sie in Hamburg bei den Männern bis zum Jahre 1967 auf maximal 205 pro 100 000 an und fielen dann stetig ab auf einen Wert von 120 pro 100 000 im Jahr 2019. Bei den Frauen waren die Raten von 1905–1958 nahezu konstant und fielen danach stetig bis 2019 ab (85 pro 100 000). Während im Jahr 1895 der Anteil der ≥ 60-Jährigen noch 6 % betrug, betrug er 1950 17 % und 2019 23 %.

Schlussfolgerung: Die Güte der Todesursachenstatistik in Hamburg ermöglichte die Schätzung eines Langzeittrends der Krebsmortalität. Spätestens ab etwa 1990 zeigt sich in allen Altersgruppen beider Geschlechter in Hamburg ein kontinuierlicher Rückgang der Krebsmortalitätsraten.

LNSLNS

Für das historische Studium der Krebsmortalität in Deutschland ist es erforderlich, dass man auf die Daten von Leichenschauscheinen zurückgreifen kann. Die obligatorische Leichenschau war im Deutschen Reich beziehungsweise in Deutschland der Gesetzgebung der einzelnen Länder überlassen. So wurde sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten in den folgenden Gebieten eingeführt: Baden 1807, Hamburg 1812, Berlin 1824, Hessen 1829, Württemberg 1833, Lübeck 1834, Bayern 1839 und Sachsen 1850. In Preußen gab es bis in die 1930er Jahre keine einheitliche Regelung. Die Einführung der Leichenschau überhaupt beziehungsweise die Einführung der ärztlichen Leichenschau im Deutschen Reich wurde in das Ermessen der örtlichen Verwaltungen gestellt (1, 2).

1892 wurde vom Reichsgesundheitsamt eine regelmäßige Mortalitätsstatistik im Deutschen Reich eingerichtet (3), auch wenn das Leichenschauwesen nicht einheitlich geregelt wurde (1). In den „Medizinalstatistischen Mittheilungen aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte“ wurden regelmäßig Sterbefälle an Neubildungen ohne Trennung nach Alter und Geschlecht präsentiert. Von 1892–1904 wurden alle Neubildungen (gutartige und bösartige) in einer Rubrik vereinigt. Ab dem Jahr 1905 wurde die Unterscheidung von „Krebs“ und „andere Neubildungen“, die vor allem Sarkome und Gliome umfassten, eingeführt (3, 4). Diese Unterteilung wurde ab 1932 im Deutschen Reich mit der Einführung des internationalen Todesursachenverzeichnisses zusammen als eine Gruppe statistisch ausgewiesen (5).

Die unzureichende Erfassung von Krebstodesfällen im Deutschen Reich war durch verschiedene Faktoren bedingt. Sie erfolgte in verschiedenen Regionen, insbesondere im ländlichen Preußen, gar nicht (6, 7, 8), die Leichenschau wurde ausschließlich von Laien durchgeführt (3), oder nur ein Teil der Verstorbenen wurde einer ärztlichen Leichenschau zugeführt (zum Beispiel in Preußen) (9, 10). Die Qualität der Todesursacheninformation, gemessen am Anteil unbekannter Todesursachen oder unzureichender Angaben zur Todesursache (zum Beispiel Altersschwäche), war auf dem Land deutlich schlechter als in der Stadt (11). Sterbefälle wurden nicht am Wohnort, sondern am Sterbeort der Verstorbenen registriert (11). Während des 1. Weltkriegs kam es zu Qualitätseinbußen (11). Nicht überraschend ist es daher, dass sich mit den ansteigenden Todesfallzahlen im frühen 20. Jahrhundert eine Debatte im Deutschen Reich darüber entwickelte, ob diese Zunahme Ausdruck einer wirklichen Zunahme im Sinne eines ansteigenden Krebsrisikos sei oder ob es eine scheinbare Zunahme aufgrund der besseren Diagnostik, der besseren statistischen Erfassung der Todesursache beziehungsweise der zunehmenden Alterung der Bevölkerung, die statistisch nicht berücksichtigt würde, sei (7, 8, 10, 12, 13).

Die Todesursachenstatistik der Stadt Hamburg (14) stellt in mehrfacher Hinsicht eine Besonderheit dar:

  • Bis zum Jahre 1933 besaßen neben Hamburg (seit 1812) nur wenige Regionen eine verpflichtende ärztliche Leichenschau aller Verstorbenen (1).
  • Großstädte wie Hamburg waren darüber hinaus für ihre hohe Arzt- und Krankenhausdichte sowie die hohe Sektionsrate bekannt (15).
  • In Hamburg nicht gemeldete Personen (sogenannte Ortsfremde), die in Hamburg starben, wurden in der Hamburger Todesursachenstatistik im Gegensatz zu anderen Regionen (3, 4, 10, 13, 16) nicht mitgezählt, und
  • die Krebsmortalitätsstatistiken wurden schon früh nicht nur als absolute Fallzahlen, sondern auch als Mortalitätsraten, stratifiziert nach Kalenderjahr, Alter und Geschlecht publiziert.

Somit entsprach die Hamburger Todesursachenstatistik bereits vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) den Anforderungen, wie sie an die Todesursachenstatistik der BRD nach 1949 gestellt wurden.

Für eine lange Zeitreihenuntersuchung der geschlechtsspezifischen Krebsmortalität ist es aufgrund der Veränderung des Altersaufbaus der Bevölkerung erforderlich, dass die jährlichen Mortalitätsraten alters- und geschlechtsspezifisch zur Verfügung stehen. Für Hamburg konnte ich diese Statistiken für den Zeitraum 1872–2019 zusammenstellen. Das Ziel dieser Arbeit war es – soweit verfügbar oder berechenbar –, rohe, altersspezifische und altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten der Bevölkerung von Hamburg zu präsentieren und einen Beitrag zu der bis heute ungelöst erscheinenden Debatte über die Zunahme der Krebstodesfälle im Deutschen Reich im frühen 20. Jahrhundert zu liefern.

Material und Methoden

Datenextraktion

Für den Zeitraum 1872–1979 wurden verfügbare publizierte Daten (Rate oder Zahl der Todesfälle und Bevölkerungszahl) Hamburgs, des Deutschen Reichs beziehungsweise der BRD manuell in eine Datenbank übertragen (13, 14, 17, 18, 19, 20, 21, 22). Für den Zeitraum 1980–2019 wurden die altersstandardisierten Krebsmortalitätsraten am 22.4.2021 digital aus der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (www.gbe-bund.de) in die Datenbank integriert. Details zu den Kalenderperioden, Altersgruppen, Geschlechtsgruppen und der Art der publizierten Raten (roh oder altersstandardisiert) werden in der eTabelle dargestellt. Den Alterungsprozess der Bevölkerung seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert zeigte Schwanke 1957 am Beispiel der Entwicklung der ≥ 60-Jährigen an der Hamburger Bevölkerung (14). Diesen Anteil habe ich auch für die neuere Zeit bis 2019 ermittelt.

Quellennachweis zur Zusammenstellung der Krebsmortalitätsdaten aus Hamburg, dem Deutschen Reich und Deutschland
eTabelle
Quellennachweis zur Zusammenstellung der Krebsmortalitätsdaten aus Hamburg, dem Deutschen Reich und Deutschland

Im Zeitraum 1904–1931 wurde die Todesursachenstatistik meistens anhand des “Kürzer gefaßten Todesursachenverzeichnisses” kategorisiert (8). Von 1932–1940 wurde das internationale Todesursachenverzeichnis verwendet. Danach wurden die Ausgaben der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) verwendet: ICD-5 von 1941–1951, ICD-6 von 1952–1957, ICD-7 von 1958–1967, ICD-8 von 1968–1979, ICD-9 von 1979–1997 und die ICD-10 von 1998–2019. Alle Raten wurden als Krebstodesfälle pro 100 000 Personenjahre berechnet. Die Altersstandardisierung der Raten erfolgte anhand der Weltstandardbevölkerung (23).

Ergebnisse

Von 1871–2019 stieg die Bevölkerungszahl Hamburgs um den Faktor 7,7 von 239 107 auf 1 847 253 an. Die rohen Krebsmortalitätsraten stiegen seit 1872 stetig an und zeigten einen Gipfel bei Männern in 1975 (347/100 000) und bei Frauen in 1986 (323/100 000). Danach fielen diese Raten wieder deutlich ab bis auf Werte von 275 beziehungsweise 234 pro 100 000 im Jahr 2019. Ein großer Teil dieser Anstiege ist auf die Veränderung des Altersaufbaus der Bevölkerung zurückzuführen. Während der Anteil der ≥ 60-Jährigen in Hamburg im Jahr 1895 noch bei 6 % lag, betrug er in 1974 bereits 25 % und in den Folgejahren zwischen 22 % und 24 %. Die altersstandardisierten Krebsmortalitätsraten zeigen geschlechtsspezifisch ein deutlich unterschiedliches Trendmuster. Während bei beiden Geschlechtern in der Zeit von 1905–1951 diese Raten nahezu konstant waren, stiegen sie bei den Männern bis 1967 auf maximal 205 pro 100 000 an und fielen dann stetig auf einen Wert von 120 pro 100 000 in 2019 ab. Bei den Frauen waren die Raten von 1905–1958 nahezu konstant (im Durchschnitt 137/100 000) und fielen danach kontinuierlich bis 2019 ab (85/100 000).

Auffällig ist bei den Männern die relativ schnelle Zunahme der altersstandardisierten Krebsmortalitätsrate von 1951–1960 um 25 % (von 157 auf 196/100 000), während es bei Frauen in diesem Zeitraum zu einem geringen Abfall um rund 5 % kam (von 139 auf 132/100 000). Insbesondere zwischen 1951 (letztes von Schwanke [14] erfasstes Jahr) und 1956 (erstes Jahr der Hamburger Krebsdokumentation [18]) stieg die altersstandardisierte Krebsmortalitätsrate bei Männern von 157 auf 193 pro 100 000 (+ 23 %), wohingegen bei Frauen nur ein geringer Anstieg zu verzeichnen war (von 139 auf 145/100 000, + 4 %) (Grafik 1). Krebsspezifische altersstandardisierte Mortalitätsraten der häufigsten zum Tode führenden Krebserkrankungen von 1956–2019 zeigen, dass der deutliche Anstieg der altersstandardisierten Gesamtkrebsmortalität bei Männern in den 1950er und 1960er Jahren insbesondere auf den Anstieg der Lungenkrebsmortalität zurückzuführen ist. Der deutliche Rückgang der altersstandardisierten Magenkrebsmortalität in dieser Zeit konnte dies nicht kompensieren (eGrafik 1).

Rohe (1872–2019) und altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten (1905–2019) der Hamburger Bevölkerung sowie Anteil der Bevölkerung der = 60-Jährigen
Grafik 1
Rohe (1872–2019) und altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten (1905–2019) der Hamburger Bevölkerung sowie Anteil der Bevölkerung der = 60-Jährigen
Altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten der häufiger tödlich verlaufenden Krebserkrankungen in Hamburg 1956–2019
eGrafik 1
Altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten der häufiger tödlich verlaufenden Krebserkrankungen in Hamburg 1956–2019

Während sich die altersspezifischen Mortalitätsraten in Hamburg bis 1951 nur wenig änderten, kam es insbesondere von 1951–1960 zu einer deutlichen Zunahme der altersspezifischen Krebsmortalitätsraten bei den Männern (0–29 Jahre: + 40 %, 30–59: + 35 %, 60–69: + 32 %, ≥ 70: + 26%), während es bei den Frauen nur im Alter von 0–29 Jahren (+ 43 %) noch zu einem Anstieg der Raten kam und in den übrigen Altersgruppen kaum eine Änderung zu verzeichnen war. Seit etwa 1990 zeigt sich in allen Altersgruppen beider Geschlechter ein kontinuierlicher Rückgang der Krebsmortalitätsraten. In den Altersgruppen 30–59, 60–69 und ≥ 70 Jahren kam es bei Männern zwischen 1951 (letztes von Schwanke erfasstes Jahr [14]) und 1956 (erstes Jahr der Hamburger Krebsdokumentation [18]) zu relativen und absoluten Anstiegen der Raten um 26 % (+ 37/100 000), 34 % (+ 241/100 000) und 23 % (+ 332/100 000) (Grafik 2, eGrafik 2).

Altersspezifische Krebsmortalitätsraten der Hamburger Bevölkerung von 1905–2019
Grafik 2
Altersspezifische Krebsmortalitätsraten der Hamburger Bevölkerung von 1905–2019
Altersspezifische Krebsmortalitätsraten der Hamburger Bevölkerung von 1905–2019 (logarithmische Y-Achsen-Skalierung)
eGrafik 2
Altersspezifische Krebsmortalitätsraten der Hamburger Bevölkerung von 1905–2019 (logarithmische Y-Achsen-Skalierung)

Grafik 3 illustriert, warum unter anderem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Debatte darüber ausbrach, ob es zu einem realen oder scheinbaren Anstieg des Krebsrisikos gekommen sei. Die rohe Krebsmortalitätsrate in Hamburg stieg von 72 in 1872 auf 217 pro 100 000 in 1951 an. Dieser Anstieg wurde jedoch von einer deutlichen Veränderung des Altersaufbaus der Hamburger Bevölkerung begleitet: von 1895–1950 stieg der Anteil der ≥ 60-Jährigen von 6 % auf 17 %. Wenn man für diese Veränderung durch Altersstandardisierung korrigiert, zeigt sich für den Zeitraum 1905–1951, dass diese Raten praktisch bis 1951 nahezu konstant waren. Hingegen stiegen im Deutschen Reich durch allmähliche Verbesserung der amtlichen Todesursachenstatistik und der – auch im ländlichen Raum – allmählichen Zunahme von Krankenhäusern und Ärzten sowohl die rohen als auch die altersstandardisierten Krebsmortalitätsraten im Zeitraum 1905–1934 an. Erst etwa 1933 erreichten die altersstandardisierten Krebsmortalitätsraten des Deutschen Reichs die Werte der altersstandardisierten Krebsmortalitätsraten von Hamburg (Grafik 3).

Rohe und altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten (Männer und Frauen zusammen) in Hamburg (1905–1950) und im Deutschen Reich (1905–1934) sowie Anteil der = 60-Jährigen an der Hamburger Bevölkerung (rechte y-Achse)
Grafik 3
Rohe und altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten (Männer und Frauen zusammen) in Hamburg (1905–1950) und im Deutschen Reich (1905–1934) sowie Anteil der = 60-Jährigen an der Hamburger Bevölkerung (rechte y-Achse)

Von 1952–2019 waren die Zeittrends der altersstandardisierten Krebsmortalitätsraten in Hamburg sehr vergleichbar mit West- beziehungsweise Gesamtdeutschland. Allerdings trat der rasche Anstieg der Krebsmortalität bei Männern in den Jahren 1952–1960 in Hamburg schneller auf als in der BRD. Auch bis zum aktuellsten Jahr 2019 ist die altersstandardisierte Krebsmortalität bei Männern und Frauen in Hamburg leichtgradig höher als in Deutschland insgesamt (eGrafik 3).

Altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten in Hamburg und in Deutschland 1952–2019 (1952–1990 für die Bundesrepublik Deutschland, seit 1991 für Gesamt-Deutschland)
eGrafik 3
Altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten in Hamburg und in Deutschland 1952–2019 (1952–1990 für die Bundesrepublik Deutschland, seit 1991 für Gesamt-Deutschland)

Diskussion

Es konnte der Trend der Krebsmortalität in Hamburg über einen Zeitraum von 148 Jahren, für den entsprechende Daten gut überliefert sind, gezeigt werden. Ein wesentlicher Teil des Anstiegs der rohen Krebsmortalität von 1872–1951 ist auf die Alterung der Hamburger Bevölkerung zurückzuführen. Nach Altersstandardisierung der Krebsmortalität der Jahre 1905–2019 zeigt sich, dass bis zum Ende des 2. Weltkriegs die Krebsmortalität nahezu konstant war. Erst in der Nachkriegszeit kam es bei den Männern in den 1950er-Jahren zu einer deutlichen Zunahme der altersstandardisierten Krebsmortalitätsrate, während diese Rate bei den Frauen bis 2019 kontinuierlich abnahm. Die deutliche Zunahme der Raten bei den Männern in den 1950er-Jahren fand in allen Altersgruppen statt und zeigte sich in Hamburg rascher als in Gesamtdeutschland. Spätestens ab etwa 1990 zeigt sich in allen Altersgruppen beider Geschlechter in Hamburg ein kontinuierlicher Rückgang der Krebsmortalitätsraten.

Es muss davon ausgegangen werden, dass in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Sektionsraten in Hamburg, ähnlich wie in anderen Großstädten Europas (zum Beispiel Basel 37–45 %; [24]), hoch waren. 1956 lag die Sektionsrate in Hamburg bei 39 % (25). Bis circa 1990 waren die Sektionsraten in Hamburg relativ konstant und gingen danach deutlich zurück (26). Die Abnahme der Sektionsraten kann folglich den raschen Anstieg der Krebsmortalität bei Männern in der frühen Nachkriegszeit nicht erklären. Hingegen liefert die Analyse der zeitlichen Mortalitätstrends der häufigsten Krebserkrankungen einen Aufschluss: Der bei den Männern in den 1950er- und 1960er-Jahren deutliche Anstieg der Gesamtkrebsmortalität ist insbesondere auf den starken Anstieg der Lungenkrebsmortalität zurückzuführen. Die sinkende Magenkrebsmortalität in diesem Zeitraum konnte den Einfluss der steigenden Lungenkrebsmortalität auf die Gesamtkrebsmortalität bei den Männern nicht kompensieren. Ein sehr vergleichbares Bild ergibt sich auch für die BRD insgesamt (22, 27).

Freudenberg stellte 1950 fest, dass die Debatte über das Krebsrisiko in den 1930er-Jahren eine „Modesache“ wurde. Erst in den Nachkriegsjahren 1946–1948 sei diese Debatte aufgrund der bedeutsameren Tuberkulosemortalität in den Hintergrund getreten (5). Ein wesentlicher Diskussionspunkt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts galt der Frage, ob das Krebsrisiko in der Bevölkerung real zugenommen habe oder nicht. Ich habe versucht, diese Frage anhand der besten verfügbaren Todesursachenstatistiken aus Deutschland zu beantworten. In Hamburg bestand schon lange vor vielen anderen Regionen eine gesetzliche Pflicht zur ärztlichen Leichenschau einer jeden Leiche. Weiterhin wurden in den Hamburger Statistiken Ortsfremde, die in Hamburg verstarben, nicht mitgezählt. Im Gegensatz zu ländlichen Regionen verfügten Großstädte wie Hamburg über eine deutlich höhere Dichte von Ärzten und Krankenhäusern. Zusammengenommen haben diese Faktoren zu einer wesentlich höheren Datenqualität der Todesursachenstatistik geführt als in ländlichen Regionen oder anderen Städten.

Von 1905–1933 war die Krebsmortalität im Deutschen Reich deutlich niedriger als in Hamburg. Erst 1933 erreichte sie das Niveau von Hamburg. Es wurde wiederholt erklärt, warum in Großstädten die Qualität der Todesursachenstatistik höher war (11, 13, 16, 28, 29, 30, 31). Prinzing kam in seinem Lehrbuch von 1931 zu dem Schluss, dass „die Frage der Zunahme des Krebses … als gelöst betrachtet werden kann.“ (29) Er stellte auch fest: „Die besten Verhältnisse hat Hamburg.“ (29) Verschiedene empirisch belegbare Gründe wurden zur Erklärung des Stadt-Land-Unterschieds herangezogen, der sich nur allmählich aufgrund der Entwicklung der Krankenversorgung im Deutschen Reich auflöste: Die Erfassung der Todesursachen und die ärztliche Versorgung (diagnostische Abklärung, Krankenhausaufenthalte, ärztliche Leichenschauquote, Sektionen) waren in Großstädten wesentlich besser (3, 11, 16). Von 1876–1939 erhöhte sich die Zahl der Ärzte pro 10 000 Einwohner im Deutschen Reich von 3,2 auf 7,0. Von 1877–1939 erhöhte sich die Zahl planmäßiger Krankenhausbetten und stationär Behandelter pro 10 000 Einwohner im Deutschen Reich von 25 und 108 auf 87 und 830 (32).

Neben der eingeschränkten Qualität der deutschlandweiten Todesursachenstatistik spielte auch die fehlende Akzeptanz der Altersstandardisierung von Mortalitätsziffern, die für die Änderung des Altersaufbaus der Bevölkerung korrigiert, eine Rolle in der Debatte, ob das Krebsrisiko real oder nur scheinbar angestiegen ist. Die Altersstandardisierung war bereits 1844 bekannt (33), und Hoffmann hielt bereits 1915 die Außerachtlassung der Altersstandardisierung für einen „unpardonable statistical error“ (34). Dennoch setzte sich die Altersstandardisierung in Deutschland erst nach dem 2. Weltkrieg regelhaft durch. Meine nachträglich durchgeführte Altersstandardisierung der Krebsmortalitätsraten in Hamburg der Jahre 1905–1951 zeigt, dass die altersstandardisierte Krebsmortalität bis 1951 praktisch konstant war, während in dieser Zeit die Krebstodesfallzahlen sowie die rohen Krebsmortalitätsraten aufgrund der Veränderung des Altersaufbaus der Bevölkerung erheblich zunahmen. Auch für 1925–1948 in Berlin (5) und 1910–1925 in Köln (16) hat meine Altersstandardisierung der Krebsmortalität nahezu konstante Mortalitätsraten bei beiden Geschlechtern ergeben (Ergebnisse nicht gezeigt). Die beobachtete Zunahme der absoluten Zahl von Krebstodesfällen könnte bei Ärzten den Eindruck erweckt haben, das Krebsrisiko in der Bevölkerung sei gestiegen.

Auch wenn ich die mit 148 Jahren längste Zeitreihe zur Krebsmortalität für eine Region in Deutschland darstellen konnte, müssen Limitationen der Ergebnisse genannt werden: Über die Zeit hat sich die Klassifikation von Krebserkrankungen wiederholt verändert (35), die Ärzte- und Krankenhausdichte (32) sowie die Verfügbarkeit von Diagnostik zur Feststellung von Krebserkrankungen haben erheblich zugenommen. Weiterhin hat sich die diagnostische Güte in der Feststellung von Krebserkrankungen verbessert. Aufgrund des Ärztemangels während der Weltkriege war die Qualität der Todesursachenstatistik eingeschränkt (6, 11). Ich war lediglich in der Lage, die gesamte Krebsmortalität sowie die Krebsmortalität ausgewählter häufiger tödlich verlaufender Krebserkrankungen über die Zeit zu untersuchen. In der Zeit vor 1956 konnte ich für Hamburg nicht untersuchen, wie sich die Mortalitätsraten für spezifische Krebserkrankungen entwickelt haben, da diese Daten nicht verfügbar waren.

Danksagung

Ich danke dem Hamburgischen Krebsregister für die Bereitstellung einiger historischer Berichte. Weiterhin bedanke ich mich bei Dr. Stefan Hentschel, dem ehemaligen Leiter des Hamburgischen Krebsregisters, für wertvolle Kommentare zu einer früheren Version des Manuskripts. Weiterhin bedanke ich mich bei Banu Demirci, Essen, und Heike Engler, Bochum, für die Unterstützung bei der qualitätsgesicherten Übertragung der tabellarischen Daten aus gedruckten Dokumenten in eine Datenbank.

Interessenkonflikt
Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 30. 9. 2021, revidierte Fassung angenommen: 4. 11. 2021

Anschrift
Prof. Dr. med. Andreas Stang, MPH
Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstr. 55, 45147 Essen
imibe.dir@uk-essen.de

Zitierweise
Stang A: Cancer mortality in Hamburg (Germany) 1872–2019.
Dtsch Arztebl Int 2022; 119: 41–6. DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0375

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eTabelle, eGrafiken:
www.aerzteblatt.de/m2021.0375 oder über QR-Code

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Rohe (1872–2019) und altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten (1905–2019) der Hamburger Bevölkerung sowie Anteil der Bevölkerung der = 60-Jährigen
Grafik 1
Rohe (1872–2019) und altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten (1905–2019) der Hamburger Bevölkerung sowie Anteil der Bevölkerung der = 60-Jährigen
Altersspezifische Krebsmortalitätsraten der Hamburger Bevölkerung von 1905–2019
Grafik 2
Altersspezifische Krebsmortalitätsraten der Hamburger Bevölkerung von 1905–2019
Rohe und altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten (Männer und Frauen zusammen) in Hamburg (1905–1950) und im Deutschen Reich (1905–1934) sowie Anteil der = 60-Jährigen an der Hamburger Bevölkerung (rechte y-Achse)
Grafik 3
Rohe und altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten (Männer und Frauen zusammen) in Hamburg (1905–1950) und im Deutschen Reich (1905–1934) sowie Anteil der = 60-Jährigen an der Hamburger Bevölkerung (rechte y-Achse)
Altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten der häufiger tödlich verlaufenden Krebserkrankungen in Hamburg 1956–2019
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Altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten der häufiger tödlich verlaufenden Krebserkrankungen in Hamburg 1956–2019
Altersspezifische Krebsmortalitätsraten der Hamburger Bevölkerung von 1905–2019 (logarithmische Y-Achsen-Skalierung)
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Altersspezifische Krebsmortalitätsraten der Hamburger Bevölkerung von 1905–2019 (logarithmische Y-Achsen-Skalierung)
Altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten in Hamburg und in Deutschland 1952–2019 (1952–1990 für die Bundesrepublik Deutschland, seit 1991 für Gesamt-Deutschland)
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Altersstandardisierte Krebsmortalitätsraten in Hamburg und in Deutschland 1952–2019 (1952–1990 für die Bundesrepublik Deutschland, seit 1991 für Gesamt-Deutschland)
Quellennachweis zur Zusammenstellung der Krebsmortalitätsdaten aus Hamburg, dem Deutschen Reich und Deutschland
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