ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2022Tino Sorge: Parlamentarischer Gegenspieler zum Minister

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Tino Sorge: Parlamentarischer Gegenspieler zum Minister

Beerheide, Rebecca

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Tino Sorge. Foto: Jan Kopetzk
Tino Sorge. Foto: Jan Kopetzk

Nach der verlorenen Bundestagswahl hat die Fraktion von CDU/CSU im Bundestag einen neuen Sprecher für Gesundheitspolitik gewählt: Tino Sorge vertritt jetzt die Gesundheitspolitik der größten Oppositionsfraktion nach außen und koordiniert sie als Sprecher. Sorge ist in der dritten Legislaturperiode im Deutschen Bundestag und hatte sich in den vergangenen beiden Wahlperioden vor allem mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen beschäftigt. Zudem war er stellvertretendes Mitglied der Enquetekommission „Künstliche Intelligenz“. Ferner setzt sich der 46-Jährige für verbesserte Rahmenbedingungen für den Mittelstand ein.

Geboren in Illmenau, kam Sorge in Schul- und Studienzeiten zur Politik. Statt für ein Medizinstudium entschied er sich für Jura, das er in Jena, Halle und im französischen Lyon absolvierte. Danach arbeitete er als Anwalt sowie als Referent für die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt sowie im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes. Ebenso hatte er in den vergangenen Jahren verschiedene parteiinterne Funktionen auf Landesebene inne.

2013 trat er erstmals für die Bundestagswahl an und erreichte gleich das Direktmandat in der Landeshauptstadt Magdeburg. Zum Wahlkreis gehören auch die Städte Barby, Calbe, Schönebeck und die Gemeinde Bördeland. Nachdem 2017 das Direktmandat noch verteidigt werden konnte, verlor Sorge bei der Wahl im September 2021 das Direktmandat an SPD-Politiker Martin Kröber, zog aber über die Landesliste wieder in den Bundestag ein. Rebecca Beerheide

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