ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2022Christoph Huber: Erfolgreich im Kampf gegen Krebs und die Pandemie

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Christoph Huber: Erfolgreich im Kampf gegen Krebs und die Pandemie

Richter-Kuhlmann, Eva

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Christoph Huber. Foto: HANS PUNZ/APA/picturedesk.com
Christoph Huber. Foto: HANS PUNZ/APA/picturedesk.com

Der Hämatologe, Onkologe und Immunologe Prof. Dr. med. Christoph Huber (77) wurde für seinen Einsatz in der Krebsimmuntherapie von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und dem Stifterverband mit dem mit 50 000 Euro dotierten Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Sonderpreis ausgezeichnet.

Huber widmete sein berufliches Leben nicht nur dem Kampf gegen den Krebs, seine Forschungsergebnisse bildeten auch eine maßgebliche Grundlage für die Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs gegen COVID-19.

2008 war es, als Huber – damals Leiter der III. Medizinischen Klinik, Hämatologie und Onkologie der Universität in Mainz – gemeinsam mit Prof. Dr. med. Uğur Şahin und Prof. Dr. med. Özlem Türeci das Mainzer Unternehmen BioNTech gründete. Es war zunächst auf personalisierte Krebsimmuntherapeutika und mRNA-Technologie spezialisiert, konzentrierte sich aber 2020 auf die Entwicklung eines Impfstoffs gegen COVID-19.

Auf dem Gebiet der Krebsforschung und der Immuntherapie bösartiger Erkrankungen sind Huber unter anderem die erfolgreiche Entwicklung rekombinanter Abwehrhormone (Zytokine) und die Charakterisierung tumorspezifischer Antigene und Zelltherapeutika zu verdanken.

Der gebürtige Österreicher studierte Medizin in Innsbruck, forschte in Schweden sowie in den USA. 1990 nahm er den Lehrstuhl für Innere Medizin an der Universität Mainz an und leitete über Jahre erfolgreich die III. Medizinische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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