ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2000Arzneimittel: Ost-West-Unterschiede bei Verordnungen

SPEKTRUM: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Arzneimittel: Ost-West-Unterschiede bei Verordnungen

Clade, Harald

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LNSLNS FRANKFURT/M. Die Höhe der Verordnungswerte für Arzneimittel ist in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich. Eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts IMS Health ergab, dass die Durchschnittswerte je Verordnung im Osten bei 25,90 DM (zu Herstellerabgabepreisen) und im Westen bei 24,18 DM liegen. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen 1999 die Verordnungswerte in den neuen Ländern um 8,1 Prozent und in den alten Bundesländern um 8,4 Prozent zu. Die höchsten Verordnungswerte verzeichneten die Urologen, gefolgt von den Neurologen, den Internisten und den Allgemeinärzten.
Bei folgenden Arztgruppen gab es Ost-West-Unterschiede: Urologen 70,77 DM (Ost), 57,31 DM (West); Internisten 37,12 DM (Ost); 29,67 DM (West); Allgemeinärzte 25,75 DM (Ost), 24,33 DM (West); Orthopäden 21,96 DM (Ost), 12,54 DM (West); HNO-Ärzte 14,33 DM (Ost), 10,21 DM (West); Dermatologen 18,29 DM (Ost), 15,92 DM (West). Nur bei den Neurologen sind die Verordnungswerte im Westen (49,40 DM) höher als im Osten (46,58 DM). Bei Gynäkologen und Kinderärzten gab es keine signifikanten Unterschiede.
1999 entfielen auf die Diagnosen "Hypertonie" und "Ischämische Herzkrankheiten" 17 Prozent aller Verordnungen im Osten, aber nur elf Prozent im Westen. HC
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