ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2000KV Bayerns: Laborarztpraxen werden überprüft

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KV Bayerns: Laborarztpraxen werden überprüft

EB

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LNSLNS MÜNCHEN. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) unterzieht zurzeit die bayerischen Laborarztpraxen einer systematischen Plausibilitätsprüfung im Hinblick auf die Stimmigkeit der angeforderten Honorarabrechnungen. Inzwischen sind 30 von 47 Laborarztpraxen geprüft worden. Aus den sieben bereits abgeschlossenen Verfahren ergaben sich für einen Zeitraum von drei Jahren Rückforderungen in Höhe von 13,3 Millionen DM. Bei weiteren vier Verfahren beträgt das Volumen der Honorarrückforderungen rund 35 Millionen DM. Prüfverfahren mit einem Volumen von 13 Millionen DM sind noch offen. Bisher wurden sieben Strafverfahren und neun Disziplinarverfahren gegen Laborärzte eingeleitet.
Mit dem neuen Verfahren der Plausibilitätsprüfung hat die KVB ein "fachliches und organisatorisches Neuland" betreten, wie der Vorstandsvorsitzende der KVB, Dr. med. Lothar Wittek, erklärte. Weder in Bayern noch in einem anderen Bundesland würden die Abrechnungen von Laborärzten bisher in dieser Weise überprüft. Dies bestätigte inzwischen auch der bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz, Reinhard Vetter, in seinem Bericht für das Jahr 1997/98. Im Bereich der KVB wurden 4,5 Prozent der Laborhonorarvergütungen in den letzten drei Jahren beanstandet und wieder der Honorarverteilung aller niedergelassenen bayerischen Vertragsärzte zugeführt. EB
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