ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2000Tödliche Refluxösophagitis

MEDIZIN: Referiert

Tödliche Refluxösophagitis

Dtsch Arztebl 2000; 97(14): A-931 / B-799 / C-726

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LNSLNS Über viele Jahre galt die gastroösophageale Refluxkrankheit als mehr oder weniger harmlose Befindlichkeitsstörung, die zwar die Lebensqualität beeinträchtigt, aber nicht durch Todesfälle belastet ist. Dass diese Ansicht falsch ist, belegen Daten, die in Helsinki erhoben wurden. Die Autoren werteten die finnische Jahresstatistik von 1990 bis 1995 aus. Dabei fanden sich 78 Todesfälle infolge gastroösophagealer Refluxkrankheit. Die jährliche Todesrate wurde mit 0,2 pro 100 000 ermittelt. In 52 Prozent war eine hämorrhagische Refluxösophagitis, in 34,6 Prozent eine Aspirationspneumonie, in 9,6 Prozent ein perforiertes Ulkus der Speiseröhre und in 3,9 Prozent eine spontane Ösophagusruptur bei Refluxösophagitis die Todesursache. Nicht berücksichtigt in der Analyse sind allerdings Adenokarzinome der Speiseröhre, die in zehn Prozent auf dem Boden einer Zylinderzellmetaplasie als Ausheilungsstadium einer Refluxösophagitis entstehen.
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Rantanen TK, Salo JA: Gastroesophageal reflux diseases as a cause of death: analysis of fatal cases under conservative treatment. Scand Gastroenterol 1999; 34: 229-332.
Department of Thoracic and Cardiovascular Surgery, Helsinki University Central Hospital, Haartmaninkatu 4, FIN-00290 Helsinki

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