ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2022Legalisierung von Cannabis: Preise spielen eine zentrale Rolle

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Legalisierung von Cannabis: Preise spielen eine zentrale Rolle

Manthey, Jakob

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Indem Cannabis verfügbarer und erschwinglicher wird, ist eine weitere Zunahme des Konsums und der damit bedingten Gesundheitsprobleme zu erwarten. Der Politik sollte die Preise auf dem legalen Markt so regulieren, dass ein Anstieg des Cannabiskonsums vermieden wird.

Foto: Jiri Hera/stock.adobe.com
Foto: Jiri Hera/stock.adobe.com

Trotz zunehmenden Repressionsdrucks (1) ist im vergangenen Jahrzehnt der Konsum, die Behandlungsraten sowie die Wirkstoffkonzentration von Cannabis in Deutschland und Europa angestiegen (2). Unterdessen hat die im Jahr 2021 gewählte Bundesregierung eine drogenpolitische Zeitenwende angekündigt und erklärt eine „kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften“ einzuführen. Durch eine Neuordnung der Cannabispolitik soll eine verbesserte Qualität von Cannabisprodukten sowie eine Gewährleistung des Jugendschutzes erreicht werden (3). Um diese Ziele zu erreichen, muss der bislang bestehende Schwarzmarkt durch einen legalen Markt ersetzt werden. Ausschlaggebend hierfür ist die Preisentwicklung von Cannabisprodukten auf dem legalen beziehungsweise illegalen Markt. Wenn Preise in legalen Geschäften nicht mit Schwarzmarktpreisen konkurrieren können, ist eine erfolgreiche Verdrängung des Schwarzmarktes nicht zu erwarten. Auf der anderen Seite sollten die Preise für legales Cannabis nicht zu niedrig ausfallen, da damit der Konsum begünstigt werden könnte (4).

Aus verschiedenen Befragungen geht hervor, dass ein negativer Zusammenhang zwischen der Nachfrage und dem Preis von Cannabisprodukten besteht. In einer Übersichtsarbeit entsprechender Studien zeigte sich, dass eine zehnprozentige Reduktion des Verkaufspreises zu einer Konsumzunahme von etwa 2,5 Prozent führen könnte (5). Eine experimentelle Studie zeigte zudem, dass der Verkaufspreis von Cannabisblüten wichtiger für eine Kaufentscheidung ist als der Wirkstoffgehalt oder Gesundheitswarnungen auf entsprechenden Produkten (6).

Der konsistente Zusammenhang zwischen Preis und Nachfrage bildet auch die Grundlage zur effektiven Reduktion des Konsums und bedingter Gesundheitsprobleme bei Alkohol und Tabak (für Alkohol: [7]; für Tabak: [8]). So empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation Steuererhöhungen als eine der „best buys“, also eine besonders kostengünstige und effektive Maßnahme zur Reduktion der tabak- und alkoholbedingten Krankheitslast. Es deuten also sowohl theoretische Überlegungen, experimentelle Studien und schließlich die Regulierungserfahrungen von Alkohol und Tabak darauf hin, dass der Verkaufspreis eine zentrale Rolle für das Gelingen einer Cannabislegalisierung einnehmen wird. In diesem Beitrag soll daher anhand empirischer Studien beschrieben werden, wie sich die Legalisierung von Cannabis auf Verkaufspreise auswirken könnte. In einer Literaturrecherche wurden n = 252 Artikel identifiziert. Aus n = 7 empirischen Studien geht hervor, wie sich die Verkaufspreise durch die Legalisierung von Cannabis verändern. Die Studien wurden narrativ zusammengefasst.

Legalisierung hat Einfluss auf die Preisentwicklung

Im Ergebnis deuten empirische Arbeiten aus den USA sowie Kanada darauf hin, dass die Verkaufspreise von Cannabis mit der Legalisierung fallen. So hat sich in Washington der mittlere Verkaufspreis für legale Cannabisblüten innerhalb von zwei Jahren nach der Legalisierung im Juli 2014 von knapp 25 USD auf unter zehn USD pro Gramm Cannabisblüten in etwa halbiert (9). Die genauen Gründe für diese Preisentwicklung sind nicht bekannt, aber in einer anderen Studie werden verschiedene Marktmechanismen angeführt, die diese Entwicklung begünstigen: neue Produktions- oder Verarbeitungstechnologien, Skaleneffekte (fallende Stückkosten durch Massenproduktion) sowie Konkurrenzdruck (10). Erkenntnisse über die Auswirkungen der Legalisierung in Washington auf die Verkaufspreise von Cannabis bietet eine längsschnittliche Studie aus den USA. In einer kleinen Stichprobe von Konsumierenden aus Colorado, Oregon und Washington wurden selbstberichtete Preise über den Verlauf eines Jahres untersucht (11). In dieser Stichprobe hatte die Legalisierung in Colorado und Washington keinen Einfluss auf die Verkaufspreise von Cannabis (sowohl für medizinischen als auch für den Freizeitgebrauch).

Preise in legalen US-Staaten unter Bundesdurchschnitt

Wie sich Verkaufspreise auf dem Schwarzmarkt durch die Legalisierung von Cannabis in US-Bundesstaaten verändert hat, wurde schließlich mittels Daten der Website „Priceofweed.com“ untersucht. Auf dieser Website können Konsumierende anonym angeben, welche Menge Cannabis mit welcher Qualität und zu welchem Preis auf der Straße gekauft wurde. Daten dieser Website aus dem Jahr 2015 zeigen, dass die Verkaufspreise in legalen US-Bundesstaaten im Durchschnitt unter dem Bundesdurchschnitt liegen (12). In einer weiteren, statistischen Analyse der gleichen Datenquelle wurde zudem ermittelt, dass die Einführung eines legalen Cannabismarktes mit etwa 9,2 Prozent niedrigeren Verkaufspreisen einherging, wobei sich diese Effekte vor allem auf Produkte mit niedriger Qualität beschränkten (13).

Neben den erwähnten Studien aus den USA wurden die Verkaufspreise von Cannabis auch in Kanada in Bezug zur Legalisierung gesetzt. Eine querschnittliche Studie aus Kanada untersuchte die Preise von Cannabis zwei Monate nach der im Oktober 2018 eingeführten Legalisierung (14). Verglichen mit illegalen Händlern waren Cannabisblüten von lizensierten Händlern etwas teurer (für ein Gramm: 11,08 CAD versus 10,23 CAD) und weniger potent (durchschnittlicher THC-Gehalt: 16,1 Prozent versus 20,5 Prozent; durchschnittlicher CBD-Gehalt: 1,7 Prozent versus 2,4 Prozent). Die höheren Preise in legalen Geschäften wurden zudem von privatwirtschaftlich tätigen Händlern getrieben (für ein Gramm staatlich- versus privatlizensierte Geschäfte: 10,89 CAD vs. 13,08 CAD). Geschätzte Verkaufspreise von illegalem Cannabis vor der Legalisierung (~10 CAD pro Gramm, [15]) deuten darauf hin, dass sich Preise auf dem illegalen Markt durch die Legalisierung in Kanada zumindest nicht kurzfristig verändert haben. Umfragedaten aus den Jahren 2019 und 2020 deuten darauf hin, dass sich der Preisunterschied zwischen legalen und illegalen Bezugsquellen auch in den ersten Jahren nach der Legalisierung in Kanada nicht verringert hat, wobei auch hier eine allgemeine Tendenz des Preisverfalls zu beobachten ist (16).

In den oben beschriebenen Studien wurden die Verkaufspreise vorwiegend in Bezug auf eine bestimmte Menge (zumeist ein Gramm) Cannabisblüten untersucht. Aufgrund der teils großen Unterschiede in der Wirkstoffkonzentration zwischen verschiedenen Blüten und anderen Cannabisprodukten stellt sich jedoch die Frage, wie sich die Preise für eine bestimmte Menge THC durch die Legalisierung entwickelt haben. Die bereits zitierte Studie aus Washington zeigt, dass hochpotentere Cannabisblüten auf dem Cannabismarkt preislich bevorteilt werden: demzufolge war ein preislicher Anstieg von zwei Prozent mit einem Anstieg des THC-Gehalts von fünf Prozent verbunden. Mit dem Erwerb hochpotenterer Sorten kann hier also die gleiche Menge THC zu einem geringeren Preis bezogen werden (9). Dieser Umstand könnte auch den steigenden Marktanteil von hochpotenteren Cannabisprodukten in Washington begünstigen (17).

Unterschiedliche Preise für eine bestimmte THC-Menge wurden nicht nur bei Cannabisblüten, sondern auch bei anderen Cannabisprodukten festgestellt. So kostete in Washington zehn Milligramm THC (eine Menge, die mit geringen bis mittleren psychoaktiven Effekten einhergeht, siehe [18]) in etwa 0,30 bis 0,40 USD für Cannabisblüten. Bei THC-haltigen Nahrungsmitteln lag der mittlere Preis für eine vergleichbare Menge THC dagegen bei etwa 3 USD (17). In Kanada kosteten THC-haltige Nahrungsmittel auf dem Schwarzmarkt dagegen im Durchschnitt nur etwa 1,60 CAD (14). Auf die gleiche Menge THC gerechnet sind also Cannabisblüten relativ günstig.

Rabatte als preispolitisches Instrument

Ein Rabatt ist ein preispolitisches Instrument, mit dem Preisnachlass beim Kauf größerer Mengen gewährt werden kann. Ein Rückgang im Preis wiederum erhöht die Nachfrage, weshalb ebenfalls ein Blick auf Rabatte für die Entwicklung des Cannabispreises lohnend ist. Auf Basis von 30 Millionen Transaktionen konnte gezeigt werden, dass höhere Absatzmengen im Bundesstaat Washington mit einem bedeutenden Rabatt einhergehen. Bei einer Verdoppelung der Verkaufsmenge reduziert sich der Preis pro Gramm laut dieser Studie um sechs Prozent. Dieser Rabatt war jedoch sehr variabel und erhöhte sich auf circa 30 Prozent am 20. April – einer Art Feiertag in der Cannabis Community (9). Ähnliche Ergebnisse zeigten sich in einer Befragung von Konsumierenden aus Colorado, Washington und Oregon, die vor und während der Legalisierung durchgeführt wurde (11). Demnach konnte mit einem Rabatt von 0,35 bis 0,50 USD bei jedem zusätzlichen Gramm Cannabis gerechnet werden. Auch Daten aus Kanada legen nahe, dass der Kauf größerer Mengen Cannabis mit deutlichen Rabatten einhergingen: Wer in den zwei Monaten nach der Legalisierung 28 Gramm (eine Unze) statt ein Gramm Cannabis kaufte, konnte mit einem Rabatt von circa 32 Prozent rechnen (14).

Aus der Literatur geht hervor, dass ein starker Zusammenhang zwischen den Verkaufspreisen und Wirkstoffmengen einerseits sowie Abgabemengen andererseits besteht. So wird durch die Besteuerung des Endpreises ein Anreiz geschaffen, hochpotentere Sorten und damit höhere Mengen THC zu (ver)kaufen. Ebenfalls sind Rabatte für größere Abgabemengen zu erwarten, was wiederum einen Anreiz für den Einkauf größerer Mengen schafft.

Limitationen bei der Literaturrecherche

Zunächst fanden sich nur wenige Studien mit einem geeigneten Studiendesign. So deutete die einzige längsschnittliche Studie auf keinen kurzfristigen Einfluss einer Legalisierung in Colorado und Washington hin (11). Diese Studie basierte allerdings auf einer sehr kleinen Stichprobe von circa 300 Personen aus drei Bundesstaaten. Weiterhin ist unklar, inwieweit Veränderungen auf dem Schwarzmarkt präzise erfasst werden können, beispielsweise anhand von anonymen Berichten auf einer Website (13). Schließlich wurde in keiner Studie die Preisentwicklung in Abhängigkeit von unterschiedlichen Regulierungsmodellen sowie über einen längeren Zeitraum untersucht. Insbesondere die Dichte von Verkaufsläden könnte ausschlaggebend für die Preisentwicklung sein, denn mit einem höheren Angebot – und damit Konkurrenzdruck – verringert sich nicht nur der Schwarzmarktanteil (19), sondern sinken möglicherweise auch die Verkaufspreise. Eine weitere Unsicherheit besteht darin, dass auch regionale Preisunterschiede bestehen könnten (20). Eine genaue Abschätzung der Preisentwicklung von Cannabisprodukten infolge einer Legalisierung ohne Berücksichtigung dieser und anderer Aspekte (zum Beispiel Online-Handel) wird somit erschwert.

Die Tendenz des Preisverfalls durch die Einführung legaler Märkte, insbesondere in Kombination mit steigenden Löhnen, würde dazu beitragen, dass sich die Erschwinglichkeit von Cannabisprodukten nach der Legalisierung erhöht. Darüber hinaus würde durch die Öffnung legaler Verkaufsstellen auch die Verfügbarkeit erhöht. Damit ist zu erwarten, dass der Konsum von Cannabis zumindest unter Erwachsenen weiter zunimmt (wie auch in Nordamerika, siehe [21, 22]). Unklar ist jedoch, wie sich die Konsumzunahme verteilen würde. Es gibt Hinweise darauf, dass häufig konsumierende Personen auf eine Preisreduktion stärker reagieren als jene, die nur selten konsumieren (5). Ein Anstieg des Konsums unter den bereits riskant konsumierenden Personen könnte damit zu einem weiteren Anstieg der cannabisbedingten Gesundheitsprobleme führen (für Trends aus dem letzten Jahrzehnt siehe [23]).

Inwieweit Veränderungen in Verkaufspreisen mit Veränderungen im Konsum in der Realität einhergehen, wurde bislang nicht untersucht. Im Rahmen dieser Arbeit wurde lediglich eine querschnittliche Studie identifiziert, welche berichtet, dass der Cannabiskonsum bei Jugendlichen in Kalifornien nicht mit den Verkaufspreisen von medizinischem Cannabis zusammenhängt (24).

Grundsätzlich ist zu beachten, dass legale gegenüber illegalen Cannabisprodukte durch die meisten Konsumierenden bevorzugt werden (25). Dieser Umstand erklärt auch, warum trotz Preisvorteil des illegalen Marktes der legale Markt in Kanada weiterhin wächst (16). Für die Ausgestaltung eines legalen Marktes wird es also von Interesse sein, die Preise auf dem legalen Markt einerseits so hoch zu halten, dass der Konsumanreiz minimiert wird und andererseits die Preisdifferenz zum Schwarzmarkt nicht zu groß wird, sodass Konsumierende weiterhin das legale Angebot bevorzugen.

Derzeit erfolgt die Preisgestaltung von legalen Cannabisprodukten üblicherweise durch Steuern, die sich nach dem Verkaufspreis richten (21). Allerdings bestehen auch andere Möglichkeiten der Preisgestaltung. So könnte durch die Einführung von Mindestpreisen (26) beispielsweise vermieden werden, dass sich legale und illegale Verkäufer gegenseitig versuchen zu unterbieten, womit ein möglicher Preisverfall abgebremst werden kann. Eine Bindung des Mindestpreises an die Inflation könnte außerdem dazu beitragen, dass Cannabisprodukte durch ausfallende Preiserhöhungen nicht erschwinglicher werden.

Der zentrale Nachteil eines Mindestpreises für Cannabisprodukte wäre, dass Unterschiede in der Wirkstoffkonzentration nicht berücksichtigt werden. So könnten THC-reiche Sorten für den gleichen Preis verkauft werden wie THC-arme Sorten, womit für den gleichen Preis eine höhere Menge THC erworben werden könnte. Um diese Problematik zu umgehen, wurde die Einführung eines Mindestpreises für eine standardisierte THC-Einheit vorgeschlagen (27). Nach diesem Prinzip wurde auch das Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis in Berlin geplant (28). Darüber hinaus zeigt sich, dass ein Mindestpreis auf Alkohol in Schottland und Wales zur gewünschten Veränderung des Kaufverhaltens geführt hat (29).

Verkaufsmonopole bieten viele Vorteile

Obwohl die Studien fast einhellig auf einen Preisverfall durch die Legalisierung von Cannabis hindeuten, kann eine genaue Vorhersage und damit eine optimale Gestaltung des Preisniveaus (30) kaum a priori definiert werden. Daher erscheint auch ein kontinuierliches Monitoring erforderlich. Um adäquat auf etwaige Entwicklungen reagieren zu können, sind kurzfristige sowie eventuell dynamische Anpassungen der entsprechenden Gesetze notwendig. Alternativ würde sich ein staatliches Verkaufsmonopol anbieten. Hier könnten Preise ohne Gesetzesänderungen angehoben oder gesenkt werden, ohne dass auf Industrieinteressen Rücksicht genommen werden müsste (31). Darüber hinaus bieten Verkaufsmonopole viele weitere Vorteile, wie zum Beispiel die Sicherstellung der Versorgung in ländlichen Regionen sowie die Durchsetzung von Jugendschutzregeln aufgrund mangelnder kommerzieller Interessen.

  • Zitierweise dieses Beitrags: Dtsch Arztebl 2022; 119 (13): A 562–6

Anschrift des Verfassers:
Jakob Manthey, Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS), Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistraße 52, 20251 Hamburg
j.manthey@uke.de

Literatur im Internet: www.aerzteblatt.de/lit1322 oder über QR-Code.

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