ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2022Laura Hinze: Junges Ausnahmetalent in der Krebsforschung

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Laura Hinze: Junges Ausnahmetalent in der Krebsforschung

Spielberg, Petra

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Laura Hinze. Foto: MHH
Laura Hinze. Foto: MHH

Laura Hinze ist gerade mal 24 Jahre alt und gilt bereits als Ausnahmetalent in der medizinischen Forschung. Mit ihrem Beitrag zum Verständnis der Signalübertragung in Krebszellen habe sie einen neuen Angriffspunkt für die Behandlung der akuten lymphatischen Leukämie (ALL), der häufigsten Krebsart bei Kindern, erschlossen, heißt es jetzt.

Die junge Ärztin, die seit Januar 2021 in der kinderonkologischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) arbeitet und forscht, erhielt Mitte März den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis 2022. Ihre Entdeckungen könnten dabei helfen, neue Behandlungsmethoden für Darmkrebs und andere solide Tumore zu entwickeln, begründet die Paul-Ehrlich-Stiftung ihre Wahl.

Mit ihrer Arbeitsgruppe untersucht Hinze auf molekularer Ebene den Aminosäuren- und Proteinabbau der Krebszellen. Ihr Ziel ist es, zu verstehen, warum bestimmte Leukämiezellen gegen ein gängiges Chemotherapeutikum (Asparaginase) resistent werden. Mit ihrer Forschung wolle sie zudem einen wichtigen Beitrag hin zu einer personalisierten Medizin leisten, so Hinze. „Biomarker zu entwickeln, die eine spezifischere Behandlung der einzelnen Patienten ermöglichen, wäre so ein Ziel.“

Hinze machte bereits im Alter von 16 Jahren Abitur. Direkt im Anschluss begann sie ihr Medizinstudium an der MHH. Im Jahr 2017 folgte ein Forschungsaufenthalt in Boston. Nach ihrer Rückkehr baute Hinze ihre eigene Forschungsgruppe auf. Petra Spielberg

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