ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2022Im Saarland startet Projekt zur digitalen Vernetzung

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Im Saarland startet Projekt zur digitalen Vernetzung

Glöser, Sabine

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Foto: MTaitas/stock.adobe.com
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Das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg hat das Projekt „Virtuelles Krankenhaus“ gestartet. Ziel ist es, Kliniken und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens in der Großregion Saar–Lor–Lux langfristig digital zu vernetzen, um dort die flächendeckende medizinische Versorgungsqualität zu verbessern.

Zunächst will das Uniklinikum zusammen mit dem Caritas Krankenhaus Lebach und dem Kreiskrankenhaus St. Ingbert ein telemedizinisches Netzwerk in der Intensivmedizin aufbauen. Dazu wollen die Projektpartner die Pilotkliniken mittels gesicherter Tablets vernetzen und erste klinische Anwendungen testen.

Anschließend wollen die Akteure bis Ende des Jahres 2023 schrittweise eine gemeinsame digitale Plattform aufbauen. Diese „Connected eHealth Plattform“ soll es durch das Anbinden der IT-Systemlandschaft der Netzwerkpartner ermöglichen, rund um die Uhr Daten zu übertragen. Beteiligte Ärztinnen und Ärzte können sich dann beispielsweise in telemedizinischen Konsilen und Fallkonferenzen im Liveformat austauschen, etwa über die intensivmedizinische Versorgung definierter Patienten, sie können Laborwerte oder radiologische Bilder befunden oder auf frühere Arztbriefe zugreifen.

Mit dem Projekt komme dem Uniklinikum des Saarlandes künftig eine noch bedeutsamere Rolle in der landesweiten Regelversorgung zu, indem es seine hohe ärztliche Expertise als spezialisiertes Klinikum der Spitzenmedizin im gesamten Land zur Verfügung stellen könne, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende des UKS, Henrik Eitel. „Bereits heute tauschen sich unserer Expertenteams miteinander aus“, ergänzte der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses St. Ingbert, Peter Zwirner. „Mit dem Aufbau dieser neuen Technologie starten wir jetzt in eine neue Dimension der optimierten medizinischen Versorgung zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten.“ Das saarländische Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie fördert den Projektstart mit 221 800 Euro. sg

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