ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2022Heinz Diettrich †: Vater der ärztlichen Selbstverwaltung in Sachsen

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Heinz Diettrich †: Vater der ärztlichen Selbstverwaltung in Sachsen

Richter-Kuhlmann, Eva

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Heinz Diettrich. Foto: SLÄK
Heinz Diettrich. Foto: SLÄK

Prof. Dr. med. Heinz Diettrich, erster Präsident der Sächsischen Landesärztekammer (1991–1999), verstarb am 23. März 2022 im Alter von 82 Jahren. Hochgeachtet war er Zeit seines Lebens als Chirurg, Hochschullehrer, ärztlicher Weiterbilder und Berufspolitiker. Nach der politischen Wende 1989/1990 engagierte sich der aus dem Erzgebirge stammende Diettrich vehement für die ärztliche Selbstverwaltung und baute diese in Sachsen auf. Im Mai 1990 bereits konnte die vorläufige Sächsischen Landesärztekammer gegründet werden.

Medizin studierte Diettrich in Leipzig und Dresden und absolvierte seine Weiterbildung im Fach Chirurgie in Dresden. Von 1976 bis 1979 leitete er die Chirurgische Abteilung des Katholischen St.-Joseph-Stifts in Dresden und habilitierte sich 1983 auf dem Gebiet der Abdominalchirurgie an der Medizinischen Akademie in Dresden. Nach der Wende wurde er 1992 zum außerplanmäßigen Professor an der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden ernannt und 1994 zum Chefarzt der Chirurgischen Klinik des Krankenhauses Dresden-Neustadt berufen.

Im April 1991 wurde Diettrich zum ersten Präsidenten der neu gegründeten Sächsischen Landesärztekammer gewählt. In den acht Jahren als Präsident strukturierte er die ärztliche Selbstverwaltung im Freistaat Sachsen – eine Leistung, für die er bis heute hochgeachtet wird. 1999 wurde Diettrich zum Ehrenpräsidenten der Sächsischen Landesärztekammer ernannt und erhielt im Jahr 2000 den Sächsischen Verdienstorden sowie 2005 die Paracelsus-Medaille der Deutschen Ärzteschaft. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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