ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenSUPPLEMENT: Pneumologie & Allergologie 1/2022Dyspnoe-Anamnese: Ab 4 Stunden Fernsehen täglich 30 % mehr Lungenembolien

SUPPLEMENT: Perspektiven der Pneumologie & Allergologie

Dyspnoe-Anamnese: Ab 4 Stunden Fernsehen täglich 30 % mehr Lungenembolien

Dtsch Arztebl 2022; 119(17): [4]

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Foto: freshidea stock.adobe.com
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Stundenlanges Sitzen erhöht das Risiko für tiefe Beinvenenthrombosen und Lungenembolien. Davor warnen Mediziner im European Journal of Preventive Cardiology (2022; DOI: 10.1093/eurjpc/zwab220). Wie hoch das Risiko ist, haben Setor Kunutsor und Mitarbeiter von der Universität Bristol in einer Metaanalyse von 3 prospektiven Beobachtungsstudien untersucht, deren Teilnehmer nach ihrem Fernsehkonsum befragt worden waren. Bei den 131 421 Teilnehmern im Alter von über 40 Jahren war es im Verlauf von 5–20 Jahren, der durchschnittlichen Beobachtungszeit der 3 Studien, zu 964 venösen Thromboembolien gekommen, also entweder einer tiefen Venenthrombose oder einer Lungenembolie. Das Risiko stieg mit zunehmendem täglichen Fernsehkonsum an. Nach der Analyse von Kunutsor erlitten Langzeitzuschauer mit einem Fernsehkonsum von täglich mehr als 4 Stunden zu 35 % häufiger eine venöse Thromboembolie verglichen mit Personen, die weniger als 2,5 Stunden am Tag fernsahen (relatives Risiko 1,35). Der Zusammenhang zwischen der Dauer des Fernsehkonsums und den thrombembolischen Ereignissen war unabhängig von Alter, Geschlecht, BMI und auch von der körperlichen Aktivität: Laut Kunutsor sind auch schlanke und sportliche Menschen gefährdet. RME

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