ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenSUPPLEMENT: Pneumologie & Allergologie 1/2022Lungenkrebsscreening in den USA: 10 000 Todesfälle weniger seit 2014

SUPPLEMENT: Perspektiven der Pneumologie & Allergologie

Lungenkrebsscreening in den USA: 10 000 Todesfälle weniger seit 2014

Dtsch Arztebl 2022; 119(17): [4]

SuK

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Etwa 8,5 Millionen Personen zwischen 50 und 80 Jahren sind in den USA jährlich berechtigt, an einem Screening auf Bronchialkarzinom per Niedrigdosis-CT teilzunehmen: 20 Jahre Raucheranamnese, und falls inzwischen abstinent, dann weniger als 15 Jahre Abstinenz sind das Kriterium. Aber nur etwa 550 000 Personen, weniger als 10 %, nahmen laut öffentlichen Statistiken in den Jahren 2019 und 2020 das Angebot wahr. In den Jahren zuvor waren die Teilnahmeraten noch niedriger. Trotzdem hat ein Team um den Bostoner Thoraxchirurgen Dr. Chi-Fu Jeffrey Yang errechnet, dass allein in den Jahren 2014 bis 2018 – damals ein noch kleinerer Kreis an Berechtigten – der Anteil der im Stadium I entdeckten Lungenkarzinome unter allen Lungenkarzinomen ab 55 Jahren von 30,2 % auf 35,5 % anstieg. Die mittlere Überlebenszeit betrug im Jahr 2013 18,1 Jahre, im Jahr 2018 28,2 Monate. Insgesamt schätzt das Autorenteam in der kürzlich im British Medical Journal (BMJ 2022; DOI: 10.1136/bmj-2021–069008) publizierten Studie, dass zwischen 2014 und 2018 mehr als 10 000 Todesfälle durch die Einführung des Screenings verhindert werden konnten. SuK

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