ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenSUPPLEMENT: Pneumologie & Allergologie 1/2022Eosinophiles Neurotoxin: Prognosemarker bei kindlichem Asthma

SUPPLEMENT: Perspektiven der Pneumologie & Allergologie

Eosinophiles Neurotoxin: Prognosemarker bei kindlichem Asthma

Dtsch Arztebl 2022; 119(17): [5]

SuK

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Die Granula von eosinophilen Leukozyten sind gefüllt mit einer Vielzahl hydrolytischer Enzyme, mit basischen Proteinen und Zytokinen, die unter anderem Parasiten schädigen können. Das Zytokin „Eosinophil Derived Neurotoxin“ (EDN) ist unter anderem in der Lage, myelinisierte Neurone schwer zu schädigen. Es ist als Zytokin an der Symptomatik bei eosinophilem Asthma und bei allergischer chronischer Rhinitis beteiligt. In einer Untersuchung unter Leitung der Universitäts-Kinderklinik in Seoul (Südkorea) konnte festgestellt werden, dass der Blutspiegel des EDN ein zuverlässiger prognostischer Marker war, um die Lungenfunktion und die notwendige Dauer der Hospitalisierung in Episoden von Asthma-Exazerbationen abzuschätzen. Dabei waren bei Kindern mit eosinophilem Asthma die Lungenfunktion schlechter und der EDNSpiegel höher als bei Kindern mit nichteosinophilem Asthma (Allergy and Asthma Proceedings, 43|2, 1. März 2022; 7: 133–9, https://doi.org/10.2500/aap.2022.43.210001).

Die Blutspiegel von MPO, CRP und die Interleukine 4, 5 und 10 wurden ebenfalls gemessen. Diese Biomarker stellten sich aber in ihrer prognostischen Potenz hinsichtlich der Krankheitsschwere im Vergleich zu EDN als unterlegen heraus. SuK

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