ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2022Carl-Heinz Müller †: Empathischer Hausarzt und engagierter Berufspolitiker

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Carl-Heinz Müller †: Empathischer Hausarzt und engagierter Berufspolitiker

Richter-Kuhlmann, Eva

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Carl-Heinz Müller. Foto: Georg J. Lopata
Carl-Heinz Müller. Foto: Georg J. Lopata

Der hochgeachtete Trierer Hausarzt und Berufspolitiker Dr. med. Carl-Heinz Müller – von vielen liebevoll auch „Carlos“ genannt – verstarb am 14. April plötzlich und unerwartet bei einem Unfall im Alter von 67 Jahren.

Müller war bundesweit bekannt: 2007 wählte ihn die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zu ihrem stellvertretenden Vorsitzenden. Seine Schwerpunkte waren neben der hausärztlichen Versorgung vor allem die Arznei- und Heilmittelversorgung sowie IT und Telematik im Gesundheitswesen. „Stets hart in der Sache, aber freundlich und verbindlich im Ton“ wird Müller vom KBV-Vorstand beschrieben. Seine enorme Zugewandtheit bestätigen zudem viele Partner im Gesundheitsbereich sowie Patientinnen und Patienten.

Seine Hausarztpraxis in Trier, die er vom Vater übernahm, führte Müller bis zu seinem plötzlichen Tod mit viel Herzblut und meist einem Lächeln im Gesicht. Seine Leidenschaft für den Beruf des Hausarztes sowie sein Engagement für die Familie waren auch die Gründe für seinen Rückzug aus der Berufspolitik im Sommer 2012. Er hinterlässt nun eine Ehefrau und zwei Kinder.

Müller hatte Medizin an der Universität Saarbrücken studiert und als Assistenzarzt in der Inneren und Chirurgischen Abteilung des Trierer Herz-Jesu-Krankenhauses gearbeitet, bevor er sich 1987 als Praktischer Arzt in Trier niederließ. Im Jahr 1997 stieg er in die Standespolitik ein, stand zunächst an der Spitze der KV Trier, später übernahm er den Vorsitz der fusionierten rheinland-pfälzischen KVen und die Funktion in der KBV. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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