ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenSUPPLEMENT: Onkologie 3/2022Aggressive, therapieresistente Tumoren: Gefährlich durch extreme Schäden im Erbgut

SUPPLEMENT: Perspektiven der Onkologie

Aggressive, therapieresistente Tumoren: Gefährlich durch extreme Schäden im Erbgut

Dtsch Arztebl 2022; 119(20): [4]

SuK

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vladimircaribb / stock.adobe.com
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Manche Krebsarten wachsen besonders aggressiv und werden besonders schnell und häufig resistent gegenüber onkologischen Therapiestrategien. Häufig finden sich hier extreme Schäden im Erbgut. Manchmal fehlen ganze Abschnitte des Erbmaterials, andere sind vervielfältigt, verkehrt herum angeordnet oder ganz neu zusammengesetzt. Die Fehler können einzelne Chromosomen betreffen oder auch den ganzen Chromosomensatz. Teilweise ist kaum nachvollziehbar, wieso diese Zellen überhaupt lebensfähig sind, geschweige denn, welche Mechanismen dazu führen, dass sie beginnen, sich weitgehend unbegrenzt zu teilen und resistent gegenüber allen bekannten Therapiemethoden zu werden. Solche Formen finden sich besonders bei Lungenkrebs, Glioblastom, bei Metastasen und bei der akuten myeloischen Leukämie mit komplexem Karyotyp (CK-AML). Prof. Dr. rer. nat. Andreas Trumpp am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) plant, mit neuen Analysemethoden den strukturellen Erbgutdefekten auf die Spur zu kommen. Daraus sollen künftig neue Therapiekonzepte entwickelt werden. Der Europäische Forschungsrat ERC fördert das Forschungsvorhaben bis 2027 mit 2,5 Millionen Euro. SuK

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