ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenSUPPLEMENT: Onkologie 3/2022Screening auf Pankreaskarzinom: Spezifische Hinweise im fäkalen Mikrobiom

SUPPLEMENT: Perspektiven der Onkologie

Screening auf Pankreaskarzinom: Spezifische Hinweise im fäkalen Mikrobiom

Dtsch Arztebl 2022; 119(20): [4]

SuK

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Erheblich treffsicherer als die Mikrobiomanalyse aus dem Sputum, aber derzeit noch nicht treffsicher genug ist die Aussagekraft des fäkalen Mikrobioms im Hinblick auf das Pankreaskarzinom. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Untersuchung unter Federführung des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) Heidelberg, die im März 2022 publiziert wurde (Gut 2022, DOI: 10.1136/gutjnl-2021–326710). Untersucht wurden 100 Speichel-, 212 Stuhlproben und Gewebeproben aus dem Pankreas bei 57 Patienten, bei denen kurz vorher ein duktales Pankreasadenom (PDAC) diagnostiziert worden war. Verglichen wurde mit gesunden Patienten und solchen mit einer chronischen Pankreatitis. Dabei fand sich in den PDAC-Faeces ein Überschuss an Methanobrevibacter smithii, Fusobacterium nucleatum, Alloscardovia omnicolens, Veillonella atypica und Bacteroides finegoldii. Dagegen fiel die Besiedlung mit Faecalibacterium prausnitzii, Bacteroides coprocola, Bifidobacterium bifidum und Romboutsia timonensis deutlich geringer aus als bei nichtonkologischen Probanden. Die Autoren betonen, dass es sich um eine Auswertung aus Beobachtungs- und Querschnittsstudien handele. Eine Überprüfung und Bestätigung der Resultate in prospektiven Kohortenstudien ist notwendig. SuK

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote