ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenSUPPLEMENT: Onkologie 3/2022Kardiovaskuläre Komplikationen: Nach Brustkrebs vermehrt auf Herz-Kreislauf-Situation achten

SUPPLEMENT: Perspektiven der Onkologie

Kardiovaskuläre Komplikationen: Nach Brustkrebs vermehrt auf Herz-Kreislauf-Situation achten

Dtsch Arztebl 2022; 119(20): [5]

SuK

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Syda Productions / stock.adobe.com
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Überlebende einer Krebserkrankung haben viele Jahre lang nach der Diagnosestellung ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als die Allgemeinbevölkerung. In einer Kohortenstudie mit einer Studienpopulation von über 100 000 Personen haben britische Epidemiologen (JACC CardioOncol. 2022, DOI: 10.1016/j.jaccao.2022.01.102) dies soeben für 9 häufige Krebserkrankungen nachgewiesen, und zwar für Leukämien, Melanome, Non-Hodgkin-Lymphome und Karzinome von Lunge, Prostata, Brust, Harnblase, Uterus und Kolon beziehungsweise Rektum. Bereits im Jahr 2021 hatten Epidemiologen der John Hopkins University, Baltimore das kardiovaskuläre Risiko von Patientinnen nach Brustkrebs errechnet. Danach ist das Risiko vor allem bei älteren Krebsüberlebenden (HR 2,24), bei Patientinnen mit Östrogen-positivem Tumor (HR 1,8) und langem Krebsüberleben über 8 Jahre (HR 1,65) deutlich erhöht, an kardiovaskulären Komplikationen zu versterben. Dabei scheint auch die Kardiotoxizität moderner Therapiestrategien eine Rolle zu spielen: Bei Frauen, die vor 2005 an einem Mammakarzinom erkrankt und therapiert worden waren, fand sich keine Risikoerhöhung (J Natl Cancer Inst. 2021, DOI: 10.1093/jnci/djaa096). SuK

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