ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2022Simone Dohle: Gesundheits- und Risikokompetenz stärken

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Simone Dohle: Gesundheits- und Risikokompetenz stärken

Spielberg, Petra

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Simone Dohle. Foto: Universitätsklinikum Bonn (UKB)/Katharina Wislsperger
Simone Dohle. Foto: Universitätsklinikum Bonn (UKB)/Katharina Wislsperger

Im Rahmen einer neuen Professur am Universitätsklinikum Bonn (UKB) geht Prof. Dr. Simone Dohle der Frage nach, welche Informationen nötig sind, um Menschen zu motivieren, ihr Gesundheitsverhalten zu ändern, und wie Ärztinnen und Ärzte ihnen dabei helfen können.

Dazu möchte die 41-jährige Psychologin am Institut für Hausarztmedizin ein Forschungslabor für Gesundheits- und Risikokommunikation aufbauen. Ihr Ziel ist es, geeignete Darstellungsformate zur Vermittlung von gesundheitlichen Risiken zu entwickeln.

„Patienten sind Individuen jeweils mit einem anderen Hintergrund. Das muss bei einer Risiko-Nutzen-Abwägung berücksichtigt werden“, so Dohle. Eine zentrale Rolle sieht sie hierbei in anschaulichen grafischen Darstellungen von Risiko und Nutzen. Smartphone-Apps könnten aus ihrer Sicht dabei helfen, in einer realistischen Umgebung das Gesundheitsverhalten zu erfassen und Entscheidungen zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil im Alltag zu unterstützen.

Dohle studierte Psychologie in Würzburg und promovierte in Zürich zur Risikowahrnehmung. Von 2011 bis 2014 leitete sie dort das Projekt „Das Ernährungspanel Schweiz“, eine Längsschnittstudie zu körperlicher Aktivität und Ernährungsverhalten. Bis zu ihrem Ruf ans UKB war sie an der Universität Köln tätig, wo sie nach ihrer Habilitation zum Gesundheitsverhalten eine Arbeitsgruppe im Bereich „Angewandte Sozialpsychologie und Entscheidungsforschung“ leitete. Petra Spielberg

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