ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2022Peter Kühnen: Forschung zu erblich bedingter Adipositas

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Peter Kühnen: Forschung zu erblich bedingter Adipositas

Richter-Kuhlmann, Eva

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Peter Kühnen. Foto: Wiebke Peitz/Charité – Universitätsmedizin Berlin
Peter Kühnen. Foto: Wiebke Peitz/Charité – Universitätsmedizin Berlin

Prof. Dr. med. Peter Kühnen vom Institut für Experimentelle Pädiatrische Endokrinologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin gehört zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, denen es in diesem Jahr gelang, einen Consolidator Grants des Europäischen Forschungsrates – European Research Council (ERC) einzuwerben. Für seine Forschung zu genetischen Störungen, die zu Adipositas führen, stehen dem 44-Jährigen nun knapp zwei Millionen Euro für eine Laufzeit von fünf Jahren zur Verfügung.

„Mit dem Forschungsprojekt wollen wir neue Erkenntnisse gewinnen, wie die individuelle Variabilität epigenetischer Modifikationen das Risiko für die Entwicklung von metabolischen Erkrankungen wie Adipositas beeinflusst“, sagte Kühnen dem Deutschen Ärzteblatt. Die Ergebnisse könnten gegebenenfalls zu neuen präventiven und therapeutischen Ansätzen führen.

Bereits jetzt gibt es aus Tiermodellen Hinweise darauf, dass epigenetische Varianten für das individuelle Risiko, adipös zu werden, von Bedeutung sind. Kühnen will nun untersuchen, ob epigenetische Modifikationen wie die DNA-Methylierung auch beim Menschen das individuelle Risiko für die Entwicklung von Adipositas und Stoffwechselerkrankungen im Laufe des Lebens beeinflussen. Der Schwerpunkt der Forschung soll dabei auf metastabilen Epiallelen liegen, bei denen das epigenetische Muster schon zum Zeitpunkt der embryonalen Entwicklung entsteht. Kühnen hat seit September 2020 eine DFG-Heisenberg-Professur inne. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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