ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2022Maike Hofmann: Wissenschaftspreis für T-Zell-Forscherin

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Maike Hofmann: Wissenschaftspreis für T-Zell-Forscherin

Martin, Mirjam

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Maike Hofmann. Foto: Klaus Polkowski
Maike Hofmann. Foto: Klaus Polkowski

Die Immunologin Dr. rer. nat. Maike Hofmann hat Anfang Mai den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für junge Forschende erhalten. An der Universität Freiburg untersucht die 39-Jährige aktuell den Einfluss der ersten und zweiten SARS-CoV-2- mRNA-Boosterimpfung auf die T-Zell-Immunität im Vergleich zur Antikörperantwort. „Dadurch, dass sich die Zielstruktur der T-Zellen kaum verändert, stellen die T-Zellen verlässliche Akteure bei der Kontrolle der sogenannten ‚variants of concern‘ dar“, erklärt Hofmann gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

Zusätzlich erforscht sie in ihrem Habilitationsprojekt die Dysfunktion der T-Zellen bei einer chronischen Virushepatitis. Sie und ihr Forschungsteam konnten nachweisen, dass die CD8+-T-Zellen auch nach erfolgreicher antiviraler Therapie nicht mehr voll funktionsfähig sind. „Wir gehen davon aus, dass diese ‚molekulare Narbe‘ der T-Zell-Immunität auch bei anderen chronischen Infektionen und bei Krebs besteht und deren Steuerungs- und Regulationsprozesse Ansatzpunkte für Immuntherapien darstellen“, sagt Hofmann.

Nach ihrem Molekularmedizinstudium in Freiburg promovierte sie 2012 an der dortigen Universität. „Bereits während meiner Promotion habe ich mich mit der T-Zell-Immunität beschäftigt und die Begeisterung dafür hat mich bis heute nicht mehr losgelassen.“ An der Molekularmedizin interessiere sie besonders die Schnittstelle zwischen Medizin und Naturwissenschaften. Die DFG verleiht den Preis jährlich an zehn Nachwuchsforscher. Dr. med. Mirjam Martin

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