ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2000Drogenpolitik: Schwer verständlich

SPEKTRUM: Leserbriefe

Drogenpolitik: Schwer verständlich

Dtsch Arztebl 2000; 97(15): A-954 / B-798 / C-746

Kayser, Alexander

Zu dem "Seite eins"-Beitrag "Dornröschenschlaf" von Dr. med. Eva A. Richter in Heft 9/2000:
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LNSLNS Es ist schwer verständlich, warum man sich bei der Drogenpolitik nicht wenigstens auf einen kleinen gemeinsamen Nenner einigen kann.
Es ist unbestritten, dass die bisherige Drogenpolitik international keine durchgreifenden Erfolge aufzuweisen hat. Es ist weiterhin unbestritten, dass Prävention und Therapie absolute Priorität haben, aber man kann doch nicht leugnen, dass, wie bei jeder Krankheit, auch hier die Prophylaxe nicht immer greift und die Therapie nicht immer Erfolg hat. Viele bleiben, trotz aller Anstrengungen, auf der Strecke, und auch hier handelt es sich um kranke Menschen, die wir nicht einfach der Straße überlassen können, die Zuspruch und Zuwendung brauchen und bei denen wir, durch bessere hygienische Verhältnisse, Begleiterkrankungen, insbesondere Aids und Hepatitis, einschränken können. Dazu können Fixerstuben beitragen - das ist vielleicht nicht viel, aber es ist wenigstens ein Anfang.
Es ist in meinen Augen unärztlich, dieses bescheidene Angebot menschlicher Zuwendung an nicht mehr zeitgemäßen und engherzigen Postulaten scheitern zu lassen.
Dr. med. Alexander Kayser, Birkenwaldstraße 165 c, 70191 Stuttgart
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