ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2022Martin Michael Arnold †: Trauer um Pionier der Gesundheitssystemforschung

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Martin Michael Arnold †: Trauer um Pionier der Gesundheitssystemforschung

Richter-Kuhlmann, Eva

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Martin Michael Arnold, Foto: ÄK Baden-Württemberg/Rosemarie Stein
Martin Michael Arnold, Foto: ÄK Baden-Württemberg/Rosemarie Stein

Bundesweit bekannt war er als hervorragender Arzt, akademischer Lehrer, Wissenschaftler sowie engagierter Sachverständiger in Gremien der Hochschule, der ärztlichen Selbstverwaltung und der Politikberatung. Am 19. Mai verstarb Prof. Dr. med. Martin Michael Arnold im Alter von 93 Jahren in Tübingen.

Der Träger der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft (Verleihung 1997) und des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland (Verleihung 2009) war von 1984 bis 1990 geschäftsführender Direktor des Anatomischen Instituts der Universität Tübingen. 1990 übernahm Arnold eine vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft eingerichtete Stiftungsprofessur im Bereich Gesundheitssystemforschung an der Universität Tübingen.

Arnold setzte sich auch sehr für den medizinisch-wissenschaftlichen Nachwuchs ein: Er organisierte Tutorien für ausländische Studierende, führte zahlreiche Neuerungen in der Anatomie und Histologie ein. Das Spektrum seiner Arbeiten umfasst nicht nur medizinische, sondern auch ökonomische, gesundheitspolitische und ethische Fragestellungen. Seine Expertise brachte er in verschiedene Gremien ein: So war er von 1978 bis 1995 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer, ab 1986 gehörte er dem Vorstand an. Intensiv war er während dieser Zeit an der Entwicklung medizinischer Orientierungsdaten beteiligt. 1985 wurde Arnold zudem in den damals neu gegründeten Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen berufen, dessen Vorsitzender er von 1988 bis 1992 war. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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