ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2022Pandemiefolgen in der Onkologie: Einbruch der Krebsdiagnosen alarmierend

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Pandemiefolgen in der Onkologie: Einbruch der Krebsdiagnosen alarmierend

Lenzen-Schulte, Martina

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Schon früh in der Pandemie befürchteten Onkologen, dass die zum Teil drastisch geringere Inanspruchnahme von Früherkennungsmaßnahmen auf Dauer ihren Tribut fordern würde. Tatsächlich lässt sich an dem Beispiel der kolorektalen Karzinome zeigen, dass die Nachteile einer verzögerten Diagnostik sich bereits bemerkbar machen.

Foto: picture alliance/dpa Daniel Karmann
Foto: picture alliance/dpa Daniel Karmann

Die jüngsten Studienresultate der COVIDSurg Collaborative halten prinzipiell gute Nachrichten bereit: Nur einer unter 15 Krebspatienten erhielt eine geplante Operation während der 1. COVID-Welle nicht im vorgesehenen Zeitraum. Darüber hinaus hatte dieser Aufschub keinen negativen Einfluss auf die Resektionsränder. Und schließlich war ein längerer Aufschub nicht mit schlechteren Ergebnissen assoziiert (1).

Das ergab eine internationale Kohortenstudie aus 47 Ländern, von 304 Kliniken mit 5 453 Patientinnen und Patienten, die an einem kolorektalen Karzinom erkrankt waren. Bei diesen Tumorpatienten war zwischen Januar und April 2020 die Entscheidung für einen kurativen Eingriff gefällt worden. Dies bestätigen Studienberichte, denen zufolge auch ein Therapieaufschub früher Stadien von Prostata- oder Mammakarzinomen die Prognose nicht verschlechtert hatte (2).

So beruhigend möchte allerdings Prof. Dr. med. Armin Wiegering die jüngste Studie und die Datenlage insgesamt nicht bewerten. „Zunächst war bei einem Aufschub der Eingriffe um durchschnittlich 4 Wochen kein auffallend negativer Effekt zu erwarten“, erläutert der stellvertretende Klinikdirektor und Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums am Universitätsklinikum Würzburg.

Wenn das Screening wegfällt

„Was uns aber viel mehr zu denken geben sollte, sind die vielen Tumorpatienten, die keine Diagnose erhalten haben“, betont er, „die kommen erst einmal gar nicht zur Resektion“. Wiegering hat mit einer Arbeitsgruppe eine deutschlandweite Kohortenstudie anhand anonymisierter Fallpauschalendaten der BARMER Krankenkasse konzipiert, deren noch unveröffentlichte Auswertung zeigt: In den 2 „Lockdown“-Phasen von März–Mai 2020 und von Oktober 2020–März 2021 gingen die Krebsdiagnosen um rund 25 % gegenüber den durchschnittlichen Vergleichszeiträumen von 2012–2019 zurück. Als Folge davon wurden entsprechend weniger Tumorpatienten operiert.

„Besonders auffällig war, dass die häufigen Tumoren wie Darm-, Brust- und Hautkrebs sowohl weniger entdeckt als auch weniger operiert worden sind“, betont der Viszeralchirurg. Es sind eben jene Malignome, die eher im Screening als aufgrund ihrer Symptome auffallen. Somit sind es just die sehr gut und kurativ therapierbaren Krebsentitäten, deren Diagnosen eingebrochen sind. „Bei Malignomen wie Glioblastomen des Gehirns oder Pankreaskarzinomen haben wir hingegen so gut wie keine Unterschiede gesehen“, so Wiegering.

Die Würzburger Arbeitsgruppe hatte wie viele andere Onkologen bereits vor einem Jahr davor gewarnt, dass eine eingeschränkte Früherkennung langfristig eine erhöhte Mortalität etwa durch kolorektale Karzinome zur Folge haben werde (3, 4). Ein Rückgang ähnlich wie in Deutschland wird weltweit beobachtet. So zeigt eine aktuelle Veröffentlichung einer US-amerikanischen Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Brajesh K. Lal von der University of Maryland in Baltimore, dass im Vergleich zu 2018/2019 im Jahr 2020 die Koloskopien um 45 % zurückgegangen waren (5).

Das galt auch für andere Fachgebiete; es wurden beispielsweise auch weniger Prostatabiopsien (minus 29 %) vorgenommen. Daraus resultierte, dass deutlich seltener eine Krebsdiagnose gestellt wurde: 13 % weniger Lungentumoren, 18 % weniger Harnblasenkrebs, 20 % weniger Kolorektaltumoren und 23 % weniger Prostatakarzinome. Das US-Forscherteam hatte hierfür Daten des Veterans Affairs Healthcare Systems von 2016–2020 ausgewertet, darunter 3,9 Millionen relevante onkologische Untersuchungen und 251 647 Krebsdiagnosen.

Ausfälle kaum zu kompensieren

Diese Beobachtungen bestätigen die soeben online veröffentlichten Daten aus einem einzelnen Zentrum in Kanada. Hier waren an der Universitätsklinik in Montreal in der 1. Welle von März–Juni 2020 im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2019 die Koloskopien um 82 % zurückgegangen (6). In dieser Auswertung fällt auf, dass in der Aufholperiode von Juli und August 2020 die Reduktion immer noch 35 % betrug. Das lässt es illusorisch erscheinen, die im Laufe der Pandemie ausgefallene Diagnostik könne in absehbarer Frist wieder nachgeholt werden.

Neben der Tatsache, dass in der kanadischen Studie weniger Tumoren entdeckt und weniger Adenome entfernt worden waren, zeigte sich zudem ein besorgniserregender Trend: Bei der Diagnose waren die Karzinome in einem weiter fortgeschrittenen Stadium. In die gleiche Richtung deuten die Ergebnisse einer Befragung von 96 gastroenterologischen Klinik- und Praxiszentren in Italien (7). Die Antworten lassen erkennen, dass die Überwachung von Patienten mit Lynch-Syndrom – dem häufigsten heriditär-bedingten Darmkrebs – bei fast der Hälfte (45,5 %) erheblich verzögert wurde. Zudem berichtete fast ein Drittel (30,6 %) der Magen-Darm-Spezialisten, dass sie mindestens einen Intervalltumor bei einem Patienten entdeckt hatten. Die meisten entdeckten 1–3 der Tumoren, 8,1 % zählten den Antworten zufolge jedoch bis zu 5 Intervalltumoren.

So wie Intervalltumoren auf Lücken in der Überwachung hindeuten, ist die Notwendigkeit, ausgedehntere Karzinome weniger schonend entfernen zu müssen, ein Fingerzeig, dass die Malignome, die schlussendlich doch diagnostiziert werden, bereits weiter fortgeschritten sind. In der aktuellen Mai-Ausgabe der Fachzeitschrift „Surgery“ haben Forscher der Cleveland Clinic in Florida den Einfluss der Pandemie auf die Zahl Sphinkter-erhaltender Operationen untersucht (8).

Ist ein weit distal gelegener Rektumtumor noch begrenzt, lässt er sich in toto entfernen, ohne den Analsphinkter zu tangieren. Ist dies nicht der Fall, muss der Patient auf Dauer mit einem Stoma leben. Die US-amerikanischen Chirurgen verglichen die Ergebnisse von 180 Patienten mit einem Rektumkarzinom, die vor der Pandemie (März 2016–Februar 2020) operiert worden waren, mit 54, die ihre Operation während der COVID-Ära (März 2020 bis Februar 2021) erhielten. Die Rate der lokal fortgeschrittenen T3/T4-Rektumkarzinome hatte sich von 58 % auf 79 % erhöht, die mit Metastasen hatte sich relativ verdreifacht (3 % auf 9 %).

Hinzu kam, dass die später Operierten viel öfter eine neoadjuvante Therapie benötigten (52 % vs. 15 %) und bei ihnen signifikant seltener der Darmausgang intakt erhalten werden konnte (73 % vs. 86 %).

Tumoren weiter fortgeschritten

Ein aktueller Review fast die Datenlage zusammen und betont nach Auswertung von 43 Studien ebenfalls, dass sich die Diagnose kolorektaler Karzinome global um bis zu 26 % der Fälle verzögert habe (9). Behandlungen – Operationen, Bestrahlungen und Chemotherapie – seien hinausgeschoben, unterbrochen oder ganz gestoppt worden. Dies bei einem Krebs, der weltweit am dritthäufigsten diagnostiziert wird und die zweithäufigste onkologische Todesursache darstellt.

Wiegering hält es angesichts dieser Entwicklungen für umso mehr geboten, dass die Patienten an den von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Kliniken möglichst optimale Therapien erhalten (10, 11). In Zentren, denen dieses Qualifikationsmerkmal fehlt, ist doppelt so häufig mit Komplikationen im Rahmen der Operation zu rechnen und die Überlebenszeit geringer. Dr. med. Martina Lenzen-Schulte

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit2422
oder über QR-Code.

Zahlreiche onkologische Kollateralschäden der Pandemie

  • Die COVID-DELAY-Studie aus 25 Onkologiezentren in Italien lässt erkennen, dass in den Monaten März–Dezember 2020 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr nicht nur weniger Lungentumoren (− 6,9 %) entdeckt worden waren; die, die entdeckt wurden, waren zudem in fortgeschritteneren Stadien. Während der Lockdownzeiten war der Rückgang der Diagnosen sogar fast doppelt so hoch (minus 12 %) (12).
  • Von einem Bann elektiver Operationen waren in New York von März–Juni 2020 auch bösartige oder prämaligne Tumoren von Uterus und Ovarien betroffen. 40 % der Patientinnen mussten eine Verzögerung hinnehmen; gleichwohl erhielten danach 93 % der betroffenen Frauen die geplante Operation (13).
  • Ein Team des Huntsman Krebsinstitutes der Universität in Salt Lake City/Utah zeigte, dass die ohnehin prognostisch ungünstigen Cholangiokarzinome in der Pandemie verzögert adjuvant behandelt wurden – es dauerte im Median 59 Tage (45–78 Tage). Lag der Therapiestart jenseits dieser Zeitspanne, beeinflusste dies das Gesamtüberleben negativ, so die Autoren (14).
  • Studien aus verschiedenen Ländern weisen nach, dass in der Pandemie signifikant weniger Frauen das Brustkrebsscreening wahrnahmen. Daher stieg bei Entdeckung der Anteil der weiter fortgeschrittenen, aggressiveren oder bilateral auftretenden Mammakarzinome. Von diesen Nachteilen sind insbesondere ältere Patientinnen betroffen (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19).
1.
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