ArchivDeutsches Ärzteblatt30/1996Vergangenheit: Der ethische Damm könnte brechen

SPEKTRUM: Leserbriefe

Vergangenheit: Der ethische Damm könnte brechen

Vogelsang, G.

Zu dem Beitrag "Wertebild der Ärzteschaft: Lehren aus einer üblen Vergangenheit" von Norbert Jachertz in Heft 25/1996 und dem Post Scriptum in Heft 21/1996 "Zu Ehren von Anton Mertens":
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LNSLNS Sicherlich gewollt sind die beklemmenden Parallelen zum heutigen Zeitgeist, die sich bei der Beschreibung des gesellschaftlichen Klimas vor 50 Jahren uns allen aufdrängen, wenn wir das Referat von Herrn Dr. Möhrle, Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen, lesen. Sicherlich trifft im heutigen Deutschland die "Nützlichkeitsethik" eines Singer mehrheitlich auf Widerstand. Es ist aber zu befürchten, daß bei ernsthaften Versorgungsdefiziten, wie sie unter anderem durch die Klimakatastrophe eintreten könnten, der ethische Damm auch in der Ärzteschaft wiederum bricht.
Hellhörig machen die Relativierungen von Nagel zur Forschung an Einwilligungsunfähigen, denn den entscheidenden Punkt erwähnt er nicht: Welche Forschung könnte diesen Mitmenschen nützen, solange es riesige psychiatrische Forschungsdefizite gibt, die an Einwilligungsfähigen durchgeführt werden können?
Dr. med. H. G. Vogelsang, Leydelstraße 35, 47802 Krefeld
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