ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2000Nierentransplantation: Übereinstimmung der HLA-Typen ausschlaggebend

MEDIZIN: Referiert

Nierentransplantation: Übereinstimmung der HLA-Typen ausschlaggebend

Dtsch Arztebl 2000; 97(15): A-997 / B-825 / C-773

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LNSLNS Eine britische Studie weist erneut auf die Bedeutung der Kompatibilität von Oberflächenantigenen menschlicher Leukozyten (human leucocyte antigen, HLA) bei der Nierentransplantation hin. An 23 Zentren in Großbritannien waren von 1986 bis 1993 insgesamt 6 363 Nierentransplantationen vorgenommen worden. Die besten Langzeitergebnisse ließen sich erzielen, wenn bei der Einteilung in die HLA-Typen A, B und DR mit jeweils mehreren Antigen-Loci eine größtmögliche Übereinstimmung erzielt wurde. Darüber hinaus waren das Alter des Spenders sowie das des Empfängers von großer Bedeutung. Andere Faktoren wie Begleiterkrankung des Empfängers, Todesursache des Spenders, Dauer der so genannten kalten Ischämiezeit, Transportweg der Niere sowie Transplantationszentrum waren eher untergeordnete Variablen. Die Autoren favorisieren die bislang geübte und zuletzt vermehrt durchgeführte Praxis, explantierte Nieren möglichst HLA-kompatibel zu transplantieren und dabei Transporte in andere Zentren in Kauf zu nehmen. acc
Morris PJ et al.: Analysis of factors that affect outcome of primary cadaveric renal transplantation in the UK. Lancet 1999; 354: 1147-1152.
Sir Peter J Morris, Nuffield Department of Surgery, University of Oxford, John Radcliffe Hospital, Headington, Oxford OX3 9DU, England.

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