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a) Zerebrales MRT in axialer Schnittführung: Die FLAIR-Sequenz zeigt eine beidseitig hohe symmetrische Signalintensität in den Corpora mammillaria (weißer Pfeil) und im periaquäduktalen Grau (roter Pfeil); b) Zerebrales MRT in axialer Schnittführung, FLAIR-Sequenz: Beidseitig leicht erhöhte Signalintensität im dorsomedialen Thalamus (weißer Pfeil).
Abbildung a-b
a) Zerebrales MRT in axialer Schnittführung: Die FLAIR-Sequenz zeigt eine beidseitig hohe symmetrische Signalintensität in den Corpora mammillaria (weißer Pfeil) und im periaquäduktalen Grau (roter Pfeil); b) Zerebrales MRT in axialer Schnittführung, FLAIR-Sequenz: Beidseitig leicht erhöhte Signalintensität im dorsomedialen Thalamus (weißer Pfeil).

Eine 17-jährige Erstgebärende in der 13. Schwangerschaftswoche wurde mit einer seit vier Tagen bestehenden akuten schlaffen Lähmung und Verwirrtheit stationär aufgenommen. Die Patientin lebte alkoholabstinent und hatte keine Vorerkrankungen. Nach Angaben ihrer Angehörigen litt sie seit zwei Monaten an heftigem Erbrechen mit Appetitlosigkeit. Die Patientin war konfus, blass und kraftlos, aber fieberfrei. Bei der körperlichen Untersuchung fanden sich ein beidseitiger Nystagmus, eine Ataxie im Finger-Nase-Versuch, eine Areflexie sowie einer Schwäche der unteren Extremitäten (Kraftgrad 2/5). Im Labor fielen eine Anämie, eine leichte Hyponatriämie (130 mmol/L) und eine Hypokaliämie auf. In der zerebralen magnetresonanztomografischen Aufnahme (MRT) zeigte sich beidseitig eine hohe symmetrische Signalintensität in den Corpora mammillaria und im periaquäduktalen Grau (Abbildung a) sowie eine beidseitig leicht erhöhte Signalintensität im dorsomedialen Thalamus in der FLAIR- Sequenz (Abbildung b). Des Weiteren bestand ein Thiamin-Mangel bei einer Konzentration von 49 nmol/L. Die Diagnose lautete Wernicke-Enzephalopathie mit Beriberi infolge einer Hyperemesis gravidarum. Die Behandlung bestand aus intravenöser Thiamin-Supplementierung, Antiemetika und Elektrolytausgleich. Nach einer Woche unter dieser Behandlung bildete sich die Verwirrtheit zurück.

Dr. Khadija Saghir, Nissrine Louhab, Najib Kissani, Universite Cadi Ayyad Faculte de Medecine et de Pharmacie de Marrakech, saghirkhadija91@gmail.com

Interessenkonflikt: Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Zitierweise: Saghir K, Louhab N, Kissani, N: Wernicke encephalopathy. Dtsch Arztebl Int 2022; 119: 483a. DOI: 10.3238/arztebl.m2022.0030

►Vergrößerte Abbildung und englische Übersetzung unter: www.aerzteblatt.de

a) Zerebrales MRT in axialer Schnittführung: Die FLAIR-Sequenz zeigt eine beidseitig hohe symmetrische Signalintensität in den Corpora mammillaria (weißer Pfeil) und im periaquäduktalen Grau (roter Pfeil); b) Zerebrales MRT in axialer Schnittführung, FLAIR-Sequenz: Beidseitig leicht erhöhte Signalintensität im dorsomedialen Thalamus (weißer Pfeil).
Abbildung a-b
a) Zerebrales MRT in axialer Schnittführung: Die FLAIR-Sequenz zeigt eine beidseitig hohe symmetrische Signalintensität in den Corpora mammillaria (weißer Pfeil) und im periaquäduktalen Grau (roter Pfeil); b) Zerebrales MRT in axialer Schnittführung, FLAIR-Sequenz: Beidseitig leicht erhöhte Signalintensität im dorsomedialen Thalamus (weißer Pfeil).

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