ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2000PPI wirken besser bei H.-p.-positiven Patienten mit Reflux-Ösophagitis

MEDIZIN: Referiert

PPI wirken besser bei H.-p.-positiven Patienten mit Reflux-Ösophagitis

Dtsch Arztebl 2000; 97(15): A-1001 / B-831 / C-777

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LNSLNS Schon seit längerem wird diskutiert, ob Helicobacter pylori vor der Entwicklung einer Refluxkrankheit der Speiseröhre schützt, entwickeln doch bis zu 25 Prozent aller Ulcus-duodeni-Patienten nach erfolgreicher Helicobacter-Therapie Reflux-Ösophagitiden. Die Autoren berichten über eine Therapiestudie an 971 Patienten mit endoskopisch verifizierter Refluxösophagitis Grad 2 und 3, die über vier Wochen mit 40 mg Pantoprazol therapiert wurden. Die Prävalenz von Helicobacter pylori wurde mit 39,9 Prozent ermittelt. Bei Helicobacterpylori-positiven Patienten lagen die Heilungsraten sowohl nach vier als auch nach acht Wochen signifikant höher. Aus dieser Studie könnte man schließen, dass bei Patienten mit einer floriden Ösophagitis auf eine Helicobacter-Therapie bei positivem H.-p.-Nachweis verzichtet werden sollte, um PPI einzusparen. w


Holtmann G, Cain C, Malfertheiner P: Gastric Helicobacter pylori infection accelerates healing of reflux esophagitis during treatment with the proton pump inhibitor Pantoprazole. Gastroenterology 1999; 117: 11-16.
Gastroenterologie und Hepatologie Universitätsklinik Essen, Hufelandstraße 55, 45122 Essen.

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