ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2022Nuvaxovid-Nebenwirkungen: 696 Verdachtsfälle bei rund 121 000 Impfungen

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Nuvaxovid-Nebenwirkungen: 696 Verdachtsfälle bei rund 121 000 Impfungen

Hillienhof, Arne

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73 Prozent der Nebenwirkungen wurden von Verbrauchern und 27 Prozent aus medizinischen Fachkreisen gemeldet. Foto: picture alliance/dpa/Fabian Sommer
73 Prozent der Nebenwirkungen wurden von Verbrauchern und 27 Prozent aus medizinischen Fachkreisen gemeldet. Foto: picture alliance/dpa/Fabian Sommer

Das Paul-Ehrlich-Institut hat in Deutschland bis zum 27. Mai 2022 über das Spontanmeldesystem 696 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen nach Nuvaxovid-Impfung erfasst. Zu diesem Zeitpunkt waren 120 989 Impfdosen verabreicht worden. Die Melderate von Verdachtsfällen auf Impfnebenwirkungen liegt damit bei 58 Verdachtsfallmeldungen pro 10 000 Impfdosen. Der Proteinimpfstoff des Herstellers Novavax ist seit dem 25. Februar dieses Jahres in Deutschland verfügbar. Er besteht aus dem rekombinanten Spike-Protein der Ursprungsvariante von SARS-CoV-2 und einem Adjuvans. Er löst im menschlichen Organismus die Produktion neutralisierender Antikörper und eine T-Zell-Antwort gegen das Spike-Protein aus. Für eine vollständige Grundimmunisierung werden zwei Impfdosen im Abstand von drei Wochen intramuskulär verabreicht. In 107 Fällen wurden schwerwiegende unerwünschte Reaktionen gemeldet: 42 Patienten wurden im Krankenhaus behandelt. Insgesamt waren 44 Prozent aller gemeldeten Symptome zum Zeitpunkt der Verdachtsfallmeldung wieder vollständig abgeklungen beziehungsweise gebessert. 42 Prozent der berichteten Symptome wurden zum Meldezeitpunkt als anhaltend beschrieben und in zwölf Prozent der Fälle wurde keine Angabe gemacht. Zwei Prozent der Meldenden beschreiben bei grundsätzlich abgeklungener Symptomatik einen bleibenden Schaden. Im Beobachtungszeitraum wurde kein Todesfall gemeldet. hil

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