ArchivDeutsches ÄrzteblattOnlineFirst/2022Infektion mit SARS-CoV-2 in der Schwangerschaft
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Hintergrund: Im deutschen CRONOS-Register gewonnene Daten wurden verwendet, um das Risiko für einen komplizierten COVID-19-Verlauf bei einer SARS-CoV-2-Infektion in der Schwangerschaft unter besonderer Berücksichtigung der Schwangerschaftswoche und des Impfstatus sowie der Dynamik der Pandemie zu bewerten.

Methode: Daten aus zwei Erhebungsperioden (1. Periode 03/2020 bis 08/2021, 2. Periode 01/2022 bis 06/2022) der prospektiven Klinik-basierten Beobachtungsstudie CRONOS (DRKS00021208) wurden mit logistischen Regressionsmodellen untersucht. Für relevante COVID-19-spezifische Ereignisse innerhalb von vier Wochen nach positivem Testergebnis wurden Odds Ratios zum Vergleich zwischen 32 versus 22 Schwangerschaftswochen berechnet.

Ergebnisse: Daten zu 3 481 Frauen wurden ausgewertet. Das Risiko war für alle definierten COVID-19-spezifischen Ereignisse bei Erkrankung im ersten Trimester gering und nahm mit steigendem Schwangerschaftsalter bis zum frühen dritten Trimester zu. Beispielhaft betrug die Odds Ratio für eine Hospitalisierung wegen COVID-19 bei einer Infektion in 32 versus 22 Schwangerschaftswochen 1,4 (95-%-KonfidenzintervalI: [1,2; 1,7]). Das Risiko verringerte sich im Vergleich der Erhebungsperiode 2 gegen Periode 1 (Odds Ratio [OR ] 0,66; [0,50; 0,88]). Im Vergleich geimpfter Schwangerer gegen ungeimpfte Schwangere verringerte sich das Risiko weiter (OR 0,27; [0,18; 0,41]).

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse dienen als Beratungsgrundlage für prophylaktische oder therapeutische Maßnahmen wie die Gabe monoklonaler Antikörper und untermauern die Effektivität der Impfung für schwangere Frauen in der Omikron-Periode.

LNSLNS

Schwere COVID-19-Verläufe sind bei Frauen im reproduktiven Alter selten. Eine Infektion in der Schwangerschaft kann jedoch kompliziert verlaufen (1) und zu Früh- und Totgeburt führen (2, 3). Um die Auswirkung einer Infektion auf die Schwangerschaft besser zu erfassen, werden seit April 2020 im Krankenhaus-basierten CRONOS-Register („COVID-19 Related Obstetric and Neonatal Outcome Study in Germany“) der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) Daten von Frauen erfasst, die während der Schwangerschaft SARS-CoV-2-positiv getestet wurden (4). Auszüge der aus CRONOS gewonnenen Informationen werden wöchentlich unter www.dgpm-online.org veröffentlicht und für Empfehlungen und Leitlinien zur Betreuung von Schwangeren und deren Neugeborenen (5, 6, 7, 8) verwendet.

In der vorliegenden Arbeit werden die Fragen beantwortet, wie sich COVID-19 in Abhängigkeit vom Gestationsalter auf das maternale und perinatale Ergebnis auswirkt und welche Rolle die Omikron-Virusvariante im Vergleich zu vorherigen Varianten sowie der Impfstatus spielt.

Hierzu wurden COVID-19-spezifische Ereignisse innerhalb von vier Wochen nach Nachweis einer SARS-CoV-2-Infektion für an COVID-19 erkrankte schwangere Frauen aus zwei Erhebungsperioden betrachtet. Periode 1 umfasst Frauen mit Infektion vor dem 24.08.2021 (Zeitraum bis zum Beginn des Auftretens der Delta-Variante [9] und vor Veröffentlichung einer allgemeinen Impfempfehlung für Schwangere in Deutschland am 17.09.2021 [8]). Periode 2 umfasst Daten von Frauen mit Infektionsdatum zwischen dem 17.01.2022 und 16.06.2022 (Zeitraum mit > 95-% Omikron-Dominanz [9]).

Methode

CRONOS ist eine multizentrische prospektive Beobachtungsstudie mit 130 aktiv rekrutierenden Kliniken in Deutschland und Österreich (Stand 16.06.2022). Eingeschlossen werden Frauen mit akuter oder stattgehabter SARS-CoV-2-Infektion in der Schwangerschaft, die indikationsunabhängig in einer der beteiligten Geburtskliniken betreut wurden. Ein Ethikvotum besteht (UKSH Kiel, AZ: D 451/20) ergänzt durch Voten der lokalen Ethikkommissionen. Informationen zu CRONOS sind auf der Webseite www.dgpm-online.org und im Deutschen Register Klinischer Studien (DRKS00021208) veröffentlicht. Die Methodik des Registers wurde an anderer Stelle beschrieben (4, 10, 11, 12). Für die Auswertung ungünstiger Ereignisse in Abhängigkeit vom Gestationsalter bei symptomatischer Infektion (COVID-19) wurde der Datensatz aus Periode 1 analysiert. Eine Abschätzung der Auswirkung der Omikron-Variante erfolgte über den Vergleich der Daten aus Periode 1 mit bisher verfügbaren Daten aus Periode 2. Zur Vergleichbarkeit beider Perioden unter Berücksichtigung ausstehender Rekrutierungsnachträge in Periode 2 wurden in beiden Datensätzen mit ab 22 Schwangerschaftswochen (SSW) an COVID-19 erkrankten Patientinnen gewählt, die innerhalb von vier Wochen nach Infektion Kontakt zur Klinik (ambulant oder stationär) aufnahmen. Aufgrund ausstehender Perinataldaten in Periode 2 erfolgte eine Restriktion der Auswertung auf maternale COVID-19-bezogene Ereignisse.

Folgende maternale COVID-19-bezogene Eeignisse wurden definiert:

  • stationäre Aufnahme wegen COVID-19 innerhalb von vier Wochen nach Infektion
  • Pneumonie, definiert nach klinischem Befund oder Notwendigkeit zur Sauerstofftherapie
  • Intensivüberwachung, invasive Beatmung oder Tod der Schwangeren
  • iatrogene Entbindung wegen COVID-19 innerhalb von vier Wochen nach Infektion.

Für Erhebungsperiode 1 wurden zusätzlich folgende perinatale Ereignisse definiert:

  • Schwangerschaftsbeendigung (Fehlgeburt oder frühe Geburt < 37+0 SSW) innerhalb von vier Wochen nach Infektion
  • Entbindung innerhalb von vier Wochen nach Infektion mit anschließender Verlegung des Neugeborenen auf die neonatale Intensivstation (NICU) oder ante- oder postnatalem Tod des Kindes.

Die Auswertung dieser Ergebnisse erfolgte durch logistische Regressionsmodelle und Berechnung von Odds Ratios im Vergleich von 32 versus 22 SSW bei Infektionsnachweis unter besonderer Berücksichtigung möglicher Confounder wie mütterlichem Alter, BMI, Nebenerkrankungen und des Impfstatus.

Für eine ausführliche Beschreibung der Analysestrategie, Begründung definierter SSW bei Odds Ratios, Datenaufarbeitung, Ausschlusskriterien und Begründung des Ausschlusses asymptomatisch infizierter Frauen aus Modellrechnungen wird auf die im eMethodenteil beschriebenen Abschnitte „Methode“, „Maßnahmen gegen Bi-as“, „Statistik“ sowie die ergänzenden Ergebnisse mit eTabelle 1 und eTabelle 2 sowie eGrafik 1, eGrafik 2 und eGrafik 3 verwiesen.

Flow Chart der Datenaufarbeitung aus Erhebungsperiode 1 mit jeweiligen, den Berechnungen zugrunde liegenden Ein- und Ausschlusskriterien
eGrafik 1
Flow Chart der Datenaufarbeitung aus Erhebungsperiode 1 mit jeweiligen, den Berechnungen zugrunde liegenden Ein- und Ausschlusskriterien
Anzahl SARS-CoV-2 positiver schwangerer Frauen der Kohorte aus Erhebungsperiode 1
eGrafik 2
Anzahl SARS-CoV-2 positiver schwangerer Frauen der Kohorte aus Erhebungsperiode 1
Flow-Chart der Datenaufarbeitung mit jeweiligen, den Berechnungen zugrunde liegenden Ein- und Ausschlusskriterien für den Vergleich der Erhebungsperiode 1 mit Erhebungsperiode 2 unter Berücksichtigung des Impfstatus
eGrafik 3
Flow-Chart der Datenaufarbeitung mit jeweiligen, den Berechnungen zugrunde liegenden Ein- und Ausschlusskriterien für den Vergleich der Erhebungsperiode 1 mit Erhebungsperiode 2 unter Berücksichtigung des Impfstatus
Ausgewählte mütterliche Charakteristika und Outcome-Parameter zur Schwangerschaft und zur SARS-CoV-2-Infektion
eTabelle 1
Ausgewählte mütterliche Charakteristika und Outcome-Parameter zur Schwangerschaft und zur SARS-CoV-2-Infektion
Ausgewählte perinatale und kindliche Charakteristika und Outcome-Parameter
eTabelle 2
Ausgewählte perinatale und kindliche Charakteristika und Outcome-Parameter

.

Einfluss des Gestationsalters bei Infektion auf das maternale und perinatale Ergebnis

Zur Modellierung wurden Daten aus Periode 1 mit 1 827 COVID-19 erkrankten Fällen herangezogen. Von diesen waren 1 773 (97 %) Frauen ungeimpft, bei 54 (3 %) Frauen war der Impfstatus nicht bekannt. Zum Zeitpunkt des Datenauszuges war bei 1 497 (82,0 %) Frauen die Schwangerschaft beendet. Mütterliche und perinatale Charakteristika sind zusammen mit den in Erhebungsperiode 1 inkludierten 701 asymptomatischen Frauen im eMethodenteil und in den eTabellen 1 und 2 beschrieben.

Maternale COVID-19-bezogene Ereignisse aus Erhebungsperiode 1

Innerhalb von vier Wochen nach Infektionsnachweis wurden 738 (40,4 %) Frauen stationär aufgenommen, 318 (17,4 %) wegen COVID-19. Das Risiko einer Aufnahme wegen COVID-19 innerhalb von vier Wochen nach positivem Testergebnis stieg von 5 % (95-%-Konfidenzintervall: [3; 10 ]) im ersten Trimester auf etwa 22 % [17; 26] im frühen dritten Trimester. Das höchste Risiko hatten Frauen mit einem Infektionsnachweis um 30 SSW (Grafik 1a, Tabelle 1). Das Risiko einer COVID-19 Pneumonie stieg von < 2 % [1; 6] nach 12 SSW auf circa 14 %: [11; 18] im frühen dritten Trimenester. Das höchste Risiko hatten Frauen mit Infektionsnachweis um 32 SSW (Grafik 1b, Tabelle 1). Das Risiko für eine Verlegung auf die Intensivstation (ICU) beziehungsweise für invasive Beatmung (IV) stieg von < 0,3 % (ICU, [0; 3]) beziehungsweise < 0,1 % (IV, [0; 3]) im ersten Trimester auf circa 7 % [5; 11]) (ICU, Grafik 1c, Tabelle 1) beziehungsweise circa 4 % (IV, [2; 8]) im frühen dritten Trimester, mit dem höchsten Risiko bei 29 SSW (Grafik 1d, Tabelle 1). Odds Ratios für alle Ergebnisse für den Vergleich des Risikos in 32 versus 22 SSW sind in Tabelle 1 dargestellt. Die Wahrscheinlichkeit, eine Schwangerschaft wegen COVID-19 innerhalb von vier Wochen nach Infektionsnachweis zu beenden, stieg vom frühen zweiten bis zum frühen dritten Trimester und lag nach 32 SSW bei 4 % (Grafik 1e, Tabelle 1). Neben dem Gestationsalter beeinflussen ein höherer prägravider Body-Mass-Index und ein höheres maternales Alter die Ergebnisse ungünstig (Tabelle 1). Vier Patientinnen sind gestorben. Von diesen infizierten sich drei Patientinnen im frühen dritten Trimester (29/30 SSW).

Risiko für ungünstige COVID-19-bezogene und perinatale Ereignisse
Tabelle 1
Risiko für ungünstige COVID-19-bezogene und perinatale Ereignisse

Perinatale Ergebnisse aus Erhebungsperiode 1

Unter 1 497 Frauen mit dokumentiertem Schwangerschaftsausgang hatten 17 Frauen eine Fehlgeburt vor 24 SSW und 218 Frauen eine Frühgeburt (24+0 bis 36+6 SSW). Der Anteil an Frühgeburten unter den 1 179 Frauen mit Infektionsnachweis vor 37+0 SSW betrug 18,5 %. Bei 18 Schwangerschaften (1,2 %

Wahrscheinlichkeit eines COVID-19 bezogenen Ereignisses bei einem SARS-CoV-2-Infektionsnachweis zu einer definierten Schwangerschaftswoche
Grafik 1
Wahrscheinlichkeit eines COVID-19 bezogenen Ereignisses bei einem SARS-CoV-2-Infektionsnachweis zu einer definierten Schwangerschaftswoche
) kam es zu einer Totgeburt, zwei dieser Kinder wiesen letale chromosomale Anomalien auf. Vier der lebendgeborenen Kinder verstarben postnatal aus unterschiedlichen Gründen. Insgesamt stieg das Risiko, eine Fehl- oder eine Frühgeburt innerhalb von vier Wochen nach Infektionsnachweis zu erleiden, von < 2 % bei Infektion im ersten Trimester auf circa 11 % im frühen dritten Trimester und > 16 % nach 31 SSW (Grafik 2a, Tabelle 1). Bei 602 der 1 497 Frauen (40,2 %) kam es innerhalb von 4 Wochen nach Infektionsnachweis zum Schwangerschaftsende. Das Risiko für eine Entbindung innerhalb von vier Wochen mit Verlegung eines Kindes auf eine NICU oder ante- oder postnatalem Tod eines Kindes stieg bei Infektion zwischen 22 SSW und 32 SSW von circa 6 % [4; 9] auf circa 12 % [9; 15] und blieb bis zum errechneten Termin auf gleichbleibendem Niveau (Grafik 2b, Tabelle 1). Odds Ratios für die entsprechenden Ergebnisse für den Vergleich des Risikos in 32 versus 22 SSW sind in Tabelle 1 dargestellt. Zusätzliche Risikofaktoren waren ein höherer Body-Mass-Index, ein höheres maternales Alter und ein vorbestehender Diabetes der Mutter (Tabelle 1).

Wahrscheinlichkeit eines perinatalen Ereignisses bei einem SARS-CoV-2-Infektionsnachweis zu einer definierten Schwangerschaftswoche
Grafik 2
Wahrscheinlichkeit eines perinatalen Ereignisses bei einem SARS-CoV-2-Infektionsnachweis zu einer definierten Schwangerschaftswoche

Vergleich der zwei Erhebungsperioden zu COVID-19-spezifischen Ereignissen

Im Datenauszug der Periode 1 wurden in 18 Monaten 953 Frauen, und in Periode 2 in sechs Monaten 969 Frauen erfasst, die ab 22 SSW an COVID-19 erkrankt sind und innerhalb von vier Wochen nach Infektion Kontakt zur Klinik aufnahmen (eGrafik 3). Während in Periode 1 keine Frau geimpft war, waren dies in der zweiten Erhebungsperiode 506 (51,2 %) Frauen (fehlende Angaben in 75 Fällen). Unter Ungeimpften war in Periode 2 der Anteil der wegen COVID-19 stationär behandelten Schwangeren um etwa ein Viertel geringer als in Periode 1. Auch hatten weniger Frauen eine Pneumonie, beziehungsweise die Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Behandlung oder invasiven Beatmung, und wurden weniger Frauen wegen COVID-19 entbunden (Tabelle 2). Keine der Frauen in Periode 2 ist verstorben. Geimpfte hatten im Vergleich zu ungeimpften Frauen aus Periode 2 eine niedrigere Hospitalisations- und Pneumonie-Rate sowie eine niedrigere Wahrscheinlichkeit, wegen COVID-19 entbunden zu werden (Tabelle 2). Die Odds Ratio für eine Entbindung wegen COVID-19 zum Beispiel betrug für Geimpfte im Vergleich zu Ungeimpften 0,30: ([0,10; 0,84]; p = 0,02) (Tabelle 3). Kein Unterschied ergab sich bezüglich der insgesamt sehr seltenen Intensivbehandlungen oder invasiven Beatmungen (Tabelle 2). Odds Ratios weiterer Ergebnis-Parameter zum Vergleich ungeimpfter und geimpfter Frauen aus Periode 1 und 2 finden sich in Tabelle 3.

Häufigkeit relevanter COVID-19-spezifischer Ereignisse
Tabelle 2
Häufigkeit relevanter COVID-19-spezifischer Ereignisse
Risiko für relevante definierte Ergebnisse
Tabelle 3
Risiko für relevante definierte Ergebnisse

Diskussion

Schwangere Frauen stellen in der Pandemie eine besonders zu berücksichtigende Patientinnengruppe dar. COVID-19-spezifische Medikamente sind in der Schwangerschaft zumeist nicht erprobt, ihr Einsatz unterliegt einer strengen Indikationsstellung (6, 13) unter Kenntnis des tatsächlichen COVID-19-spezifischen Risikos. Die vorliegende Studie an deutschen Kliniken sowie der Uniklinik Linz (Österreich) ermöglicht eine Bewertung des Risikos für einen schweren COVID-19-Verlauf in Abhängigkeit vom Gestationsalter bei Infektion, der Virusvariante und des Impfstatus. Für ungeimpfte Schwangere mit COVID-19 steigt das Risiko für eine Hospitalisierung und Verlegung auf eine Intensivstation, je später in der Schwangerschaft eine Infektion mit SARS-CoV-2 auftritt. In der Periode 1 wurde etwa jede fünfte Schwangere bei Infektion mit 30 SSW wegen COVID-19 stationär aufgenommen und jede fünfzehnte intensivmedizinisch behandelt. Die Verlegungsrate auf die Intensivstation von 4,0 % unter allen beobachteten Frauen aus der Vor-Omikron-Periode deckt sich mit internationalen Beobachtungen. Metz et al. ermittelten in einem Kollektiv aus 17 US-amerikanischen Kliniken unter 2 352 Frauen mit positivem SARS-CoV-2-Test eine maternale Verlegungsrate auf eine Intensivstation von 3,7 % (14). In einer prospektiven schottischen Kohortenstudie mussten 2,1 % der 4 950 Frauen mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion auf die Intensivstation verlegt werden, wobei keine der Frauen mit einer Infektion im ersten Trimester betroffen war, jedoch 4,3 % der 1 557 Frauen des dritten Trimesters (15). Die Modellierung der CRONOS-Daten zeigt darüber hinaus eine wieder abnehmende Rate intensivmedizinischer Behandlungen nach 30 SSW. Da mit zunehmender fetaler Reife die Bereitschaft zur Entbindung steigt, wird – mit großer Zurückhaltung – ein positiver Effekt einer Entbindung durch Optimierung therapeutischer Optionen (zum Beispiel Möglichkeit der Bauchlagerung bei Beatmung) diskutiert (12). Eine Konsequenz dieser iatrogenen Entbindung macht sich in einem zunehmenden Anteil an Frühgeburten bemerkbar. Metz et al. beschreiben im Vergleich zu nicht SARS-CoV-2-infizierten Frauen eine um 3,7 % erhöhte Rate zu früher Geburten (14). Im eigenen Kollektiv fand sich bei jeder 7. Frau eine zu frühe Geburt – etwas weniger als im Kollektiv von Metz et al. (17,7 %) und etwas häufiger als bei Stock et al. (10,2 %). In der schottischen Studie ist die erweiterte perinatale Mortalitätsrate aus Totgeburt oder neonatalem Tod mit 8 von 1 000 Geburten erhöht, verglichen mit der Hintergrundrate von 5,6 auf 1 000 unter allen Geburten im gleichen Zeitraum. Die Studie von Stock et al. betrachtete isoliert auch die erweiterte perinatale Mortalität unter 5 766 geimpften Frauen, welche niedriger und bei 4,3 per 1 000 Geburten lag (15). Allerdings belegt die Studie ebenfalls die niedrige Impfrate unter Schwangeren: Im Oktober 2021 hatten 32,3 % der schwangeren Frauen einen vollen Impfschutz, während dies 77,4 % unter gleichaltrigen nichtschwangeren Frauen waren. Dass die Impfbereitschaft unter Schwangeren nicht hoch ist, deckt sich mit den eigenen Erfahrungen (16) und Ergebnissen der vorliegenden Arbeit. In der aktuellen „Omikron“-Erhebungsperiode aus den vergangenen sechs Monaten waren knapp die Hälfte der Frauen im CRONOS-Register ungeimpft. Auch wenn schwere Verläufe in der Omikron-Periode kaum beobachtet werden, lässt sich ein protektiver Effekt durch die Impfung aus den Daten ableiten. Mit Verweis auf die Evidenz zur Sicherheit der mRNA-Impfstoffe in der Schwangerschaft (8, 17, 18) können die hier präsentierten Ergebnisse gut genutzt werden, um über das Risiko durch eine Infektion unter Ungeimpften zu informieren.

In der vorliegenden Studie werden Daten aus 130 Geburtenkliniken unterschiedlicher Versorgungslevel ausgewertet, in denen etwa ein Drittel aller Geburten in Deutschland stattfinden. In Deutschland sucht nahezu jede Frau spätestens am Ende der Schwangerschaft eine Klinik auf. Trotz dieser deutlichen Stärke sind einige Limitationen der Studie zu diskutieren. Zwar ist eine vollständige Erfassung auch von Frauen im Zustand nach Infektion in frühen Schwangerschaftswochen möglich, diese kann jedoch aus verschiedenen Gründen (zum Beispiel Verzerrung bei der Wiedereinbestellung, der Einschleusung in die Studie etc.) nicht garantiert werden. Darüber hinaus ist die Dunkelziffer unerkannter SARS-CoV-2-positiver Frauen in frühen Schwangerschaftswochen besonders hoch. Dies lässt eine Überschätzung schwerer Verläufe vom ersten bis zum Anfang des dritten Trimesters vermuten und könnte die relative Reduktion schwerer Verläufe am Ende der Schwangerschaft mit erklären. Asymptomatische Frauen werden sehr häufig erkannt, wenn sie wegen (vorbestehender) Schwangerschaftskomplikationen oder zur Geburt die Klinik aufsuchen. Diese „Incidential COVIDs“ tragen in frühen Schwangerschaftswochen zu einer erhöhten Frühgeburtenrate mit und nicht wegen COVID-19 bei. Durch die Überrepräsentation in späten Schwangerschaftswochen verzerren asymptomatische Frauen jedoch auch hier die Ergebnisse für schwangerschaftswochenbezogene Ereignisse. Um diesem Bias entgegenzuwirken, fokussiert die Studie auf an COVID-19 erkrankte, also symptomatische Patientinnen. Somit können Kernaussagen dieser Studie und insbesondere die relative Risikoerhöhung mit steigendem Schwangerschaftsalter unter Frauen mit COVID-19 als valide betrachtet werden. Durch ein begleitendes Monitoring, wöchentliche Auswertungen und enge Kommunikation mit den Kliniken bei Eingaben schwerwiegender Ereignisse (mütterlicher schwerer Verlauf, kindlicher Tod, kindliche Infektion) wurde die Qualität der Daten garantiert.

Fazit

Ein höheres Schwangerschaftsalter nach 22 SSW bei Infektion zusammen mit einem höheren BMI oder maternalen Alter sind wichtige Risikofaktoren eines schweren COVID-19-Verlaufs. Zudem spielt die Virusvariante eine Rolle: Im Vergleich zu früheren Varianten kam es in der Omikron-Periode zu weniger schweren Verläufen unter schwangeren Frauen. Neben der weniger virulenten Variante können Erfahrungen im Umgang mit der Erkrankung und bessere Behandlungsstrategien hierzu beigetragen haben. Auch werden geimpfte Frauen seltener stationär wegen COVID-19 behandelt oder entbunden, als ungeimpfte Frauen. Die Daten unterstreichen die Empfehlung der Stiko für Schwangere, sich (ab dem 2. Trimester) gegen COVID-19 impfen zu lassen (8).

Die hier dargestellten Daten können Ärztinnen und Ärzten als Beratungsgrundlage dienen, um die Impfbereitschaft unter Schwangeren zu erhöhen oder um medikamentöse Therapien wie die Gabe monoklonaler Antikörper (13) zu erwägen. Bei aller Unsicherheit in Bezug auf neue Virusvarianten und mögliche weitere COVID-19-Wellen im kommenden Herbst sollte die Zeit bis dahin genutzt werden, insbesondere Frauen im reproduktiven Alter nicht nur mit einem Impfangebot zu erreichen, sondern ihnen auch die Risiken einer SARS-CoV-2-Infektion in der Schwangerschaft mit den erheblichen Konsequenzen für das Ungeborene zu vermitteln.

Das CRONOS-Register zeigt, dass eine repräsentative Erfassung von Daten ausgewählter Risikogruppen in Deutschland unter der Leitung wissenschaftlicher Fachgesellschaften möglich ist. Ein Fortbestand dieser etablierten Register-Infrastruktur auch zwischen Pandemiephasen ist – eine entsprechende Finanzierung von Datenerhebung und -auswertung voraussetzend – für die Betreuung von Schwangeren, Wöchnerinnen und Stillenden und deren neugeborenen Kindern von erheblichem medizinischen Nutzen (7). CRONOS-Netzwerk: siehe eKasten.

CRONOS-Netzwerk
eKasten
CRONOS-Netzwerk

Interessenkonflikt
Prof. Pecks erhielt für Teile des CRONOS-Projektes von der Krumme-Stiftung (F379155) und dem Land Schleswig-Holstein (K128002) finanzielle Zuwendungen. Für Vorträge zum Thema erhielt Prof. Pecks Vortragshonorare von Roche Diagnostics und Jenapharm. Prof. Pecks ist Forschungsbeauftragter und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin und leitet aus dieser Funktion heraus das CRONOS-Register.

Prof. Rüdiger leistet ehrenamtliche Arbeit im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM).

Die übrigen Autorinnen und die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 09.03.2022, revidierte Fassung angenommen: 30.06.2022

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Ulrich Pecks
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Kiel
Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel
Ulrich.Pecks@uksh.de

Zitierweise
Pecks U, Mand N, Kolben T, Rüdiger M, Oppelt P, Zöllkau J, Dempfle A for the CRONOS Network: SARS-CoV-2 infection during pregnancy—an analysis of clinical data from Germany and Austria from the CRONOS Registry. Dtsch Arztebl Int 2022; 119. DOI: 10.3238/arztebl.m2022.0266

Dieser Beitrag erschien online am 28.07.2022 (online first) unter www.aerzteblatt.de.

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eLiteratur, eMethodenteil, eTabellen, eGrafiken, eKasten:
www.aerzteblatt.de/m2022.0266 oder über QR-Code

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Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel: Prof. Dr. med. Ulrich Pecks
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Philipps-Universität Marburg: Dr. med. Nadine Mand
Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Klinikum der LMU München: Prof. Dr. med. Thomas Kolben
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Fachbereich Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin, Medizinische Fakultät der Technischen Universität Dresden: Prof. Dr. med. Mario Rüdiger
Zentrum für feto/neonatale Gesundheit an der Technischen Universität Dresden: Prof. Dr. med. Mario Rüdiger
Universitätsklinik für Gynäkologie, Geburtshilfe & gyn. Endokrinologie, Johannes Kepler Universität, Linz, Österreich: Prof. Dr. med. Peter Oppelt
Klinik für Geburtsmedizin, Universitätsklinikum Jena: Dr. med. Janine Zöllkau
Institut für Medizinische Informatik und Statistik, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel: Prof. Dr. rer. physiol. Astrid Dempfle
Wahrscheinlichkeit eines COVID-19 bezogenen Ereignisses bei einem SARS-CoV-2-Infektionsnachweis zu einer definierten Schwangerschaftswoche
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Wahrscheinlichkeit eines COVID-19 bezogenen Ereignisses bei einem SARS-CoV-2-Infektionsnachweis zu einer definierten Schwangerschaftswoche
Wahrscheinlichkeit eines perinatalen Ereignisses bei einem SARS-CoV-2-Infektionsnachweis zu einer definierten Schwangerschaftswoche
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Wahrscheinlichkeit eines perinatalen Ereignisses bei einem SARS-CoV-2-Infektionsnachweis zu einer definierten Schwangerschaftswoche
Risiko für ungünstige COVID-19-bezogene und perinatale Ereignisse
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Risiko für ungünstige COVID-19-bezogene und perinatale Ereignisse
Häufigkeit relevanter COVID-19-spezifischer Ereignisse
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Häufigkeit relevanter COVID-19-spezifischer Ereignisse
Risiko für relevante definierte Ergebnisse
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Risiko für relevante definierte Ergebnisse
Flow Chart der Datenaufarbeitung aus Erhebungsperiode 1 mit jeweiligen, den Berechnungen zugrunde liegenden Ein- und Ausschlusskriterien
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Flow Chart der Datenaufarbeitung aus Erhebungsperiode 1 mit jeweiligen, den Berechnungen zugrunde liegenden Ein- und Ausschlusskriterien
Anzahl SARS-CoV-2 positiver schwangerer Frauen der Kohorte aus Erhebungsperiode 1
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Anzahl SARS-CoV-2 positiver schwangerer Frauen der Kohorte aus Erhebungsperiode 1
Flow-Chart der Datenaufarbeitung mit jeweiligen, den Berechnungen zugrunde liegenden Ein- und Ausschlusskriterien für den Vergleich der Erhebungsperiode 1 mit Erhebungsperiode 2 unter Berücksichtigung des Impfstatus
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Flow-Chart der Datenaufarbeitung mit jeweiligen, den Berechnungen zugrunde liegenden Ein- und Ausschlusskriterien für den Vergleich der Erhebungsperiode 1 mit Erhebungsperiode 2 unter Berücksichtigung des Impfstatus
CRONOS-Netzwerk
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Ausgewählte mütterliche Charakteristika und Outcome-Parameter zur Schwangerschaft und zur SARS-CoV-2-Infektion
eTabelle 1
Ausgewählte mütterliche Charakteristika und Outcome-Parameter zur Schwangerschaft und zur SARS-CoV-2-Infektion
Ausgewählte perinatale und kindliche Charakteristika und Outcome-Parameter
eTabelle 2
Ausgewählte perinatale und kindliche Charakteristika und Outcome-Parameter
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