Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hintergrund: Untersucht wurden in Abhängigkeit von der Art der Zuweisung zu einer universitären Zentralen Notaufnahme (ZNA) die stationären Aufnahmeraten und die bei stationärer Aufnahme erforderlichen Ressourcen.

Methode: Die Daten von Patientinnen und Patienten, die 2019 in der ZNA des Universitätsklinikums Leipzig behandelt wurden, wurden retrospektiv analysiert. Folgende Parameter wurden erfasst: Prozessdaten, Art der Zuweisung, stationäre Aufnahme oder aus der ZNA entlassen sowie Leitsymptom nach Klassifizierung in „Trauma“ und „Non-Trauma“. Für stationäre Patienten wurden die Kennzahlen Patient Clinical Complexity Level (PCCL), Krankenhaus-Verweildauer und Intensivtherapie (mit Beatmung) erhoben.

Ergebnisse: Die Daten zu 34 178 Patienten (50,9 ± 22,2 Jahre, m/w 53,8 %/46,2 %) konnten analysiert werden, 28,8 % mit „Trauma“, 71,2 % mit „Non-Trauma“. Haupteinweiser waren: Rettungs- und Notarztdienst (47,7 %) sowie Selbsteinweiser (44,7 %). 7,6 % der Patienten wurden durch eine Ärztin/einen Arzt eingewiesen. 62,6 % konnten nach Diagnostik und Therapie wieder aus der ZNA entlassen werden. 37,4 % wurden stationär aufgenommen. Gegenüber Selbsteinweisern war die adjustierte Odds Ratio (OR) für eine stationäre Aufnahme erhöht bei der Einweisung durch eine Ärztin/einen Arzt (OR 2,2), den Rettungsdienst ohne Notarzt (OR 3,4), einen Notarzt (OR 9,3) und einen Rettungshubschrauber (OR 44,1). 49,1 % der Patienten mit einem Trauma kamen auf eigene Initiative in die ZNA, 36 % wurden durch den Rettungsdienst zugeführt. Ein höheres Risiko für eine stationäre Aufnahme hatten ältere und männliche Patienten insbesondere bei Non-Trauma. 30,4 % der stationären Patienten mussten intensivmedizinisch behandelt, 35,5 % davon beatmet werden.

Schlussfolgerung: Ob es zu einer Klinikaufnahme zur stationären Weiterbehandlung kommt, hängt vom Zuweiser und vom Leitsymptom bei Aufnahme in der ZNA ab. Auch Selbstzuweisungen sind gerechtfertigt und machen bei jedem sechsten Patienten und besonders bei Leitsymptomen aus dem Non-Trauma-Bereich eine stationäre (teilweise intensivmedizinische) Weiterbehandlung notwendig. Der hohe Anteil (rund 95 %) aus der ZNA wieder entlassener Selbstzuweiser nach einem Trauma deutet darauf hin, dass viele dieser ZNA-Zuweisungen in erster Linie zur Ausschlussdiagnostik erfolgen beziehungsweise im niedergelassenen Bereich entsprechende Versorgungsmöglichkeiten fehlen.

LNSLNS

Mit rund 10,5 Millionen Patientinnen und Patienten jährlich übernehmen Zentrale Notaufnahmen (ZNA) in Deutschland den größeren Anteil der zusammen mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst ambulant behandelten 19 Millionen Akut- und Notfallpatienten. Zusammen mit 8,7 Millionen nach Diagnostik und Behandlung stationär verbleibenden Patienten liegt die Hauptlast der Akut- und Notfallversorgung in Deutschland weiterhin in den ZNA (e1).

Das Gutachten des Sachverständigenrats 2018 beschreibt Mängel bei der Organisation, Vorhaltung und Abstimmung zwischen dem ambulanten Bereich und der stationären Notfallversorgung. Eine Anpassung der Versorgungsstrukturen und eine bessere Steuerung gerade auch der fußläufigen Patienten wird gefordert (e2). Nicht nur in der Boulevardpresse wird dabei der Eindruck vermittelt, die hohen Fallzahlen der ZNA mit „überfüllten Ambulanzen, genervten Patienten und überfordertem Personal“ seien im Wesentlichen mit einer großen Zahl dort unnötigerweise behandelter Patienten, die ebenso gut auch im niedergelassenen Bereich therapiert werden könnten, zu erklären. Darüber hinaus seien der Diagnostik- und Behandlungsaufwand und damit die Kosten zu hoch und viele stationäre Aufnahmen nicht notwendig (1, e3, e4, e5, e6).

Die Diskussion um das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG), das die Steuerung der Patienten in den geeigneten Versorgungsbereich aufgreift, verstärkt diesen Eindruck. Die Ergebnisse aktueller Beratungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Ersteinschätzung und Steuerung der Patienten bleiben abzuwarten (e7, e8).

Verschiedene Vorschläge, wie beispielsweise eine Verpflichtung fußläufiger Patienten, primär eine zentrale Anlaufstelle im niedergelassenen Bereich als einzigen Zugang zur Notfallversorgung aufzusuchen, und sich erst auf Basis einer dort erfolgten Ersteinschätzung in einer Klinik vorzustellen, werden diskutiert. Die eigeninitiierte Vorstellung von fußläufigen Patienten in ZNA solle auf ein Minimum reduziert werden beziehungsweise nicht mehr möglich sein (1). Allerdings wird die sichere Steuerung von Patienten in die geeignete Behandlungsebene unter Berücksichtigung der -dringlichkeit von anderen Autorinnen und Autoren als eine anspruchsvolle Herausforderung und mit den aktuell vorgeschlagenen Ersteinschätzungssystemen nur unzureichend umsetzbar beschrieben (2). Zu berücksichtigen ist dabei allerdings eine höhere Vortestwahrscheinlichkeit für ein gravierendes medizinisches Problem bei Vorstellung in der ZNA als bei Vorstellung im niedergelassenen Bereich (3, 4, 5, 6). Somit wäre bei Zuweisungen aus anderen medizinischen Versorgungsbereichen eine höhere Rate an stationären Aufnahmen zu erwarten als bei eigeninitiierter Vorstellung.

Ziel der vorliegenden Untersuchung war es daher, in Abhängigkeit vom Zuweiser beziehungsweise bei Selbstzuweisern einer ZNA die stationären Aufnahmeraten und bei stationär aufgenommenen Patienten die für die Versorgung notwendigen Ressourcen zu evaluieren.

Methodik

In einer retrospektiven Untersuchung wurden anonymisierte Datensätze aller in der ZNA des Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zwischen dem 01.01. und 31.12.2019 behandelten Patienten analysiert. Die Daten wurden im Rahmen des Reportings und Qualitätsmanagements der ZNA am UKL ausgewertet, der Datenschutzbeauftragte wurde zur Beratung konsultiert. Die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wurden dabei berücksichtigt (eKasten 1).

Universitätsklinikum Leipzig (UKL) als Klinikum der Notfallversorgung in Leipzig
eKasten 1
Universitätsklinikum Leipzig (UKL) als Klinikum der Notfallversorgung in Leipzig

Neben Prozessdaten wurden folgende Parameter erfasst:

  • Einweiserart (Rettungshubschrauber [RTH], Notarzt [NEF], Rettungsdienst ohne Notarzt [RD], niedergelassener beziehungsweise KV-Arzt [Arzt] und Selbsteinweiser [SE])
  • Fallart (stationäre Aufnahme beziehungsweise nach Diagnostik und Behandlung aus ZNA wieder entlassen)
  • Leitsypmtom.

Um mögliche Unterschiede in Bezug auf Zuweiser und Aufnahmeverhalten zu untersuchen wurden die Patienten entsprechend des Leitsymptoms bei Eintreffen in die Gruppen „Trauma“ und „Non-Trauma“ klassifiziert (eKasten 2).

Leitsymptome Non-Trauma/Trauma
eKasten 2
Leitsymptome Non-Trauma/Trauma

Bezogen auf die Einweiserart wurden der Verbleib nach Behandlung in der ZNA, für stationäre Patienten zusätzlich die Kennzahlen Patient Clinical Complexity Level (PCCL), Krankenhaus(KH)-Verweildauer, Intensivtherapie und Beatmungsdauer erfasst (eKasten 3).

Erläuterungen zur statistischen Analyse
eKasten 3
Erläuterungen zur statistischen Analyse

Ergebnisse

Im Untersuchungszeitraum wurden 35 142 Patientenkontakte dokumentiert und nach Ausschluss von 962 der ZNA sekundär zugewiesenen Patienten und zwei Patienten mit fehlenden Datensätzen 34 178 Patientenkontakte (Alter: 50,9 ± 22,2 Jahre, m/w 53,8 %/46,2 %) weiter analysiert (eKasten 4).

Patientenalter in Bezug auf Zuweiser
eKasten 4
Patientenalter in Bezug auf Zuweiser

Einweiserart

Haupteinweiser waren mit zusammen 47,7 % Rettungs- und Notarztdienst (RD 35,6 %, NEF 11,4 %, RTH 0,7 %) gefolgt von SE (44,7 %). 7,6 % der Patienten wurden von niedergelassenen Ärzten eingewiesen, davon 60,9 % im Zeitraum 6.00–14.00 Uhr (eTabelle).

Patientenvorstellung nach Zeit und Einweiserart
eTabelle
Patientenvorstellung nach Zeit und Einweiserart

Fallart

Nach Diagnostik und Behandlung in der ZNA wurden 62,6 % Patienten direkt wieder entlassen und 37,4 % zur weiteren Behandlung stationär aufgenommen. Bei rettungsdienstlichen Zuweisungen liegt die stationäre Aufnahmerate mit 51,7–86,9 % höher als bei Zuweisungen durch einen Arzt beziehungsweise SE (38,4 % beziehungsweise 16,0 %).

Von den stationären Behandlungsfällen hatten Einweisungen durch den RD den höchsten Anteil (63,3 %) (Tabelle 1, Grafik, eKasten 5).

Einweiserart und Fallart, Zentrale Notaufnahme UKL 2019 (n = 34 178)
Grafik
Einweiserart und Fallart, Zentrale Notaufnahme UKL 2019 (n = 34 178)
Einweiserart und Fallart bei Patienten mit Trauma- und Non-Trauma
Tabelle 1
Einweiserart und Fallart bei Patienten mit Trauma- und Non-Trauma
Hauptdiagnosegruppen bei stationär aufgenommenen Patienten
eKasten 5
Hauptdiagnosegruppen bei stationär aufgenommenen Patienten

Leitsymptom: Trauma versus Non-Trauma

9 839 (28,8 %) Patienten der ZNA wiesen ein Leitsymptom der Gruppe „Trauma“, 24 339 (71,2 %) eines der Gruppe „Non-Trauma“ auf.

Die meisten Patienten mit einem Trauma kamen auf eigene Initiative in die ZNA (49,1 %) beziehungsweise wurden durch den Rettungsdienst zugeführt (36,0 %). Die rettungs- und notärztlich zugeführten Patienten hatten hier die höchsten Aufnahmeraten bzw. Arzt-Zuweisungen und SE die niedrigsten (Tabelle 1).

Stationäre Aufnahme nach Einweiserart und Leitsymptom

Ältere und männliche Patienten hatten ein höheres Risiko, stationär aufgenommen zu werden, ebenso Patienten mit einem Leitsymptom der Gruppe „Non-Trauma“ gegenüber Patienten mit einem Leitsymptom der Gruppe „Trauma“. Verglichen mit SE hatten Patienten aller anderen Einweiserarten ein signifikant höheres Risiko stationär aufgenommen zu werden. Dabei war das Risiko für Patienten, die durch einen RTH eingewiesen wurden, 44-fach erhöht und damit am größten (Tabelle 1, Tabelle 2).

Stationäre Aufnahme in Abhängigkeit vom Leitsymptom und von Einweiserart
Tabelle 2
Stationäre Aufnahme in Abhängigkeit vom Leitsymptom und von Einweiserart

Patient Clinical Complexity Level, Verweildauer, Intensivtherapie und Beatmungsdauer

Bei den aus der ZNA stationär aufgenommenen Patienten lag der PCCL bei 1,5 ± 1,6 und die mittlere KH-Verweildauer bei 9,1 ± 11,2 Tagen. 30,4 % der stationären Patienten mussten intensivmedizinisch behandelt werden, davon 35,5 % mit Beatmung und einer Beatmungsdauer von 11,9 ± 82,2 Stunden betrug (Tabelle 3, Tabelle 4).

Patient Clinical Complexity Level (0–6) und Krankenhaus(KH)-Verweildauer in Abhängigkeit von der Einweiserart
Tabelle 3
Patient Clinical Complexity Level (0, 1, 2, 3, 4, 5, 6) und Krankenhaus(KH)-Verweildauer in Abhängigkeit von der Einweiserart
Intensivtherapie und Beatmung bei stationären Patienten der Zentralen Notaufnahme
Tabelle 4
Intensivtherapie und Beatmung bei stationären Patienten der Zentralen Notaufnahme

Der PCCL von stationären Patienten, die durch einen Arzt eingewiesen worden waren oder sich selbst eingewiesenen hatten, unterschied sich nicht statistisch signifikant. Dagegen hatten die stationären Patienten, die durch einen RTH zugeführt worden waren ein größeres Risiko für einen höheren PCCL als SE, ebenso wie RD- und NEF-Zuweisungen.

Die Einweiserart hatte auch einen Einfluss auf die KH-Verweildauer. Sie war signifikant länger bei RTH- oder Arzt-Zuweisungen als bei SE (Tabelle 3).

Rettungs- und notärztlich zugewiesene Patienten hatten gegenüber SE ein (bei Patienten, die durch den RTH zugeführt wurden 18-fach) erhöhtes Risiko, intensivmedizinisch behandelt zu werden.

Bei beatmeten Patienten hing die Beatmungsdauer ebenfalls vom Einweiser ab. Sie war länger bei Patienten, die durch RTH, NEF und RD zugewiesen worden waren, als bei SE (Tabelle 4).

Diskussion

Die vorliegende Untersuchung an einer großen universitären ZNA zeigt, dass Klinikaufnahmen zur stationären Weiterbehandlung vom Zuweiser und vom Leitsymptom bei Aufnahme abhängen. Dabei sind auch Selbstzuweisungen auf eigene Initiative gerechtfertigt und machen bei jedem sechsten Patienten – und besonders bei Leitsymptomen aus dem Non-Trauma Bereich – eine stationäre Weiterbehandlung notwendig. Demgegenüber können zahlreiche auch von niedergelassenen Ärzten zugewiesene Trauma-Patienten nach der Diagnostik und Behandlung in der ZNA wieder entlassen werden.

Der Anteil von 48 % rettungsdienstlich beziehungsweise notärztlich zugeführten Patienten erscheint in der ZNA des UKL höher und der der Selbsteinweiser mit 45 % niedriger als an anderen universitären ZNA mit zum Beispiel 31 % beziehungsweise 68 % in Düsseldorf (e9). Bei Vorhaltung des Gebiets Allgemeinmedizin werden bei 2 100 vorselektionierten Patienten 80 % Selbsteinweiser berichtet. (e10). Daten des AKTIN-Projektes unterstreichen eine Abhängigkeit von der Versorgungsstufe: Kliniken der umfassenden Notfallversorgung verzeichnen rund 35 % rettungs- beziehungsweise notärztliche Zuweisungen und einen mit 47 % mit dem UKL vergleichbaren Anteil an Selbsteinweisern (e11).

Die stationäre Aufnahmerate liegt in der ZNA des UKL bei 37 % und ist bei Patienten mit Zuführungen durch RTH und NEF am höchsten, aber auch beim nicht ärztlich besetzten Rettungsdienst deutlich höher als bei Zuweisungen durch niedergelassene Ärzte. Die Daten unterstreichen die Ergebnisse früherer Untersuchungen, wonach es selbst Notfallmedizinerinnen und -medizinern außerhalb der Klinik nicht immer möglich ist, die Indikation zu einer stationären Weiterbehandlung korrekt einzuschätzen (8).

Von Bedeutung sind allerdings 16 % stationär verbleibende Selbsteinweiser, das heißt jeder sechste die ZNA aus eigener Initiative aufsuchende Patient. Andere Kliniken berichten Aufnahmeraten von 20–60 % in Abhängigkeit vom Patientenspektrum (e9). Eine Analyse von 525 000 Behandlungsfällen Münchener Notaufnahmen ergab, dass rund 60–85 % der Patienten nach Diagnostik und Behandlung aus der ZNA wieder entlassen werden (9).

In der vorliegenden Arbeit liegt die mittlere KH-Verweildauer bei den über die ZNA aufgenommenen Patienten mit 9,1 Tagen über der des UKL insgesamt (2019: 6,6 Tage) aber auch über der deutscher Krankenhäuser insgesamt (7,2 Tage) (e12). Verlängerte KH-Verweildauern bei Notfallpatienten können mit einem größeren diagnostischen und therapeutischen Aufwand erklärt werden, der sich bei nicht eindeutigem Leitsymptom und einer hohen Krankheits- beziehungsweise Verletzungsschwere ergibt. Allerdings sind auch Unterschiede bei den Behandlungsprozessen denkbar: In einer Studie an einer Klinik mit zwei Standorten in Berlin zeigte sich zwar an einem Standort eine fast doppelt so hohe Aufnahmerate auf die Intensivstation, überraschenderweise aber eine vergleichbare und deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegende KH-Verweildauer von fünf Tagen an beiden Standorten (10).

Im UKL bedarf fast jeder dritte stationär aufgenommene Patient beziehungsweise jeder achte der ZNA zugeführte Patient einer intensivmedizinischen Behandlung. Die Merkmale PCCL, KH-Verweildauer, Aufnahme auf die Intensivstation und die Notwendigkeit einer Beatmung hängen dabei ebenfalls signifikant von der Einweiserart ab. Der große Anteil intensivmedizinisch zu behandelnder Patienten ist mit den Angaben anderer Zentren der umfassenden Notfallversorgung vergleichbar. Er unterstreicht die hohe Krankheits- beziehungsweise Verletzungsschwere der in der ZNA des UKL behandelten Patienten und die hierfür notwendigerweise räumlich, apparativ und personell vorzuhaltende intensivmedizinische Kompetenz (11, 12, 13, e11).

Der in der Laien- aber auch Fachpresse vermittelte Eindruck, wonach Selbstzuweiser die ZNA ungerechtfertigter Weise aufsuchen, ist durch die Daten der aktuellen Untersuchung nicht zu belegen (1, e1, e2, e3, e4, e5): 16 % dieser Patienten ohne vorherigen Arztkontakt müssen zur Weiterbehandlung stationär und davon 13,1 % intensivmedizinisch behandelt werden. Unsere Daten sind mit Ergebnissen anderer Notaufnahmen vergleichbar. So zeigte eine Untersuchung bei 421 027 Patienten, die sich selbstständig in Münchner Notaufnahmen vorstellten, dass in 19 % der Fälle eine stationäre Aufnahme auf die Normalstation und in 7 % eine Aufnahme auf eine Intensiv- beziehungsweise Überwachungsstation erfolgte (9).

Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Forderung nach Abweisung von Patienten, die auf eigene Initiative vorstellig werden, medizinisch und auch ethisch nicht haltbar ist (e4, e13). Viele schwer kranke Patienten kommen mit unspezifischen Leitsymptomen, und die Indikation für eine notwendige stationäre Weiterbehandlung kann erst nach der medizinischen Ersteinschätzung und einer Diagnostik und Initialbehandlung in der ZNA erfolgen (2, 14). Die Darstellung im Nachhinein erstellter Angaben auf Basis von Abrechnungsdaten mit dem häufig vermittelten Eindruck, der ambulant in der ZNA behandelte Patient hätte doch von vorne herein woanders behandelt werden können, verzerrt die Realität (e1). Letztendlich benötigen wir zur Beantwortung der Frage nach der für die unterschiedlichen Patienten beziehungsweise Zuweiser am besten geeigneten Versorgungseinrichtung große Studien und – wie zum Beispiel beim AKTIN-Projekt – regelmäßig unmittelbar während der Versorgung erhobene Registerdaten (15, e11).

Im niedergelassenen beziehungsweise KV-Bereich scheint die medizinische Abklärung selbst zu Praxisöffnungszeiten häufig nicht möglich: In der aktuellen Studie erfolgten über 60 % der Zuweisungen aus dem niedergelassenen Bereich während der Vormittagsstunden. Wiederum über 60 % dieser aus dem niedergelassenen Bereich zugewiesenen Patienten konnten die ZNA nach der Behandlung wieder verlassen. Eine im niedergelassenen Bereich nicht sicher mögliche Diagnosestellung und Einschätzung der notwendigen stationären Aufnahme zeigen auch Daten früherer Untersuchungen mit weniger als 50 % Übereinstimmung zwischen Einweisungs- und ZNA-Diagnose (16). Bestätigt werden diese Ergebnisse auch durch die PiNo-Studie in fünf norddeutschen Notaufnahmen. Sie ergab bei als „nicht sofort“ beziehungsweise „nicht sehr dringend“ eingeschätzten Selbstzuweisern mit chronischen Erkrankungen kein unnötiges Aufsuchen der Notaufnahme (17).

Auch der Anteil „Trauma“ unterliegt standort- und strukturabhängigen Unterschieden, ist am UKL aber mit Ergebnissen anderer Untersuchungen mit einem Anteil von 29 % „Verletzungen und Folgen äußerer Ursachen“ vergleichbar (9).

In der vorliegenden Studie war der Anteil stationärer Aufnahmen bei Patienten mit einem Trauma deutlich geringer als bei Patienten mit Non-Trauma. Wenn mindestens jeder zweite durch den Rettungs- und Notarztdienst zugeführte Trauma-Patient stationär aufgenommen werden musste, war die Aufnahmerate bei den von niedergelassenen Ärzten zugewiesenen Patienten mit einem Trauma mit 23 % deutlich niedriger. Rund 95 % aus der ZNA wieder entlassene Selbstzuweiser mit traumatologischem Leitsymptom deuten auf eine potenziell mögliche Vorstellung im niedergelassenen Bereich hin.

Demgegenüber lag die stationäre Aufnahmerate bei Patienten mit Non-Trauma bei den durch niedergelassene Ärzte zugewiesenen Patienten bei 41 % und bei Selbstzuweisern bei 21 %. Diese Ergebnisse sind mit Daten aus Münchner Notaufnahmen mit einer stationären Aufnahmerate bei Verletzungen von 23 % und bei Krankheiten des Kreislaufsystems, des Atmungssystems und des Nervensystems zwischen 67 % und 85 % vergleichbar (9).

Die hohe Zahl der aus der ZNA direkt wieder entlassenen Patienten unterstreicht den Bedarf an alternativen ambulanten Versorgungsmöglichkeiten, aber auch einer besseren Steuerung dieser Patienten. Die Etablierung von Allgemeinarzt- sowie Portalpraxen und des ärztlichen Notdienstes in der Klinik oder ihrer unmittelbaren Nähe werden bundesweit spätestens seit dem Gutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (2018) als mögliche Lösungen diskutiert. Sie befinden sich zum Teil in der Pilotierung beziehungsweise sind bereits umgesetzt (e2). Allerdings weist die hohe Nichtaufnahmerate bei Einweisungen durch niedergelassene Ärzte darauf hin, dass diagnostische und Behandlungsressourcen selbst während der regulären Praxisöffnungszeiten hier nicht unmittelbar zur Verfügung stehen. Gerade im Traumabereich erfolgt die Zuweisung daher häufig in erster Linie zur Ausschlussdiagnostik und nicht mit der Intention einer stationären Aufnahme. Dies unterstreicht, dass im niedergelassenen Bereich die hierfür notwendigen Ressourcen (zum Beispiel Sonografie, Röntgen, gegebenenfalls Laboruntersuchungen) nicht regelhaft vorhanden sind und dort zunächst verbindlich geschaffen werden müssten, wenn man anstrebt, diese Abklärung in den ambulanten Bereich zu verlagern. Somit ist eine primäre Vorstellung im ambulanten niedergelassenen Bereich auch unter wirtschaftlichen Aspekten nur dann sinnvoll, wenn eine Mindestausstattung und -qualifikation sowie das Leistungsspektrum entsprechender Notfallpraxen standardisiert und verbindlich festgelegt werden (e14). Dies muss bei der Steuerung von Patienten in den am besten geeigneten Versorgungsbereich berücksichtigt werden (2).

Die Etablierung von ausreichend finanzierten und insbesondere auch personell entsprechend angemessen ausgestatteten Notfallzentren für die primäre Versorgung aller Akut- und Notfallpatienten ist ergebnisoffen zu prüfen (13).

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Manuskriptes lagen Richtlinienentwürfe des G-BA zur „Ersteinschätzung des medizinischen Versorgungsbedarfs von Hilfesuchenden, die sich zur Behandlung eines Notfalls an ein Krankenhaus wenden“ vor. Aus Sicht der Fachgesellschaften sind allerdings die Ergebnisse aktuell laufender Studien zur Evaluierung verschiedener hierzu entwickelter Ersteinschätzungssysteme und laufender Pilotprojekte abzuwarten (e15).

Die regelmäßige Erhebung der in dieser Studie evaluierten Parameter – wie Fallart in Abhängigkeit von der Einweiserart – kann aus unserer Sicht die Steuerung notwendiger Kapazitäten zur Weiterversorgung von Akut- und Notfallpatienten unterstützen, aber auch den notwendigen Umfang alternativer Behandlungsmöglichkeiten unterstreichen.

Limitationen

Die vorliegende Untersuchung weist einige Limitationen auf: Die Durchführung erfolgte monozentrisch an einer universitären ZNA mit einem möglicherweise besonders schwer erkrankten beziehungsweise verletzten multimorbiden Patientenklientel (e9, 17, 18). Weitere Limitationen sind in eKasten 6 aufgeführt.

Erläuterungen zu den Limitationen
eKasten 6
Erläuterungen zu den Limitationen

Danksagung

Wir danken dem gesamten Team der Zentralen Notaufnahme am Universitätsklinikum Leipzig für seinen Einsatz und die engagierte Arbeit.

Interessenkonflikt
Die Autorin und die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 03.03.2022, revidierte Fassung angenommen: 05.07.2022

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. André Gries
Zentrale Notaufnahme/Beobachtungsstation Notaufnahme
Universitätsklinikum Leipzig AöR
Liebigstraße 20, 04103 Leipzig
andre.gries@medizin.uni-leipzig.de

Zitierweise
Gries A, Schrimpf AM, von Dercks N: Hospital emergency departments—utilization and resource deployment in the hospital as a function of the type of referral. Dtsch Arztebl Int 2022; 119: online first. DOI: 10.3238/arztebl.m2022.0276

Dieser Beitrag erschien online am 04.08.2022 (online first) auf www.aerzteblatt.de

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eLiteratur, eMethodenteil, eTabellen, eKästen:
www.aerzteblatt.de/m2022.0276 oder über QR-Code

1.
Korzilius H: Ambulante Notfallversorgung: Patienten besser steuern. Dtsch Arztebl 2018; 115: A-514 VOLLTEXT
2.
Kumle B, Hirschfeld-Warneken A, Darnhofer I, Busch HJ: Telefon-Triage und klinische Ersteinschätzung in der Notfallmedizin zur Patientensteuerung—One size fits all? Notfall Rettungsmed 2019; 22: 568–77 CrossRef
3.
Möckel M, Störk T: Akuter Brustschmerz Internist 2017; 58: 900–7 CrossRef MEDLINE
4.
Schmiemann G, Frantz S: Akute Brustschmerzen in der Hausarztpraxis – Unsicherheit zwischen abwartendem Offenhalten und Notarzteinsatz. Dtsch Med Wochenschr 2019; 144: 659–64 CrossRef MEDLINE
5.
Schneider A, Dinant GJ, Szecsenyi J: Zur Notwendigkeit einer Methodik abgestuften Diagnostik in der Allgemeinmedizin als Konsequenz des Bayes’schen Theorems. Z ärztl Fortbild Qual Gesundh wes 2006; 100: 121–7.
6.
Söffker G, Kluge S: Lungenembolie. Dtsch Med Wochenschr 2015; 140: 89–96 CrossRef MEDLINE
7.
Bader K, Bernhard M, Gries A, Kaul M, Schröder R, Ramshorn-Zimmer A: Entwicklung bodengebundener Notarzteinsätze im Stadtgebiet Leipzig von 2003 bis 2013. Anaesthesist 2018; 67: 177–87 CrossRef MEDLINE
8.
Bernhard M, Trautwein S, Stepan R, Zahn P, Greim CA, Gries A: Notärztliche Einschätzung der klinischen Weiterversorgung von Notfallpatienten. Anaesthesist 2014; 63: 394–400 CrossRef MEDLINE
9.
Trentzsch H, Dodt C, Gehring C, Veser A, Jauch KW, Prückner S: Analyse der Behandlungszahlen in den Münchener Notaufnahmen des Jahres 2013/2014. Gesundheitswesen 2020; 82: 431–40 CrossRef MEDLINE
10.
Searle J, Muller R, Slagman A, et al.: Überfüllung der Notaufnahmen Notfall Rettungsmed 2015; 18: 306–15 CrossRef
11.
Behringer W, Dodt C, Laggner AN: Intensivtherapie in der Notaufnahme – Überflüssiger Luxus oder sinnvolle Kompetenz? Notfall Rettungsmed 2012; 15: 392–7 CrossRef
12.
Gries A, Seekamp A, Wrede C, Dodt C: Zusatz-Weiterbildung Klinische Akut- und Notfallmedizin in Deutschland. Anaesthesist 2018; 67: 895–900 CrossRef MEDLINE
13.
Riessen R, Gries A, Seekamp A, Dodt C, Kumle B, Busch HJ: Positionspapier für eine Reform der medizinischen Notfallversorgung in deutschen Notaufnahmen. Notfall Rettungsmed2015; 18: 174–85 CrossRef
14.
Mockel M, Searle J, Muller R, et al.: Chief complaints in medical emergencies. Do they relate to underlying disease and outcome? The Charité Emergency Medicine Study (CHARITEM). Eur J Emerg Med 2013; 20: 103–8 CrossRef MEDLINE
15.
Greiner F, Brammen D, Kulla M, Walcher F, Erdmann B: Standardisierte Erhebung von Vorstellungsgründen in der Notaufnahme. Med Klin Intensivmed Notfmed 2018; 113: 115–23 CrossRef MEDLINE
16.
Bernhard M, Raatz C, Zahn P, Merker A, Gries A: Validität von Einweisungsdiagnosen als Prozesssteuerungskriterium – Einfluss auf Verweildauer und Konsilrate in der zentralen Notaufnahme. Anaesthesist 2013; 62: 617–23 CrossRef MEDLINE
17.
Muche-Borowski C, Boczor S, Schäfer I, et al.: Chronisch Kranke in deutschen Notaufnahmen. Querschnittsanalysen zu Konsultationsanlässen, Gründen für die Inanspruchnahme und Entlassungsdiagnose.n Bundesgesundheitsbl 2019; 62: 1103–12 CrossRef MEDLINE
18.
Raven W, van den Hoven EMP, Gaakeer MI, et al.: The association between presenting complaints and clinical outcomes in emergency department patients of different age categories. Eur J Emerg Med 2022; 29: 33–41 CrossRef MEDLINE
e1.
Mangiapane S, Czihal T, von Stillfried D: (2021) Entwicklung der ambulanten Notfallversorgung in Deutschland von 2009 bis 2020. Zi-Paper 16/2021. www.zi.de/fileadmin/images/content/Publikationen/Zi-Paper-16–2021-Notfallversorgung.pdf (last accessed on 30 August 2021).
e2.
Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen: Bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung. Gutachten 2018. www.svr-gesundheit.de/fileadmin/Gutachten/Gutachten_2018/Gutachten_2018.pdf (last accessed on 30 August 2021).
e3.
Anonymus: Viele Patienten gehen ohne Not in die Notaufnahme. 2019; www.aerzteblatt.de/nachrichten/101531/Viele-Patienten-gehen-ohne-Not-in-die-Notaufnahme (last accessed on 22 July 2022).
e4.
Becker KB: Notaufnahmen sollen Bagatellfälle abweisen. Süddeutsche Zeitung 4. Februar 2016; www.sueddeutsche.de/gesundheit/berlin-notaufnahmen-in-not-1.2849391 (last accessed on 22 July 2022).
e5.
Kramper G: Überfüllte Notaufnahmen. Mit Schnupfen in die Notaufnahme – Sanitäter rechnet mit Patienten ab. Stern 2017. www.stern.de/gesundheit/mit-schnupfen-in-die-notaufnahme—rettungssanitaeter-rechnet-mit-ruecksichtslosen-patienten-ab-7406576.html (last accessed on 22 July 2022).
e6.
Gesundheitskasse AOK Nord: AOK-Tag 2018 „Im Notfall gut versorgt?“ AOK Nord 2018. www.aok.de/pk/nordwest/aok-tag-2018-im-notfall-gut-versorgt (last accessed on 22 July 2022).
e7.
Bundesgesundheitsministerium: Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG). 20. August 2021. www.bundesgesundheitsministerium.de/gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz.html (last accessed on 22 July 2022).
e8.
Deutsches Ärzteblatt: Ersteinschätzung in der Notfallversorgung: G-BA soll auch Erfahrungen der Krankenhäuser berücksichtigen. Deutsches Ärzteblatt Dienstag, 8. Juni 2021, www.aerzteblatt.de/nachrichten/124477/Ersteinschaetzung-in-der-Notfallversorgung-G-BA-soll-auch-Erfahrungen-der-Krankenhaeuser-beruecksichtigen (last accessed on 22 July 2022)
e9.
Michael M, Al Agha S, Böhm L,et al.: Alters- und geschlechtsbezogene Verteilung von Zuführung, Ersteinschätzung, Entlassart und Verweildauer in der zentralen Notaufnahme. Notfall Rettungsmed 2021. www.doi.org/10.1007/s10049–021–00895–9 (last accessed on 22 July 2022).
e10.
Schleef T, Schneider N, Krause O: Allgemeinmedizin in der Notaufnahme – Welche Patienten? Welche Beschwerden? Notfall Rettungsmed 2021. www.doi.org/10.1007/s10049–021–00923–8 (last accessed on ?22 July 2022).
e11.
Greiner F, Erdmann B, Thiemann VS, et al.: Der AKTIN-Monatsbericht: Plädoyer für ein standardisiertes Reporting in der Notaufnahme Entwicklung und Implementierung eines internen Berichtswesens auf Basis des Datensatzes Notaufnahme. Notfall Rettungsmed 2021; www.doi.org/10.1007/s10049–021–00910-z (last accessed on 22 July 2022).
e12.
Radtke R: Durchschnittliche Verweildauer in deutschen Krankenhäusern in den Jahren 1992 bis 2019. Statista 2022. www.de.statista.com/statistik/daten/studie/2604/umfrage/durchschnittliche-verweildauer-im-krankenhaus-seit-1992/ (last accessed on 13 February 2022).
e13.
Merguet P: Ambulante vs. Stationäre Behandlung in der zentralen Notaufnahme. Notfall Rettungsmed 2021. www.doi.org/10.1007/s10049–021–00839–3 (last accessed on 22 July 2022).
e14.
Dodt C, Pin M, Janssens U, Gries A: Empfehlungen der DGINA und DIVI zur Personalqualifikation und zur Struktur von Integrierten Notfallzentren. 2019. www.divi.de/pressemeldungen-nach-themen/notfallversorgung-in-deutschland/empfehlungen-der-dgina-und-divi-zur-personalqualifikation-und-zur-struktur-von-integrierten-notfallzentren (last accessed on 23 January 2021).
e15.
Anonymus: Hessen startet Modellprojekt zur vernetzten Notfallversorgung. 2020. www.aerzteblatt.de/nachrichten/115856/Hessen-startet-Modellprojekt-zur-vernetzten-Notfallversorgung (last accessed on 23 January 2022).
Zentrale Notaufnahme/Beobachtungsstation, Universitätsklinikum Leipzig AöR: Prof. Dr. med. André Gries
Selbstständige Abteilung für Allgemeinmedizin der Universität Leipzig, Bereich Versorgungsforschung, Universitätsklinikum Leipzig AöR: Dr. rer. med. Anne Marie Schrimpf
Stabstelle Medizincontrolling, Universitätsklinikum Leipzig AöR: Dr. med. Nikolaus von Dercks
Einweiserart und Fallart, Zentrale Notaufnahme UKL 2019 (n = 34 178)
Grafik
Einweiserart und Fallart, Zentrale Notaufnahme UKL 2019 (n = 34 178)
Einweiserart und Fallart bei Patienten mit Trauma- und Non-Trauma
Tabelle 1
Einweiserart und Fallart bei Patienten mit Trauma- und Non-Trauma
Stationäre Aufnahme in Abhängigkeit vom Leitsymptom und von Einweiserart
Tabelle 2
Stationäre Aufnahme in Abhängigkeit vom Leitsymptom und von Einweiserart
Patient Clinical Complexity Level (0–6) und Krankenhaus(KH)-Verweildauer in Abhängigkeit von der Einweiserart
Tabelle 3
Patient Clinical Complexity Level (0–6) und Krankenhaus(KH)-Verweildauer in Abhängigkeit von der Einweiserart
Intensivtherapie und Beatmung bei stationären Patienten der Zentralen Notaufnahme
Tabelle 4
Intensivtherapie und Beatmung bei stationären Patienten der Zentralen Notaufnahme
Universitätsklinikum Leipzig (UKL) als Klinikum der Notfallversorgung in Leipzig
eKasten 1
Universitätsklinikum Leipzig (UKL) als Klinikum der Notfallversorgung in Leipzig
Leitsymptome Non-Trauma/Trauma
eKasten 2
Leitsymptome Non-Trauma/Trauma
Erläuterungen zur statistischen Analyse
eKasten 3
Erläuterungen zur statistischen Analyse
Patientenalter in Bezug auf Zuweiser
eKasten 4
Patientenalter in Bezug auf Zuweiser
Hauptdiagnosegruppen bei stationär aufgenommenen Patienten
eKasten 5
Hauptdiagnosegruppen bei stationär aufgenommenen Patienten
Erläuterungen zu den Limitationen
eKasten 6
Erläuterungen zu den Limitationen
Patientenvorstellung nach Zeit und Einweiserart
eTabelle
Patientenvorstellung nach Zeit und Einweiserart
1.Korzilius H: Ambulante Notfallversorgung: Patienten besser steuern. Dtsch Arztebl 2018; 115: A-514 VOLLTEXT
2.Kumle B, Hirschfeld-Warneken A, Darnhofer I, Busch HJ: Telefon-Triage und klinische Ersteinschätzung in der Notfallmedizin zur Patientensteuerung—One size fits all? Notfall Rettungsmed 2019; 22: 568–77 CrossRef
3.Möckel M, Störk T: Akuter Brustschmerz Internist 2017; 58: 900–7 CrossRef MEDLINE
4.Schmiemann G, Frantz S: Akute Brustschmerzen in der Hausarztpraxis – Unsicherheit zwischen abwartendem Offenhalten und Notarzteinsatz. Dtsch Med Wochenschr 2019; 144: 659–64 CrossRef MEDLINE
5.Schneider A, Dinant GJ, Szecsenyi J: Zur Notwendigkeit einer Methodik abgestuften Diagnostik in der Allgemeinmedizin als Konsequenz des Bayes’schen Theorems. Z ärztl Fortbild Qual Gesundh wes 2006; 100: 121–7.
6.Söffker G, Kluge S: Lungenembolie. Dtsch Med Wochenschr 2015; 140: 89–96 CrossRef MEDLINE
7.Bader K, Bernhard M, Gries A, Kaul M, Schröder R, Ramshorn-Zimmer A: Entwicklung bodengebundener Notarzteinsätze im Stadtgebiet Leipzig von 2003 bis 2013. Anaesthesist 2018; 67: 177–87 CrossRef MEDLINE
8.Bernhard M, Trautwein S, Stepan R, Zahn P, Greim CA, Gries A: Notärztliche Einschätzung der klinischen Weiterversorgung von Notfallpatienten. Anaesthesist 2014; 63: 394–400 CrossRef MEDLINE
9.Trentzsch H, Dodt C, Gehring C, Veser A, Jauch KW, Prückner S: Analyse der Behandlungszahlen in den Münchener Notaufnahmen des Jahres 2013/2014. Gesundheitswesen 2020; 82: 431–40 CrossRef MEDLINE
10.Searle J, Muller R, Slagman A, et al.: Überfüllung der Notaufnahmen Notfall Rettungsmed 2015; 18: 306–15 CrossRef
11.Behringer W, Dodt C, Laggner AN: Intensivtherapie in der Notaufnahme – Überflüssiger Luxus oder sinnvolle Kompetenz? Notfall Rettungsmed 2012; 15: 392–7 CrossRef
12.Gries A, Seekamp A, Wrede C, Dodt C: Zusatz-Weiterbildung Klinische Akut- und Notfallmedizin in Deutschland. Anaesthesist 2018; 67: 895–900 CrossRef MEDLINE
13.Riessen R, Gries A, Seekamp A, Dodt C, Kumle B, Busch HJ: Positionspapier für eine Reform der medizinischen Notfallversorgung in deutschen Notaufnahmen. Notfall Rettungsmed2015; 18: 174–85 CrossRef
14.Mockel M, Searle J, Muller R, et al.: Chief complaints in medical emergencies. Do they relate to underlying disease and outcome? The Charité Emergency Medicine Study (CHARITEM). Eur J Emerg Med 2013; 20: 103–8 CrossRef MEDLINE
15.Greiner F, Brammen D, Kulla M, Walcher F, Erdmann B: Standardisierte Erhebung von Vorstellungsgründen in der Notaufnahme. Med Klin Intensivmed Notfmed 2018; 113: 115–23 CrossRef MEDLINE
16.Bernhard M, Raatz C, Zahn P, Merker A, Gries A: Validität von Einweisungsdiagnosen als Prozesssteuerungskriterium – Einfluss auf Verweildauer und Konsilrate in der zentralen Notaufnahme. Anaesthesist 2013; 62: 617–23 CrossRef MEDLINE
17.Muche-Borowski C, Boczor S, Schäfer I, et al.: Chronisch Kranke in deutschen Notaufnahmen. Querschnittsanalysen zu Konsultationsanlässen, Gründen für die Inanspruchnahme und Entlassungsdiagnose.n Bundesgesundheitsbl 2019; 62: 1103–12 CrossRef MEDLINE
18.Raven W, van den Hoven EMP, Gaakeer MI, et al.: The association between presenting complaints and clinical outcomes in emergency department patients of different age categories. Eur J Emerg Med 2022; 29: 33–41 CrossRef MEDLINE
e1.Mangiapane S, Czihal T, von Stillfried D: (2021) Entwicklung der ambulanten Notfallversorgung in Deutschland von 2009 bis 2020. Zi-Paper 16/2021. www.zi.de/fileadmin/images/content/Publikationen/Zi-Paper-16–2021-Notfallversorgung.pdf (last accessed on 30 August 2021).
e2.Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen: Bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung. Gutachten 2018. www.svr-gesundheit.de/fileadmin/Gutachten/Gutachten_2018/Gutachten_2018.pdf (last accessed on 30 August 2021).
e3.Anonymus: Viele Patienten gehen ohne Not in die Notaufnahme. 2019; www.aerzteblatt.de/nachrichten/101531/Viele-Patienten-gehen-ohne-Not-in-die-Notaufnahme (last accessed on 22 July 2022).
e4.Becker KB: Notaufnahmen sollen Bagatellfälle abweisen. Süddeutsche Zeitung 4. Februar 2016; www.sueddeutsche.de/gesundheit/berlin-notaufnahmen-in-not-1.2849391 (last accessed on 22 July 2022).
e5.Kramper G: Überfüllte Notaufnahmen. Mit Schnupfen in die Notaufnahme – Sanitäter rechnet mit Patienten ab. Stern 2017. www.stern.de/gesundheit/mit-schnupfen-in-die-notaufnahme—rettungssanitaeter-rechnet-mit-ruecksichtslosen-patienten-ab-7406576.html (last accessed on 22 July 2022).
e6.Gesundheitskasse AOK Nord: AOK-Tag 2018 „Im Notfall gut versorgt?“ AOK Nord 2018. www.aok.de/pk/nordwest/aok-tag-2018-im-notfall-gut-versorgt (last accessed on 22 July 2022).
e7.Bundesgesundheitsministerium: Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG). 20. August 2021. www.bundesgesundheitsministerium.de/gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz.html (last accessed on 22 July 2022).
e8.Deutsches Ärzteblatt: Ersteinschätzung in der Notfallversorgung: G-BA soll auch Erfahrungen der Krankenhäuser berücksichtigen. Deutsches Ärzteblatt Dienstag, 8. Juni 2021, www.aerzteblatt.de/nachrichten/124477/Ersteinschaetzung-in-der-Notfallversorgung-G-BA-soll-auch-Erfahrungen-der-Krankenhaeuser-beruecksichtigen (last accessed on 22 July 2022)
e9.Michael M, Al Agha S, Böhm L,et al.: Alters- und geschlechtsbezogene Verteilung von Zuführung, Ersteinschätzung, Entlassart und Verweildauer in der zentralen Notaufnahme. Notfall Rettungsmed 2021. www.doi.org/10.1007/s10049–021–00895–9 (last accessed on 22 July 2022).
e10.Schleef T, Schneider N, Krause O: Allgemeinmedizin in der Notaufnahme – Welche Patienten? Welche Beschwerden? Notfall Rettungsmed 2021. www.doi.org/10.1007/s10049–021–00923–8 (last accessed on ?22 July 2022).
e11.Greiner F, Erdmann B, Thiemann VS, et al.: Der AKTIN-Monatsbericht: Plädoyer für ein standardisiertes Reporting in der Notaufnahme Entwicklung und Implementierung eines internen Berichtswesens auf Basis des Datensatzes Notaufnahme. Notfall Rettungsmed 2021; www.doi.org/10.1007/s10049–021–00910-z (last accessed on 22 July 2022).
e12.Radtke R: Durchschnittliche Verweildauer in deutschen Krankenhäusern in den Jahren 1992 bis 2019. Statista 2022. www.de.statista.com/statistik/daten/studie/2604/umfrage/durchschnittliche-verweildauer-im-krankenhaus-seit-1992/ (last accessed on 13 February 2022).
e13.Merguet P: Ambulante vs. Stationäre Behandlung in der zentralen Notaufnahme. Notfall Rettungsmed 2021. www.doi.org/10.1007/s10049–021–00839–3 (last accessed on 22 July 2022).
e14.Dodt C, Pin M, Janssens U, Gries A: Empfehlungen der DGINA und DIVI zur Personalqualifikation und zur Struktur von Integrierten Notfallzentren. 2019. www.divi.de/pressemeldungen-nach-themen/notfallversorgung-in-deutschland/empfehlungen-der-dgina-und-divi-zur-personalqualifikation-und-zur-struktur-von-integrierten-notfallzentren (last accessed on 23 January 2021).
e15.Anonymus: Hessen startet Modellprojekt zur vernetzten Notfallversorgung. 2020. www.aerzteblatt.de/nachrichten/115856/Hessen-startet-Modellprojekt-zur-vernetzten-Notfallversorgung (last accessed on 23 January 2022).

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote