ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2000Celecoxib versus Diclofenac

MEDIZIN: Referiert

Celecoxib versus Diclofenac

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LNSLNS Einer der Nachteile der bislang verfügbaren nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) war, dass nicht nur die induzierbare Zyklooxygenase COX2, sondern auch die konstitutive COX1 gehemmt wurde. Mit der Entwicklung COX2-selektiver NSAR-Präparate müsste die Zahl der Gastrointestinalläsionen deutlich zurückgehen.
Die Autoren berichten über eine Studie an 655 Patienten mit rheumatoider Arthritis von mindestens sechs Monaten Dauer, die in einer kontrollierten Studie entweder mit zweimal 200 mg Celecoxib oder zweimal 75 mg Diclofenac SR über 24 Wochen behandelt wurden.
Bei 430 Patienten wurde eine endoskopische Untersuchung durchgeführt. Beide Medikamente erwiesen sich hinsichtlich des Managements der rheumatoiden Arthritis (Schmerz und Entzündungsreaktion) als vergleichbar. Gastroduodenale Ulzera wurden unter Diclofenac bei 33 Patienten (15 Prozent), unter Celecoxib bei acht (4 Prozent) beobachtet (p < 0,001). Auch bezüglich der Therapieabbrüche wegen gastrointestinaler Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Durchfall und Dyspepsie schnitt die Diclofenac-Gruppe mit 16 Prozent signifikant schlechter ab als die Celecoxib-Gruppe mit sechs Prozent. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass das COX2-selektive Pharmakon Celecoxib bezüglich gastrointestinaler Nebenwirkungen und Verträglichkeit günstiger ist als Diclofenac. w

Emery P, Zeidler H, Kvien TK, Guslandi M, Naudin R, Stead H, Verburg KM, Isakson PC, Hubbard RC, Geis GS: Celecoxib versus diclofenac in long-term management of rheumatoid arthritis: randomized double-blind comparison. Lancet 1999; 354: 2106–2111.
Department of Rheumatology and Rehabilitation, University of Leeds, Leeds, Großbritannien.

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