ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2000Abnormale Wehentätigkeit verursacht intrakranielle Hämorrhagien bei Neugeborenen

MEDIZIN: Referiert

Abnormale Wehentätigkeit verursacht intrakranielle Hämorrhagien bei Neugeborenen

Dtsch Arztebl 2000; 97(16): A-1078 / B-898 / C-840

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LNSLNS Eine Studie aus Kalifornien deutet auf eine abnormale Wehentätigkeit als Ursache gehäuft auftretender intrakranieller Hämorrhagien während des Geburtsvorgangs hin. Untersucht wurden 583 340 Erstgeburten in den Jahren 1992 bis 1994 mit Geburtsgewichten von 2 500 bis 4 000 Gramm. Bei circa einem Drittel der Geburten waren operative Maßnahmen wie Vakuumextraktion, Zangenextraktion oder Kaiserschnitt erforderlich. Die höchste Rate an intrakraniellen Hämatomen hatten Neugeborene nach Vakuumextraktion (1/860), Zangenextraktion (1/664) oder Kaiserschnitt bei vorangegangener Wehentätigkeit (1/907), dagegen lag die Rate bei normal verlaufender Geburt bei einem Fall pro 1 900 Geburten. Auf die ursächliche Bedeutung einer abnormalen Wehentätigkeit wies jedoch die mit 1/2750 niedrigste Rate an Hämatomen bei Neugeborenen mit geplantem Kaiserschnitt hin, bei denen keine Wehentätigkeit vorangegangen war. acc

Towner D et al.: Effect of mode of delivery in nulliparous women on neonatal intracranial injury. N Eng J Med 1999; 341: 1709–1714.
Dr. Towner, Department of Obstetrics and Gynecology, UC Davis, 4860 Y St., Suite 2500, Sacramento, CA 95817, USA.

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