ArchivDeutsches Ärzteblatt30/1996Ge­sund­heits­mi­nis­terium: Krankenrekord

POLITIK: Aktuell

Ge­sund­heits­mi­nis­terium: Krankenrekord

rco

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LNSLNS Die vollmundig angekündigte dritte Stufe zur Gesundheitsstrukturreform ist nach dem Patt im Vermittlungsausschuß endgültig gescheitert; sie wird - mit den "parlamentarischen Insignien" - voraussichtlich am 29. August in Bonn beerdigt, wie Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Horst Seehofer am 27. Juni auf dem Bonner Petersberg verkündete. Ein besonderes Thema ist aber unverändert der Streit um die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Hier gab es vor allen Dingen Widerstand aus der SPD und aus Gewerkschaftskreisen.So paradox es auch klingen mag, den Krankenstandsrekord halten ausgerechnet das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium und seine ihm untergeordneten Behörden und Institute. Durchschnittlich 10,5 Tage pro Jahr sind die Beamten im einfachen Dienst, 17,06 Tage die Angestellten und 28,05 Tage die Lohnempfänger krank. Im Seehofer-Ministerium dagegen feiern die Mitarbeiter im einfachen Dienst überdurchschnittliche 36 Tage krank. Und: Im Deutschen Institut für medizinische Dokumentation (DIMDI) in Köln, dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium "nachgeordnet", fehlen, bedingt wohl durch besondere Umstände, Beamte im gehobenen Dienst sogar satte 92 Tage . . . rco
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