ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2000EBM: Zurück zu den Wurzeln

SPEKTRUM: Leserbriefe

EBM: Zurück zu den Wurzeln

Dtsch Arztebl 2000; 97(17): A-1094 / B-910 / C-852

Künnemann, Jörg; Schneider, Michael

Honorarbeispiel aus einer chirurgischen Kassenarztpraxis im Vergleich zur Kleintierpraxis:
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LNSLNS Die Therapie der distalen Radiusfraktur über circa sechs Wochen Dauer mit rund sieben Konsultationen, wobei eine Gipsschiene modelliert, zweimal korrigiert und mindestens dreimal geröntgt wird, entspricht bei EBM Nr. 1 gleich 313 Punkten, Röntgen nach 50129 gleich 240 Punkten, Gips 214 gleich 230 Punkten, erneute Konsultation nach 2 gleich 50 Punkten, mit Erneuerung der Gipsschiene nach 217 gleich 130 Punkten. Mit insgesamt 2 183 Punkten nach neuer Festlegung mit 5,0 bis 5,5 Pfennig pro Punkt in DM ergibt die Behandlung ein Honorar von 109,15 DM! Hierbei sind jedoch alle Unkosten enthalten. Laut KBV-Unkostensatz Chirurgische Praxis von circa 65 Prozent bedeutet dieses Beispiel ein Honorar von 35,49 DM.
Die Vergütung der ambulanten Therapie des Speichenbruches beim Hund mit Abrechnung nach Vet.GOÄ 1999 beträgt circa 300 DM. Hierbei wird nach Beratung und Diagnostik die konservative Therapie durch Gipsretention sowie Röntgenstellungskontrolle durchgeführt.
Fazit: Eine Kostendeckung wird durch Besinnung auf die Wurzeln erreichbar. Schließlich ist der Mensch ein Säugetier!
Dr. med. Jörg Künnemann, Dr. med. Michael Schneider, Chirurgische Gemeinschaftspraxis, Gerike-Straße 4, 39340 Haldensleben
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