ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2000Reform des Hochschuldienstrechts geplant

SPEKTRUM: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Reform des Hochschuldienstrechts geplant

Dtsch Arztebl 2000; 97(17): A-1100 / B-934 / C-877

Richter, Eva A.

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LNSLNS BERLIN. Eine von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, berufene Expertenkommission legte Empfehlungen zur Reform des Hochschuldienstrechts vor. Danach soll eine Juniorprofessur eingeführt werden, die es Nachwuchswissenschaftlern frühzeitiger ermöglicht, eigenverantwortlich zu forschen und zu lehren. Die Habilitation werde damit entbehrlich.
Ferner sollen die Professoren stärker leistungsorientiert besoldet werden. Geplant ist, ein einziges Amt mit einem festen Gehaltsbestandteil als Ausgangsbetrag zu bestimmen, der durch verhandelbare variable Gehaltsbestandteile ergänzt wird. „Die Besoldung der Professoren soll leistungsgerechter, aber insgesamt nicht weniger werden“, stellte Bulmahn klar.
Der Deutsche Hochschulverband kritisierte die Empfehlungen der Kommission heftig. Die neuen Regelungen würden dazu benutzt, Geld einzusparen, befürchtet Dr. Jens Göben vom Deutschen Hochschulverband. Der auf Medizinrecht spezialisierte Jurist sieht jedoch gerade für den Bereich der Medizin noch gute Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Vertragsrechts. Skeptisch steht er der Einführung der Juniorprofessur gegenüber. Den Wegfall der Habilitation in der Medizin könne man jedoch unbefangener diskutieren als in anderen Fachbereichen. ER
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