ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2000Ärztekammer Berlin: Menschenrechte in der Türkei stärken

SPEKTRUM: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Ärztekammer Berlin: Menschenrechte in der Türkei stärken

Dtsch Arztebl 2000; 97(17): A-1100 / B-934 / C-877

AE

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS BERLIN. Die Ärztekam-mer Berlin hat die Bundesregierung und die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, weiterhin Diplomaten als Prozessbeobachter in die Türkei zu schicken. Der dortigen Regierung müsse klar werden, dass das Land nur EU-Mitglied werden könne, wenn die Folter in türkischen Gefängnissen aufhöre und Menschenrechtsaktivisten nicht mehr unterdrückt würden. Die Kammer hatte sich mit der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, dem Berliner Behandlungszentrum für Folteropfer und dem Arbeitskreis Medizin/ Pflege von amnesty international in einem offenen Brief an die EU-Staaten gewendet.
Britta Jenkins verfolgte für die Ärztekammer Berlin in Izmir drei Gerichtsverfahren gegen Ärzte, die für das örtliche Behandlungszentrum für Folteropfer der türkischen Menschenrechtsstiftung arbeiten: Dr. Alp Ayan, Prof. Dr. Veli Lök und Dr. Zeki Uzun. Ayan wurde im vergangenen September inhaftiert, weil er an der Beerdigung eines im Gefängnis umgekommenen Häftlings teilnehmen wollte. Lök hatte die Verhaftung öffentlich kritisiert und sitzt nun wegen Verstoßes gegen das Pressegesetz auf der Anklagebank. Uzun ist angeklagt, Mitglieder einer illegalen Organisation zu unterstützen. Überraschend plädierte der Staatsanwalt in seinem Fall auf Freispruch. AE
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema