ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2000Freisetzungsrichtlinie ohne strenge Auflagen für die Gen-Industrie

SPEKTRUM: Nachrichten - Ausland

Freisetzungsrichtlinie ohne strenge Auflagen für die Gen-Industrie

Dtsch Arztebl 2000; 97(17): A-1101 / B-935 / C-878

afp

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LNSLNS STRASSBURG. Die Gegner einer Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen haben im Europaparlament eine Niederlage erlitten. Die Parlamentarier lehnten drei Änderungsanträge der Grünen ab. Sie sollten eine Freisetzung transgener Pflanzen mit Antibiotika-Resistenzgenen verhindern, der Gentechnik-Industrie eine Haftpflicht für Umwelt- und Gesundheitsschäden auferlegen und den Gentransfer unterbinden. Damit dürfte die novellierte EU-Freisetzungsrichtlinie ohne die von Umweltschützern geforderten strengen Auflagen für die Gentechnik-Industrie verabschiedet werden. Voraussichtlich tritt sie im Jahr 2002 in Kraft.
Die Grünen sprachen von einem „schweren Rückschlag für den Verbraucherschutz“. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland warnte, die Verbraucher bekämen es nun mit Produkten zu tun, „deren Hersteller dann, wenn es darauf ankommt, für Umweltschäden nicht haften wollen“. Von konservativen Europa-Abgeordneten wurde die Entscheidung begrüßt. afp
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