ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2000Steuervorteil verspielt

VARIA: Wirtschaft - Berichte

Steuervorteil verspielt

Dtsch Arztebl 2000; 97(17): A-1157 / B-985 / C-925

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LNSLNS Der Kauf einer Immobilie lohnt sich nicht nur, wenn man selbst darin wohnen will. Auch wer sein Haus oder seine Wohnung vermietet, kann langfristig eine gute Rendite erzielen. Hinzu kommen die steuerlichen Vorteile. So können beispielsweise die Schuldzinsen beim Finanzamt geltend gemacht werden, wenn man dem Finanzamt glaubhaft darlegt, dass man mit der Immobilie einen Ertrag erzielen will.
Hier begehen Vermieter aus Unwissenheit aber oft Fehler und verschleudern dadurch den Steuervorteil. So geben sie manchmal zu erkennen, dass sie daran denken, die Immobilie später einmal selbst zu nutzen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass viele Immobilienkäufer zwar solche Gedanken hegen, es dann später aber nie dazu kommt. Deshalb lohnt es sich nicht, aus diesem Grund auf die Steuervergünstigung zu verzichten.
Wenn die persönliche Nutzung oder auch ein Verkauf nicht tatsächlich schon fest beschlossen sind, sollten Vermieter gegenüber dem Finanzamt nicht den Eindruck erwecken, sie wollten das Objekt nur vorübergehend vermieten. In diesem Zusammenhang weist die Allgemeine Deutsche Direktbank auf einen Fall in Berlin hin. Dort hatte ein Hausbesitzer im Mietvertrag erwähnt, dass er den Verkauf des Hauses plane. Die Folge: Das Finanzamt wollte seine Anfangsverluste aus der Vermietung nicht anerkennen. Daraufhin zog der Hauseigentümer vor das Berliner Finanzgericht. Doch das gab dem Fiskus mit der Begründung Recht, es liege keine „Gewinnerzielungsabsicht“ vor. Nicht einmal die Tatsache, dass die Immobilie dann doch nicht verkauft wurde, konnte das Gericht erweichen. Der Fall ist aber noch nicht endgültig abgeschlossen, eine Revision noch möglich. PER
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