ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2000Morbus Down: Qualifizierte Beratung muss sein

SPEKTRUM: Leserbriefe

Morbus Down: Qualifizierte Beratung muss sein

Dtsch Arztebl 2000; 97(18): A-1178 / B-1004 / C-940

Möller, Bernhard

Zu dem Akut-Beitrag „Testmöglichkeiten verbessert“ von Rüdiger Meyer in Heft 11/2000:
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LNSLNS . . . Leider wird in dem Artikel der Eindruck erweckt, als ob es allein dar-
auf ankäme, einen möglichst sensitiven und spezifischen Test zur pränatalen Diagnostik des Down-Syndroms zu entwickeln. Dies entspricht einer unter Kollegen noch gängigen Vorstellung vom Down-Syndrom als Krankheit (MORBUS Down), die es ärztlicherseits in erster Linie möglichst frühzeitig zu erkennen oder noch besser zu verhindern gilt.
Auch ich musste in dieser Hinsicht mit der Geburt meines behinderten Sohnes hinzulernen, um zu erkennen, dass das Down-Syndrom zwar eine Entwicklungsverzögerung unterschiedlichen Ausmaßes beinhaltet, aber für die Betroffenen keineswegs ein Leiden im eigentlichen Wortsinn darstellt. Aus eigener Erfahrung mit meinem eigenen, inzwischen vier Jahre alten, Sohn und vielen anderen Menschen mit Down-Syndrom weiß ich, wie viel Lebensfreude diese Menschen besitzen.
Deshalb möchte ich Herrn Prof. Honnefelder ausdrücklich in seiner Aussage unterstützen, dass Voraussetzung für jedes Down-Syndrom-Screening eine qualifizierte Beratung sein muss . . .
Dr. med. Bernhard Möller, Kiefernweg 26, 33014 Bad Driburg
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