ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2000Bundes­aus­schuss: Undemokratisch

SPEKTRUM: Leserbriefe

Bundes­aus­schuss: Undemokratisch

Dtsch Arztebl 2000; 97(18): A-1182 / B-1007 / C-943

Walter, Gerhard

Zu dem Beitrag „Ansprüche der Versicherten präzisieren“ von Karl Jung et al. in Heft 7/2000:
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LNSLNS Jener Artikel enthält Begriffe wie: „Ehrenamt“ und „rechtsstaatlich“. Ehrenwort sticht Demokratie. Jener Bundes­aus­schuss für Ärzte und Krankenkassen ist unübertrefflich undemokratisch. Die „ehrenamtlichen“ Mitglieder werden benannt, nicht gewählt. Der Terminus „ehrenamtlich“ ist ein philologischer Griff in die herrenzynische Trickkiste. Wenige „ehrenamtliche“ Oligarchen üben unkontrolliert unvorstellbare Macht über die Gesundheit aller Versicherten und über Ärzte aus. Der Ausschuss verwaltet selbstherrlich sein Konkursverfahren der Spitzenklasse (GKV). Lüge? Ein Beispiel: Eine kernspintomographische Untersuchung (Bayern) wird „ehrlich“ mit circa 130 DM (gleich Preis einer Autotankfüllung) vergütet (Frankreich und Italien circa 800 DM). Kostendeckung gesucht. Deshalb ist es vonnöten, die Zwillingsschwester des ärztlichen Abrechnungsbetrugs beim Geburtsnamen zu rufen: Grüß Gott „Vergütungsbetrug“. Vergütungsbetrug wird durch den Ausschuss institutionalisiert und quasi zur Rechtsnorm: für alle gültig, für alle schädlich; Geburt eines Wortes aus dem Geiste des Betrugs.
Dr. med. Gerhard Walter, Gartenstraße 3, 91154 Roth
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