ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2000Arzneimittel für Kinder: Studie der GEK

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Arzneimittel für Kinder: Studie der GEK

Dtsch Arztebl 2000; 97(18): A-1186 / B-986 / C-922

Rieser, Sabine

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LNSLNS BERLIN. Auch Kinder erhalten neben sinnvollen Arzneimitteln solche von zweifelhaftem Nutzen. Mehrheitlich werden ihnen Medikamente jedoch angemessen verschrieben. Das gilt zumindest für junge Mitversicherte der Gmünder ErsatzKasse (GEK). Sie stellte Mitte April in Berlin eine Studie vor, erarbeitet in Kooperation mit Prof. Dr. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen.
Analysiert wurden alle Arzneiverordnungen 1999 der GEK für sechs- bis 14-Jährige, mehr als 900 000. Am häufigsten verordnet wurden Hustenmittel (16,4 Prozent), Schnupfenmittel (9,6 Prozent), Antibiotika (9,5 Prozent) und Schmerzmittel/ Mittel gegen rheumatische Beschwerden (8,4 Prozent). Knapp 40 Prozent der Präparate wurden von Allgemeinärzten verschrieben, 33 Prozent von Kinderärzten.
Der Anteil an Schlaf- und Beruhigungsmitteln ist mit 0,1 Prozent der Verordnungen gering. Dies sei eine Verbesserung gegenüber den 80er-Jahren, befand Glaeske. Psychopharmaka machten 1,3 Prozent aller Verordnungen für Kinder aus. Hier kritisierte Glaeske, dass Bettnässern immer noch Imipramin-haltige Mittel verschrieben würden. Zweiter Kritikpunkt war die angeblich zunehmende Verwendung von Ritalin.
Im Bereich der Schmerzmittel wurden zu 75 Prozent Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol verschrieben. Als bedenklich wertete es Glaeske, dass auch Diclofenac-haltige Mittel verordnet wurden, allerdings nur zu 1,6 Prozent. Kritisiert wurde auch, dass fünf Prozent der Verordnungen in diesem Segment auf Kombipräparate entfielen. Rie

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