ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2022Entscheidungshilfe zur prähospitalen Wirbelsäulenimmobilisation (Immo-Ampel)
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hintergrund: Wirbelsäulenverletzungen sind schwer einzuschätzende Verletzungen, die mit erheblichen neurologischen Schädigungen einhergehen können. Um eine Sekundärschädigung zu vermeiden, gilt die Immobilisation als State of the Art. Die Indikation zur Wirbelsäulenimmobilisation ist in Bezug auf mögliche Komplikationen sowie Vor- und Nachteile zu prüfen.

Methode: Dieses systematische Review zur Fragestellung der korrekten Indikation der Wirbelsäulenimmobilisation bei Traumapatientinnen und -patienten wurde auf der Grundlage einer von uns bereits publizierten Analyse zu möglichen Prädiktoren aus dem Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie erstellt. Basierend auf den Ergebnissen des Reviews wurden in einem Delphi-Verfahren Handlungsvorschläge zur Immobilisation erarbeitet.

Ergebnisse: Die Literaturrecherche ergab 576 Publikationen. In den 24 zur qualitativen Analyse eingeschlossenen Studien wurde von 2 228 076 Patienten berichtet. Basierend auf den Ergebnissen des Delphi-Verfahrens wurde eine Entscheidungshilfe zur Wirbelsäulenimmobilisation in der prähospitalen Traumaversorgung entwickelt (Immo-Ampel). Danach sind offensichtlich Schwerverletzte mit stumpfen Verletzungen, schwerem Schädel-Hirn-Trauma, peripher-neurologischen Symptomen oder behandlungsbedürftigen Wirbelsäulenschmerzen zu immobilisieren. Patienten mit einem statistisch erhöhten Verletzungsrisiko der Wirbelsäule infolge der 4S (Sturz > 3 m, schwere Rumpfverletzung, supraklavikuläre Verletzung, Seniorität [Alter > 65 Jahre]) sollten unter Abwägung der Vor- und Nachteile nur in ihrer Bewegung eingeschränkt werden. Isoliert penetrierende Rumpfverletzungen sind nicht zu immobilisieren.

Schlussfolgerung: Es fehlen weiterhin qualitativ hochwertige Studien, die den Vorteil einer prähospitalen Wirbelsäulenimmobilisation belegen. Entscheidungshilfen wie die Immo-Ampel können die Abwägung der Vor- und Nachteile einer Immobilisation unterstützen.

LNSLNS

Etwa 1–2 % aller Traumapatientinnen und -patienten erleiden Wirbelsäulenverletzungen, etwa bei einem Fünftel treten schwere neurologische Schäden auf (1, 2). Wirbelsäulenverletzungen werden über- aber auch unterschätzt (3, 4, 5, 6). Immobilisation soll sekundäre neurologische Schäden verhindern, kann jedoch auch nachteilig wirken oder falsche Sicherheit suggerieren.

Für die Anwendung der prähospitalen Immobilisation wird aktuell auf Entscheidungshilfen, die ursprünglich der Indikation einer Bildgebung zur Diagnosesicherung dienen sollten, zurückgegriffen wie zum Beispiel die NEXUS-Kriterien oder die Canadian-C-Spine-Rule (7, 8). Der Nutzen einer prähospitalen Immobilisation konnte nicht durch randomisierte kontrollierte Studien belegt werden (9, 10, 11, 12, 13). Daraus folgen individuelle Auslegungen, insbesondere bei Patienten, bei denen die Indikation zur Immobilisation weniger klar ersichtlich ist als bei Schwerstverletzten (9, 10, 11, 12, 13).

Zusätzlich werden verschiedenste Nachteile einer Immobilisation beschrieben, zum Beispiel erhöhter intrakranieller Druck durch Zervikalstützen (14), Lagerungsschmerz (15, 16, 17), verlängerte prähospitale Zeiten (18), erschwerte Intubationsbedingungen (19) oder Druckulzera (20).

Aus praktischen Überlegungen erscheint eine Immobilisation zielführend, wenn eine Aggravierung der Verletzung durch Bewegung befürchtet werden muss, beispielsweise bei instabilen Frakturen.

Fragestellung und Ziel

Ziel dieser Arbeit ist es, anhand vorliegender Studien eine praktische Entscheidungshilfe zur Wirbelsäulenimmobilisation in der prähospitalen Traumaversorgung zu entwickeln.

Methodik

Im Rahmen von Vorarbeiten der Autoren wurde eine Analyse im Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (TR-DGU) durchgeführt, um Prädiktoren für Wirbelsäulenverletzungen zu identifizieren (3, 21) (Kasten).

Ergebnisse aus der Traumaregisteranalyse
Kasten
Ergebnisse aus der Traumaregisteranalyse

Diese wurden in der vorliegenden Arbeit mittels Literatur, die dem PRISMA-Statement für systematische Reviews und dem PICO-Schema (PICO, „population, interventions, comparison, outcome“) folgt, verifiziert. Das Review ist im Register für systematische Reviews PROSPERO registriert (ID: CRD42021232806). Details finden sich im eMethodenteil.

Ergebnis

Systematische Auswahl der Studien

Die Literaturrecherche ergab zunächst 576 Publikationen, von denen 24 eingeschlossen werden konnten (Grafik 1).

PRISMA-Flussdiagramm der Literaturrecherche und Studienauswahl
Grafik 1
PRISMA-Flussdiagramm der Literaturrecherche und Studienauswahl

Studiencharakteristik

Die eingeschlossenen Arbeiten umfassen 2 228 076 Patienten; bei vier Publikationen ist die Patientenanzahl unklar. Die Ergebnisse sind aufgrund der heterogenen Daten beziehungsweise Endpunkte und Studienqualität rein deskriptiv ausgewertet. Hinsichtlich der Literaturbewertung zeigt sich eine niedrige bis mittlere Qualität; der „mean quality index score“ liegt für randomisierte kontrollierte Studien (RCT) bei 14,0 und für Beobachtungsstudien bei 11,7 (eTabelle1 und eTabelle 2).

Ergebnis der Literaturbewertung mittels Checkliste von Downs & Black 1998
eTabelle 1
Ergebnis der Literaturbewertung mittels Checkliste von Downs & Black 1998
Bewertung der systematischen Reviews mittels AMSTAR 2
eTabelle 2
Bewertung der systematischen Reviews mittels AMSTAR 2

Ergebnisse des Literaturreviews

Die Ergebnisse des Reviews werden analog zu den – in der vorausgehenden Analyse aus dem TR-DGU – aufgezeigten Kernpunkten präsentiert und Überlegungen zur prähospitalem Umsetzung ergänzt. Daten zur Berechnung prädiktiver Werte wurden nur in 7 von 24 Publikationen berichtet.

Isoliert penetrierende Traumata

Die Analyse aus dem TR-DGU zeigt eine hohe Prävalenz für Wirbelsäulenverletzungen AIS3 + bei stumpfen Traumata (Odds Ratio [OR] = 4,066 für die gesamte Wirbelsäule beziehungsweise OR = 3,640 für die Halswirbelsäule [HWS]), jedoch nicht bei penetrierenden Traumata (3, 21). In einer unadjustierten retrospektiven Analyse von über 30 000 Patienten wird berichtet, dass nur 0,034 % (n = 12) der vigilanten Patienten mit penetrierenden Traumata auch Wirbelsäulenverletzungen mit deutlichen neurologischen Symptomen hatten (25). Eine Analyse von 45 284 Betroffenen mit penetrierenden Traumata zeigte eine unadjustierte Letalität in der immobilisierten Gruppe von 14,7 % versus 7,2 % (p < 0,001) in der nichtimmobilisierten Gruppe (positiver prädiktiver Wert [ppV]: 14,7 %, 95-%-Konfidenzintervall: [13,1; 16,3]; negativer prädiktiver Wert [npV]: 92,8 % [92,6; 93,0]) (26). In einer weiteren Untersuchung wurde nachgewiesen, dass mehr immobilisierte als nichtimmobilisierte Patienten mit penetrierendem zervikalen Trauma verstarben (OR = 2,77 [1,18; 6,46], p = 0,02) (27).

Offensichtlich schwer verletzte Patienten

Mit Verletzungsschwere und Zahl der betroffenen Körperregionen steigt die Wahrscheinlichkeit eines Wirbelsäulentraumas (28). Die Analyse aus dem TR-DGU ergibt einen systolischen Blutdruck ≤ 90 mmHg als signifikanten Prädiktor für Wirbelsäulenverletzungen (21) und interpretiert diesen als Surrogat für Schwerverletzte.

(Peripher) motorische/neurologische Defizite

Periphere motorische/neurologische Defizite sind die stärksten Prädiktoren für Wirbelsäulentraumata in der Analyse des TR-DGU (OR = 3,171 für die gesamte Wirbelsäule beziehungsweise OR = 7,462 für die HWS, p < 0,001) und müssen deshalb als Warnsignal gesehen werden (3). Domeier et al. fanden bei 14,5 % der Patienten mit Wirbelsäulenverletzungen neurologische Symptome (29) und nach einer retrospektiven Analyse weisen Patienten mit Wirbelsäulenverletzung häufiger neurologische Symptome auf (42 % versus 17 %, p = 0,035) (30).

Schädel-Hirn-Trauma

Laut der TR-DGU-Analyse liegt bei 11,9 % der Patienten mit scheinbar isoliertem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) und bei sogar 40,7 % der Personen mit SHT sowie Mehrfachverletzung eine Wirbelsäulenverletzung vor (3). Dies bestätigen Schinkel et al. für Patienten mit schwerem SHT (28) und Tian et al. für komatöse Patienten mit SHT (ppV: 11,6 % [7,9; 16,4]; npV: 96,0 % [93,1; 97,9], nicht adjustiert) (31).

Schmerzen der Wirbelsäule

Studien zu Schmerzen im Sinne der Fragestellung sind kaum zu finden. Generell gilt, dass Schmerzen als Warnsignal für eventuell vorliegende Verletzungen betrachtet werden sollten (32, 29).

Kinematik

In verschiedenen Studien wird darauf verwiesen, dass die Unfallkinematik Hinweise auf eine Wirbelsäulenverletzung geben kann (8, 33). Cooper et al. beschrieben Stürze als häufigste Ursache für Wirbelsäulenverletzungen (unadjustierte OR, ppV: 6,0 % [4,9; 7,3]; npV: 96,7 % [95,9; 97,4]) (34). Diese Einschätzung teilen auch Oteir und Kolleginnen sowie Kollegen (adjustiert ppV: 0,3 % [0,2; 0,3]; npV: 99,8 % [99,8; 99,9]) (35). Eine prospektive Kohortenstudie mit 6 500 Patienten konnte aus dem Unfallmechanismus keine Vorhersage bezüglich resultierender Verletzungen ableiten (36). In der TR-DGU-Analyse war lediglich ein Sturz aus > 3 m Höhe ein Risikofaktor für Verletzungen der Wirbelsäule (OR = 2,243; p < 0,001) (21). Dabei sei angemerkt, dass im TR-DGU weniger schwer verletzte Patienten nicht berücksichtigt werden (33).

Schwere Begleitverletzung

Wirbelsäulenverletzungen zeigten sich in der TR-DGU-Analyse vergesellschaftet mit thorakalen und abdominellen Verletzungen. Auch die Inzidenz von thorakolumbalen Frakturen bei Patienten mit und ohne schwere Begleitverletzungen (OR = 1,9, [1,4; 2,6]; p < 0,001) bestätigt dies (34). Schinkel et al. fanden signifikant mehr Brustwirbel- beziehungsweise Lendenwirbelsäulenverletzungen bei korrespondierenden thorako- oder abdominellen Verletzungen (28).

Supraklavikuläre Verletzungen

Die Datenanalyse aus dem TR-DGU hat Gesichtsschädelverletzungen nicht als prädiktiv für HWS-Verletzungen klassifizieren können (OR = 0,183 für Gesichtsverletzungen und OR = 0,876 für Schädelverletzungen), jedoch muss hier auf das selektierte Patientenkollektiv des TR-DGU hingewiesen werden (3). Andere Studien zeigen, dass bei Gesichtsschädelverletzungen das Risiko einer Halswirbelsäulenschädigung verdoppelt sein kann (e1, e2). Gerade für geriatrische Patienten nach einfachem Stolpersturz wird ein erhöhtes Risiko für HWS-Verletzungen beschrieben (e3, e4).

Alter

Patienten mit einem Alter über 65 Jahre erleiden häufiger eine Verletzung der HWS auch bei niedriger Unfallenergie. Die Analyse des TR-DGU konnte diese Risikokonstellation mit einer OR von 1,344 ([1,236; 1,461], p < 0,001) bestätigen (3). McCoy et al. zeigten sogar bei Patienten ≥ 65 Jahren ein 3,27-fach erhöhtes Risiko (relatives Risiko [RR] = 3,27 [1,66; 6,45]; ppV: 12,6 % [9,1; 16,8]; npV: 95,4 % [92,9; 97,3], unadjustiert) (e5). Als Ursachen werden die reduzierte Mobilität sowie degenerative Veränderungen diskutiert (e6, e7).

Vorschlag für Handlungsempfehlungen

Als Vorschlag für die rettungsdienstliche Praxis zur prähospitalen Wirbelsäulenimmobilisation wurde aus den vorliegenden Ergebnissen mittels Delphi-Runde die sogenannte „Immo-Ampel“ abgeleitet (Grafik 2). Die „Immo-Ampel“ teilt die Traumapatienten in drei Kategorien ein, wobei dem Ergebnis der klinischen Untersuchung höchste Priorität zukommt und zusätzlich einige wenige Risikofaktoren als Ergebnis der Traumaregisteranalyse mitbetrachtet werden (3).

Die Immo-Ampel für erwachsene auskunftsfähige Patienten
Grafik 2
Die Immo-Ampel für erwachsene auskunftsfähige Patienten

Diskussion

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, eine praxistaugliche Entscheidungshilfe zur prähospitalen Indikationsstellung einer Wirbelsäulenimmobilisationen zu entwickeln. Diese ist nicht gleichzusetzen mit einer Diagnosestellung, die in der Regel eine Schnittbilddiagnostik erfordert (e8). Schweigkofler et al. konnten demonstrieren, dass Wirbelsäulenverletzungen beim Schwerverletzten seltener angenommen werden als deren wirkliche Inzidenz (31 % versus 34 %) (e8). Um neurologische Schäden zu vermeiden, wurde die Wirbelsäulenimmobilisation im Rettungsdienst favorisiert. In Anbetracht fehlender Studien, die eine Wirksamkeit der prähospitalen Wirbelsäulenimmobilisation belegen, und zahlreicher Publikationen, die potenzielle Nachteile der Immobilisation nachweisen, wird die Immobilisation zunehmend restriktiv diskutiert (11, e9, e10). Die vorgeschlagene Kategorisierung soll die Risikoabwägung erleichtern:

Kategorie Rot: Die Kategorie Rot umfasst Patienten, bei denen die Untersuchungsbefunde auf eine Wirbelsäulenverletzung hinweisen und die somit vollimmobilisiert werden sollen. Diverse Leitlinien stützen diese Einschätzung (37, 11). Als auffälliger Untersuchungsbefund müssen neben einem peripher oder zentral neurologischem Defizit auch Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule als „red flag” verstanden werden. Spätestens, wenn Verletzte pharmakologische Analgesie benötigen, erscheint eine Immobilisation indiziert. Das Rettungsteam muss daher geschult sein, Schmerzen als Warnsignal zu interpretieren und zu behandeln (29, 32, 38).

Kategorie Gelb: Der Kategorie Gelb werden Patienten zugeordnet, deren klinischer Untersuchungsbefund der Wirbelsäule unauffällig ist (keine Schmerzen, Bewegungseinschränkung et cetera). Diese Personen weisen jedoch Risikofaktoren für eine Wirbelsäulenverletzung auf.

Nach Hauswald et al. treten bei Patienten mit stumpfen Wirbelsäulenverletzungen ohne Immobilisation weniger neurologische Schädigungen als mit Immobilisation auf (OR adjustiert = 2,03 [1,03; 3,99]; p = 0,04; ppV: 21,0 % [16,8%; 25,8%]; npV: 89,2 % [82,2%; 94,1%]) (39). Eine neurologische Verschlechterung bei nichtimmobilisierten Patienten mit Wirbelsäulenverletzungen wurde nicht beobachtet (40). Andere Autorinnen und Autoren empfehlen die Anwendung der NEXUS-Kriterien (e11). Eine zurückhaltende Immobilisationsstrategie bei Patienten ≥ 60 Jahren beeinflusste die Inzidenz neurologischer Defizite retrospektiv nicht (6,5 %, n = 8 versus 5,3, n = 6; p = 0,69) (e12). In zwei weiteren Literaturreviews konnte kein Vorteil der Immobilisation gefunden werden; es werden Hinweise beschrieben, dass die prähospitale Immobilisation nicht vorteilhaft erscheint (13, e13).

Eine klinische Studie mit über 1 000 Patienten zeigte, dass eine Bildgebung und damit vermutlich auch Immobilisation der Halswirbelsäule bei vigilanten Traumapatienten ohne supraklavikuläre Schmerzen nur selten indiziert ist (e14). Auch bezüglich der Anwendung von Zervikalstützen konnte kein eindeutiger Vorteil gezeigt werden (2, 10, e15).

Andererseits ist in verschiedenen Fallserien nachzulesen, dass auch bei initial unauffälligem neurologischen Befund instabile Wirbelsäulenverletzungen vorkommen und protrahiert zu einem neurologischen Defizit führen können (e16, e17). In einer gutachterlichen Betrachtung von 59 Patienten mit Wirbelsäulenverletzung fanden sich 27 Patienten, bei denen es im Verlauf zur neurologischen Verschlechterung kam; 23 davon wurden auf eine fehlende/unzureichende Immobilisation zurückgeführt (e18).

Ein kompletter Verzicht auf Ruhigstellungsmaßnahmen bei vorliegenden Risikofaktoren erscheint deshalb selbst bei unauffälligem Untersuchungsbefund nicht angemessen, insbesondere auch, weil unwillkürliche Bewegungen durch den Transport nicht ausgeschlossen werden können.

Die Datenanalyse aus dem TR-DGU hat vier unabhängige Risikofaktoren für Wirbelsäulenverletzungen, die als 4S in die Immo-Ampel eingegangen sind, identifiziert:

  • Seniorität > 65 Jahre
  • Sturz aus > 3 m Höhe
  • supraklavikuläre Verletzungen
  • schwere thorakoabdominelle Begleitverletzung.

Alle vier Prädiktoren deuten isoliert bereits auf ein – additiv steigendes – Risiko für eine Wirbelsäulenverletzung hin. Dabei ist die genannte Altersgrenze von 65 Jahren nicht als Absolutwert zu betrachten; vielmehr steigt das Risiko mit zunehmendem Lebensalter, da die degenerativen Veränderungen zunehmen.

Auch wenn sich in der Analyse des TR-DGU lediglich der Sturz aus > 3 m als Prädiktor einer Wirbelsäulenverletzung herauskristallisierte, sollte eine energetisch vergleichbare Kinematik bei der körperlichen Untersuchung zu einer erhöhten Aufmerksamkeit hinsichtlich einer Wirbelsäulenverletzung führen.

Mit zunehmender Schwere und Anzahl an Rumpfverletzungen steigt das Risiko für ein Wirbelsäulentrauma. Die NEXUS-Kriterien verstehen „ablenkende Verletzungen“ im Sinne einer inadäquaten Schmerzwahrnehmung bezüglich der Wirbelsäule; dies wurde bereits kritisch hinterfragt beziehungsweise widerlegt (e19, e11). Die Autoren sehen Rumpfverletzungen unabhängig von der Schmerzintensität als Risikofaktor einer Wirbelsäulenverletzung. Bei vigilanten Patienten mit unauffälligem Untersuchungsbefund ist zwischen Nutzen und Risiko einer Immobilisation abzuwägen (e13, e20, e21, e22).

Kategorie Grün: Die Kategorie Grün schließt Patienten mit klinisch unauffälligem Untersuchungsbefund der Wirbelsäule ohne weitere Risikofaktoren ein sowie solche, die ein isoliertes penetrierendes Trauma des Körperstammes erlitten haben. Mehrere Übersichtsarbeiten favorisieren eine zeitnahe chirurgische Intervention anstelle einer (HWS-)Immobilisation (17, 18, 27, e13, e23, e24).

Durchführung der Immobilisation

Dass ABC-Probleme bei instabilen Patienten im Sinne von „treat first, what kills first“ prioritär gegenüber der Immobilisation behandelt werden, ist Grundlage in der Notfallmedizin und bedarf keiner weiteren Erklärung. Wie bei allen medizinischen Maßnahmen sollten auch bei der Immobilisation mögliche Nachteile in die differenzierte Indikationsstellung eingehen.

Handlungsvorschlag Kategorie Rot: Immobilisation

Die Autoren empfehlen für diese Kategorie eine Vollimmobilisation. Die Studienlage zur Umsetzung mit Vakuummatratze oder Spineboard ist widersprüchlich und die Qualität der Studien uneinheitlich (e15, e25, e26, e27). Ziel ist die vollständige Ruhigstellung der gesamten Wirbelsäule. Im Zusammenhang mit einem vorliegenden höhergradigen Schädel-Hirn-Trauma weisen verschiedene Studien auf einen möglichen Anstieg des intrakraniellen Drucks durch die Verwendung einer starren Zervikalstütze hin (e28, e29, e30, e31). Daher sollte insbesondere bei bestehender Hirndrucksymptomatik (Pupillenerweiterung, Strecksynergismen, Streckreaktion auf Schmerzreiz, progrediente Bewusstseinstrübung) alternative Immobilisationsmethoden der HWS wie Headblocks oder eine manuelle Technik erwogen werden. Entscheidend ist der Immobilisationserfolg der HWS, nicht das Verfahren (e14, e19, e25, e26).

Traumapatienten mit deutlicher Bewusstseinseinschränkung oder Desorientierung ohne ausreichende Rumpfkontrolle sollten eine Immobilisation erhalten.

Handlungsvorschlag Kategorie Gelb: Bewegungseinschränkung

Patienten dieser Kategorie sollten eine Bewegungseinschränkung des gefährdeten Wirbelsäulenabschnitts erfahren, um bei erhaltener Rumpfkontrolle größere unwillkürliche Bewegungen der Wirbelsäule zu verhindern (e31, e32).

Als Hilfsmittel kommen dazu die Trage in Verbindung mit der Zervikalstütze (HWS), Spineboard mit Headblocks oder die Vakuummatratze gegebenenfalls in Verbindung mit Headblocks oder Zervikalstütze in Betracht – diese können je nach betroffener Körperregion eingesetzt werden. Auch eine manuelle Einschränkung der HWS-Beweglichkeit ist denkbar. Zwar immobilisiert die Zervikalstütze nicht vollständig (e33, e34, e35, e36, e37), jedoch geht es bei der Bewegungseinschränkung nur um eine Stabilisierung gegen unwillkürliche Bewegungen bei erhaltener Rumpfkontrolle, was eine Zervikalstütze für die HWS zweifelsfrei gewährleistet (e32, e33, e34, e35, e36). Die erwähnten Limitationen in der Anwendung der Zervikalstütze bei schwerem Schädel-Hirn-Trauma bestehen für diese Kategorie nicht, da es sich um neurologisch unauffällige Patienten handelt.

Limitation

Die Immo-Ampel basiert neben der Registeranalyse auf systematischen Literaturrecherchen, in denen keine methodisch hochwertigen Studien gefunden werden konnten. Dies birgt die Gefahr für nicht detektierte Confounder und muss bei der Bewertung berücksichtigt werden. Eine Validierung der Immo-Ampel im Versorgungsalltag steht noch aus.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 24.01.2022, revidierte Fassung angenommen: 21.07.2022

Anschrift für die Verfasser
Dr. David Häske, MSc MBA
Zentrum für öffentliches Gesundheitswesen und Versorgungsforschung
Universitätsklinikum Tübingen
Osianderstrasse 5, 72076 Tübingen
david.haeske@med.uni-tuebingen.de

Zitierweise
Häske D, Blumenstock G, Hossfeld B, Wölfl C, Schweigkofler U, Stock JP: The Immo traffic light system as a decision-making tool for prehospital spinal immobilization—a systematic review. Dtsch Arztebl Int 2022; 119: 753–8. DOI: 10.3238/arztebl.m2022.0291

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eLiteratur, eMethodenteil, eTabelle:
www.aerzteblatt.de/m2022.0291 oder über QR-Code

1.
Kreinest M, Gliwitzky B, Goller S, Münzberg M: Präklinische Immobilisation der Wirbelsäule. Notfall Rettungsmed 2016; 19: 41–7 CrossRef
2.
Sundstrøm T, Asbjørnsen H, Habiba S, Sunde GA, Wester K: Prehospital use of cervical collars in trauma patients: a critical review. J Neurotrauma 2014; 31: 531–40 CrossRef MEDLINE PubMed Central
3.
Häske D, Lefering R, Stock J-P, Kreinest M: Epidemiology and predictors of traumatic spine injury in severely injured patients: implications for emergency procedures. Eur J Trauma Emerg Surg 2020; 48: 1975–83 CrossRef MEDLINE PubMed Central
4.
Kreinest M, Goller S, Gliwitzky B, et al.: Expertise of German paramedics concerning the prehospital treatment of patients with spinal trauma. Eur J Trauma Emerg Surg 2017; 43(3): 371–6 CrossRef MEDLINE
5.
Ten Brinke JG, Gebbink WK, Pallada L, Saltzherr TP, Hogervorst M, Goslings JC: Value of prehospital assessment of spine fracture by paramedics. Eur J Trauma Emerg Surg 2018; 44: 551–4 CrossRef MEDLINE PubMed Central
6.
Kreinest M, Goller S, Rauch G, et al.: Einflussfaktoren auf die präklinische Anlage einer Zervikalstütze. Unfallchirurg 2017; 120: 675–82 CrossRef MEDLINE
7.
Hoffman JR, Wolfson AB, Todd K, Mower WR: Selective cervical spine radiography in blunt trauma: methodology of the National Emergency X-Radiography Utilization Study (NEXUS). Ann Emerg Med 1998; 32: 461–9 CrossRef
8.
Stiell IG, Wells GA, Vandemheen KL, et al.: The Canadian C-spine rule for radiography in alert and stable trauma patients. JAMA 2001; 286: 1841–8 CrossRef MEDLINE
9.
Kwan I, Bunn F, Roberts I: Spinal immobilisation for trauma patients. Cochrane Database Syst Rev 2001; 2001(2): CD002803 CrossRef
10.
Hood N, Considine J: Spinal immobilisaton in pre-hospital and emergency care: a systematic review of the literature. Australas Emerg Nurs J 2015; 18: 118–37 CrossRef MEDLINE
11.
Maschmann C, Jeppesen E, Rubin MA, Barfod C: New clinical guidelines on the spinal stabilisation of adult trauma patients—consensus and evidence based. Scand J Trauma Resusc Emerg Med 2019; 27: 77 CrossRef MEDLINE PubMed Central
12.
Akilov M: Should every patient with suspected spinal cord injury and risk of a secondary spinal cord injury undergo spinal immobilization in prehospital settings? Final Master Thesis of General Medicine. Kaunas: Lithuanian University of Health Sciences, Medical Academy, Faculty of Medicine, Department of Disaster Medicine 2020.
13.
Purvis TA, Carlin B, Driscoll P: The definite risks and questionable benefits of liberal pre-hospital spinal immobilisation. Am J Emerg Med 2017; 35: 860–6 CrossRef MEDLINE
14.
Núñez-Patiño RA, Rubiano AM, Godoy DA: Impact of cervical collars on intracranial pressure values in traumatic brain injury: a systematic review and meta-analysis of prospective studies. Neurocrit Care 2020; 32: 469–77 CrossRef MEDLINE
15.
Freauf M, Puckeridge N: To board or not to board: an evidence review of prehospital spinal immobilization. JEMS 2015; 40: 43–5.
16.
Lerner EB, Billittier AJ, Moscati RM: The effects of neutral positioning with and without padding on spinal immobilization of healthy subjects. Prehosp Emerg Care 1998; 2: 112–6 CrossRef MEDLINE
17.
Connor D, Greaves I, Porter K, Bloch M: Pre-hospital spinal immobilisation: an initial consensus statement. Emerg Med J 2013; 30: 1067–9 CrossRef MEDLINE
18.
Oteir AO, Smith K, Stoelwinder JU, Middleton J, Jennings PA: Should suspected cervical spinal cord injury be immobilised? A systematic review. Injury 2015; 46: 528–35 CrossRef MEDLINE
19.
Nemunaitis G, Roach MJ, Hefzy MS, Mejia M: Redesign of a spine board: proof of concept evaluation. Assist Technol 2016; 28: 144–51 CrossRef MEDLINE
20.
Ham WHW, Schoonhoven L, Schuurmans MJ, Leenen LPH: Pressure ulcers, indentation marks and pain from cervical spine immobilization with extrication collars and headblocks: an observational study. Injury 2016: 1924–31 CrossRef MEDLINE
21.
Häske D, Lefering R, Stock J-P, Kreinest M: Correction to: epidemiology and predictors of traumatic spine injury in severely injured patients: implications for emergency procedures. Eur J Trauma Emerg Surg 2022; 48: 1985–6 CrossRef MEDLINE PubMed Central
22.
AUC - Akademie der Unfallchirurgie GmbH: TraumaRegister DGU®: Jahresbericht 2021. www.traumaregister-dgu.de/fileadmin/user_upload/TR-DGU_Jahresbericht_2021.pdf (last accessed on 28 June 2022).
23.
Downs SH, Black N: The feasibility of creating a checklist for the assessment of the methodological quality both of randomised and non-randomised studies of health care interventions. J Epidemiol Community Health 1998; 52: 377–84 CrossRef MEDLINE PubMed Central
24.
Shea BJ, Reeves BC, Wells G, et al.: AMSTAR 2: a critical appraisal tool for systematic reviews that include randomised or non-randomised studies of healthcare interventions, or both. BMJ 2017; 358: j4008 CrossRef MEDLINE PubMed Central
25.
Connell RA, Graham CA, Munro PT: Is spinal immobilisation necessary for all patients sustaining isolated penetrating trauma? Injury 2003; 34: 912–4 CrossRef
26.
Haut ER, Kalish BT, Efron DT, et al.: Spine immobilization in penetrating trauma: more harm than good? J Trauma 2010; 68: 115–20 CrossRef MEDLINE
27.
Vanderlan WB, Tew BE, McSwain NE: Increased risk of death with cervical spine immobilisation in penetrating cervical trauma. Injury 2009; 40: 880–3 CrossRef MEDLINE
28.
Schinkel C, Frangen TM, Kmetic A, Andress H-J, Muhr G: Wirbelsäulenfrakturen bei Mehrfachverletzten Eine Analyse des DGU-Traumaregisters. Unfallchirurg 2007; 110: 946–52 CrossRef MEDLINE
29.
Domeier RM, Evans RW, Swor RA, Rivera-Rivera EJ, Frederiksen SM: Prehospital clinical findings associated with spinal injury. Prehosp Emerg Care 1997; 1: 11–5 CrossRef MEDLINE
30.
Flabouris A: Clinical features, patterns of referral and out of hospital transport events for patients with suspected isolated spinal injury. Injury 2001; 32: 569–75 CrossRef
31.
Tian H-L, Guo Y, Hu J, et al.: Clinical characterization of comatose patients with cervical spine injury and traumatic brain injury. J Trauma 2009; 67: 1305–10 CrossRef MEDLINE
32.
Oosterwold JT, Sagel DC, van Grunsven PM, Holla M, Man-van Ginkel J de, Berben S: The characteristics and pre-hospital management of blunt trauma patients with suspected spinal column injuries: a retrospective observational study. Eur J Trauma Emerg Surg 2017; 43: 513–24 CrossRef MEDLINE PubMed Central
33.
Scheidt S, Roessler PP, Pedrood S, et al.: Einfluss des Unfallmechanismus auf die Verletzungen der Halswirbelsäule. Unfallchirurg 2019; 122: 958–66 CrossRef MEDLINE
34.
Cooper C, Dunham CM, Rodriguez A: Falls and major injuries are risk factors for thoracolumbar fractures: cognitive impairment and multiple injuries impede the detection of back pain and tenderness. J Trauma 1995; 38: 692–6 CrossRef MEDLINE
35.
Oteir AO, Smith K, Stoelwinder J, et al.: Prehospital predictors of traumatic spinal cord injury in Victoria, Australia. Prehosp Emerg Care 2017; 21: 583–90 CrossRef MEDLINE
36.
Domeier RM, Evans RW, Swor RA, et al.: The reliability of prehospital clinical evaluation for potential spinal injury is not affected by the mechanism of injury. Prehosp Emerg Care 1999; 3: 332–7 CrossRef MEDLINE
37.
Polytrauma Guideline Update Group: Level 3 guideline on the treatment of patients with severe/multiple injuries: AWMF Register-Nr. 012/019. Eur J Trauma Emerg Surg 2018; (Suppl 1): 3–271 CrossRef MEDLINE PubMed Central
38.
Häske D, Böttiger BW, Bouillon B, et al.: Analgesia in patients with trauma in emergency medicine. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 785–92 VOLLTEXT
39.
Hauswald M, Ong G, Tandberg D, Omar Z: Out-of-hospital spinal immobilization: its effect on neurologic injury. Acad Emerg Med 1998; 5: 214–9 CrossRef MEDLINE
40.
McDonald NE, Curran-Sills G, Thomas RE: Outcomes and characteristics of non-immobilised, spine-injured trauma patients: a systematic review of prehospital selective immobilisation protocols. Emerg Med J 2016; 33: 732–40 CrossRef MEDLINE
e1.
Reich W, Surov A, Eckert AW: Maxillofacial trauma—underestimation of cervical spine injury. J Craniomaxillofac Surg 2016; 44: 1469–78 CrossRef MEDLINE
e2.
Puolakkainen T, Thorén H, Vähäsilta L, et al.: Cervical spine injuries in facial fracture patients—injury mechanism and fracture type matter. J Craniomaxillofac Surg 2021; 49: 387–93 CrossRef MEDLINE
e3.
Betsch M, Blizzard S, Krishnamoorthy B, Yoo J: Zusammenhang zwischen der Degeneration der Halswirbelsäule und dem Vorhandensein von Dens-Frakturen [Association between Cervical Spine Degeneration and the Presence of Dens Fractures]. Z Orthop Unfall 2020; 158: 46–50 CrossRef MEDLINE
e4.
Kamp O, Jansen O, Lefering R, et al.: Survival among patients with severe high cervical spine injuries—a TraumaRegister DGU database study. Scand J Trauma Resusc Emerg Med 2021; 29: 1 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e5.
McCoy CE, Loza-Gomez A, Lee Puckett J, et al.: Quantifying the risk of spinal injury in motor vehicle collisions according to ambulatory status: a prospective analytical study. J Emerg Med 2017; 52: 151–9 CrossRef MEDLINE
e6.
Squarza S, Uggetti CL, Politi MA, et al.: C1-C2 fractures in asymptomatic elderly patients with minor head trauma: evaluation with a dedicated head CT protocol. Radiol Bras 2019; 52: 17–23 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e7.
Jeanmonod R, Varacallo M: Geriatric cervical spine injury. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing 2022.
e8.
Schweigkofler U, Braun J, Schlechtriemen T, Hoffmann R, Lefering R, Reimertz C: Bedeutung der Luftrettung bei der präklinischen Traumaversorgung [Significance of helicopter emergency medical service in prehospital trauma care]. Z Orthop Unfall 2015; 153: 387–91 CrossRef MEDLINE
e9.
Kornhall DK, Jørgensen JJ, Brommeland T, et al.: The Norwegian guidelines for the prehospital management of adult trauma patients with potential spinal injury. Scand J Trauma Resusc Emerg Med 2017: 2 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e10.
Kreinest M, Gliwitzky B, Schüler S, Grützner PA, Münzberg M: Development of a new emergency medicine spinal immobilization protocol for trauma patients and a test of applicability by German emergency care providers. Scand J Trauma Resusc Emerg Med 2016; 24: 71 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e11.
Cason B, Rostas J, Simmons J, Frotan MA, Brevard SB, Gonzalez RP: Thoracolumbar spine clearance: clinical examination for patients with distracting injuries. J Trauma Acute Care Surg 2016; 80: 125–30 CrossRef MEDLINE
e12.
Underbrink L, Dalton AT, Leonard J, et al.: New immobilization guidelines change EMS critical thinking in older adults with spine trauma. Prehosp Emerg Care 2018; 22: 637–44 CrossRef MEDLINE
e13.
Stuke LE, Pons PT, Guy JS, Chapleau WP, Butler FK, McSwain NE: Prehospital spine immobilization for penetrating trauma—review and recommendations from the Prehospital Trauma Life Support Executive Committee. J Trauma 2011; 71: 763–9; discussion 769–70 CrossRef MEDLINE
e14.
Drain J, Wilson ES, Moore TA, Vallier HA: Does prehospital spinal immobilization influence in hospital decision to obtain imaging after trauma? Injury 2020; 51: 935–41 CrossRef MEDLINE
e15.
Wampler DA, Pineda C, Polk J, et al.: The long spine board does not reduce lateral motion during transport—a randomized healthy volunteer crossover trial. Am J Emerg Med 2016: 717–21 CrossRef MEDLINE
e16.
Toscano J: Prevention of neurological deterioration before admission to a spinal cord injury unit. Paraplegia 1988; 26: 143–50 CrossRef MEDLINE
e17.
Levi AD, Hurlbert RJ, Anderson P, et al.: Neurologic deterioration secondary to unrecognized spinal instability following trauma—a multicenter study. Spine (Phila Pa 1976) 2006; 31: 451–8 CrossRef MEDLINE
e18.
Todd NV, Skinner D, Wilson-MacDonald J: Secondary neurological deterioration in traumatic spinal injury: data from medicolegal cases. Bone Joint J 2015; 97-B: 527–31 CrossRef MEDLINE
e19.
Konstantinidis A, Plurad D, Barmparas G, et al.: The presence of nonthoracic distracting injuries does not affect the initial clinical examination of the cervical spine in evaluable blunt trauma patients: a prospective observational study. J Trauma 2011; 71: 528–32 CrossRef MEDLINE
e20.
Benger J, Blackham J: Why do we put cervical collars on conscious trauma patients? Scand J Trauma Resusc Emerg Med 2009; 17: 44 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e21.
Rogers L: No place for the rigid cervical collar in pre-hospital care. International Paramedic Practice 2017; 7: 12–5 CrossRef
e22.
Tatum JM, Melo N, Ko A, et al.: Validation of a field spinal motion restriction protocol in a level I trauma center. J Surg Res 2017; 211: 223–7 CrossRef MEDLINE
e23.
Walters BC, Hadley MN, Hurlbert RJ, et al.: Guidelines for the management of acute cervical spine and spinal cord injuries: 2013 update. Neurosurgery 2013; 60: 82–91 CrossRef MEDLINE
e24.
Velopulos CG, Shihab HM, Lottenberg L, et al.: Prehospital spine immobilization/spinal motion restriction in penetrating trauma: a practice management guideline from the Eastern Association for the Surgery of Trauma (EAST). J Trauma Acute Care Surg 2018; 84: 736–44 CrossRef MEDLINE
e25.
Nolte PC, Uzun DD, Häske D, et al.: Analysis of cervical spine immobilization during patient transport in emergency medical services. Eur J Trauma Emerg Surg 2019; 47: 719–26 CrossRef MEDLINE
e26.
Johnson DR, Hauswald M, Stockhoff C: Comparison of a vacuum splint device to a rigid backboard for spinal immobilization. Am J Emerg Med 1996; 14: 369–72 CrossRef
e27.
Uzun DD, Jung MK, Weerts J, et al.: Remaining cervical spine movement under different immobilization techniques. Prehosp Disaster Med 2020; 35: 382–7 CrossRef MEDLINE
e28.
Craig GR, Nielsen MS: Rigid cervical collars and intracranial pressure. Intensive Care Med 1991; 17: 504–5 CrossRef MEDLINE
e29.
Davies G, Deakin C, Wilson A: The effect of a rigid collar on intracranial pressure. Injury 1996; 27: 647–9 CrossRef
e30.
Hunt K, Hallworth S, Smith M: The effects of rigid collar placement on intracranial and cerebral perfusion pressures. Anaesthesia 2001; 56: 511–3 CrossRef MEDLINE
e31.
Maissan IM, Ketelaars R, Vlottes B, Hoeks SE, den Hartog D, Stolker RJ: Increase in intracranial pressure by application of a rigid cervical collar: a pilot study in healthy volunteers. Eur J Emerg Med 2018; 25: e24–e28. CrossRef MEDLINE
e32.
Swartz EE, Tucker WS, Nowak M, et al.: Prehospital cervical spine motion: immobilization versus spine motion restriction. Prehosp Emerg Care 2018: 630–6 CrossRef MEDLINE
e33.
Horodyski M, DiPaola CP, Conrad BP, Rechtine GR: Cervical collars are insufficient for immobilizing an unstable cervical spine injury. J Emerg Med 2011; 41: 513–9 CrossRef MEDLINE
e34.
Lador R, Ben-Galim P, Hipp JA: Motion within the unstable cervical spine during patient maneuvering: the neck pivot-shift phenomenon. J Trauma 2011; 70: 247–50; discussion 250–1 CrossRef MEDLINE
e35.
Hostler D, Colburn D, Seitz SR: A comparison of three cervical immobilization devices. Prehosp Emerg Care 2009; 13: 256–60 CrossRef MEDLINE
e36.
James CY, Riemann BL, Munkasy BA, Joyner AB: Comparison of cervical spine motion during application among 4 rigid immobilization collars. J Athl Train 2004; 39: 138–45.
e37.
Perry SD, McLellan B, McIlroy WE, Maki BE, Schwartz M, Fernie GR: The efficacy of head immobilization techniques during simulated vehicle motion. Spine (Phila Pa 1976) 1999; 24: 1839–44 CrossRef MEDLINE
e38.
Hawkridge K, Ahmed I, Ahmed Z: Evidence for the use of spinal collars in stabilising spinal injuries in the pre-hospital setting in trauma patients: a systematic review. Eur J Trauma Emerg Surg 2020; 48: 647–57 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e39.
Theodore N, Hadley MN, Aarabi B, et al.: Prehospital cervical spinal immobilization after trauma. Neurosurgery 2013; 72 Suppl 2: 22–34 CrossRef MEDLINE
Zentrum für öffentliches Gesundheitswesen und Versorgungsforschung, Universitätsklinikum Tübingen, und DRK Rettungsdienst Reutlingen: Dr. sc. hum. David Häske, MSc MBA
Institut für Klinische Epidemiologie und angewandte Biometrie, Universitätsklinikum Tübingen: Dr. med. Gunnar Blumenstock, MA, MPH
Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Bundeswehrkrankenhaus Ulm: PD Dr. med. Björn Hossfeld
Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie – Hand- und Plastische Chirurgie, Muskuloskelettales Zentrum Neuwied, Marienhaus Klinikum Neuwied: PD Dr. med. Christoph Wölfl
Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie, BG Unfallklinik Frankfurt am Main: PD Dr. med. habil. Uwe Schweigkofler
Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin, Klinikum am Steinenberg, Reutlingen: Dr. med. Jan-Philipp Stock
PRISMA-Flussdiagramm der Literaturrecherche und Studienauswahl
Grafik 1
PRISMA-Flussdiagramm der Literaturrecherche und Studienauswahl
Die Immo-Ampel für erwachsene auskunftsfähige Patienten
Grafik 2
Die Immo-Ampel für erwachsene auskunftsfähige Patienten
Ergebnisse aus der Traumaregisteranalyse
Kasten
Ergebnisse aus der Traumaregisteranalyse
Ergebnis der Literaturbewertung mittels Checkliste von Downs & Black 1998
eTabelle 1
Ergebnis der Literaturbewertung mittels Checkliste von Downs & Black 1998
Bewertung der systematischen Reviews mittels AMSTAR 2
eTabelle 2
Bewertung der systematischen Reviews mittels AMSTAR 2
1. Kreinest M, Gliwitzky B, Goller S, Münzberg M: Präklinische Immobilisation der Wirbelsäule. Notfall Rettungsmed 2016; 19: 41–7 CrossRef
2. Sundstrøm T, Asbjørnsen H, Habiba S, Sunde GA, Wester K: Prehospital use of cervical collars in trauma patients: a critical review. J Neurotrauma 2014; 31: 531–40 CrossRef MEDLINE PubMed Central
3.Häske D, Lefering R, Stock J-P, Kreinest M: Epidemiology and predictors of traumatic spine injury in severely injured patients: implications for emergency procedures. Eur J Trauma Emerg Surg 2020; 48: 1975–83 CrossRef MEDLINE PubMed Central
4. Kreinest M, Goller S, Gliwitzky B, et al.: Expertise of German paramedics concerning the prehospital treatment of patients with spinal trauma. Eur J Trauma Emerg Surg 2017; 43(3): 371–6 CrossRef MEDLINE
5.Ten Brinke JG, Gebbink WK, Pallada L, Saltzherr TP, Hogervorst M, Goslings JC: Value of prehospital assessment of spine fracture by paramedics. Eur J Trauma Emerg Surg 2018; 44: 551–4 CrossRef MEDLINE PubMed Central
6.Kreinest M, Goller S, Rauch G, et al.: Einflussfaktoren auf die präklinische Anlage einer Zervikalstütze. Unfallchirurg 2017; 120: 675–82 CrossRef MEDLINE
7.Hoffman JR, Wolfson AB, Todd K, Mower WR: Selective cervical spine radiography in blunt trauma: methodology of the National Emergency X-Radiography Utilization Study (NEXUS). Ann Emerg Med 1998; 32: 461–9 CrossRef
8.Stiell IG, Wells GA, Vandemheen KL, et al.: The Canadian C-spine rule for radiography in alert and stable trauma patients. JAMA 2001; 286: 1841–8 CrossRef MEDLINE
9.Kwan I, Bunn F, Roberts I: Spinal immobilisation for trauma patients. Cochrane Database Syst Rev 2001; 2001(2): CD002803 CrossRef
10. Hood N, Considine J: Spinal immobilisaton in pre-hospital and emergency care: a systematic review of the literature. Australas Emerg Nurs J 2015; 18: 118–37 CrossRef MEDLINE
11.Maschmann C, Jeppesen E, Rubin MA, Barfod C: New clinical guidelines on the spinal stabilisation of adult trauma patients—consensus and evidence based. Scand J Trauma Resusc Emerg Med 2019; 27: 77 CrossRef MEDLINE PubMed Central
12.Akilov M: Should every patient with suspected spinal cord injury and risk of a secondary spinal cord injury undergo spinal immobilization in prehospital settings? Final Master Thesis of General Medicine. Kaunas: Lithuanian University of Health Sciences, Medical Academy, Faculty of Medicine, Department of Disaster Medicine 2020.
13.Purvis TA, Carlin B, Driscoll P: The definite risks and questionable benefits of liberal pre-hospital spinal immobilisation. Am J Emerg Med 2017; 35: 860–6 CrossRef MEDLINE
14.Núñez-Patiño RA, Rubiano AM, Godoy DA: Impact of cervical collars on intracranial pressure values in traumatic brain injury: a systematic review and meta-analysis of prospective studies. Neurocrit Care 2020; 32: 469–77 CrossRef MEDLINE
15.Freauf M, Puckeridge N: To board or not to board: an evidence review of prehospital spinal immobilization. JEMS 2015; 40: 43–5.
16. Lerner EB, Billittier AJ, Moscati RM: The effects of neutral positioning with and without padding on spinal immobilization of healthy subjects. Prehosp Emerg Care 1998; 2: 112–6 CrossRef MEDLINE
17. Connor D, Greaves I, Porter K, Bloch M: Pre-hospital spinal immobilisation: an initial consensus statement. Emerg Med J 2013; 30: 1067–9 CrossRef MEDLINE
18.Oteir AO, Smith K, Stoelwinder JU, Middleton J, Jennings PA: Should suspected cervical spinal cord injury be immobilised? A systematic review. Injury 2015; 46: 528–35 CrossRef MEDLINE
19.Nemunaitis G, Roach MJ, Hefzy MS, Mejia M: Redesign of a spine board: proof of concept evaluation. Assist Technol 2016; 28: 144–51 CrossRef MEDLINE
20.Ham WHW, Schoonhoven L, Schuurmans MJ, Leenen LPH: Pressure ulcers, indentation marks and pain from cervical spine immobilization with extrication collars and headblocks: an observational study. Injury 2016: 1924–31 CrossRef MEDLINE
21.Häske D, Lefering R, Stock J-P, Kreinest M: Correction to: epidemiology and predictors of traumatic spine injury in severely injured patients: implications for emergency procedures. Eur J Trauma Emerg Surg 2022; 48: 1985–6 CrossRef MEDLINE PubMed Central
22. AUC - Akademie der Unfallchirurgie GmbH: TraumaRegister DGU®: Jahresbericht 2021. www.traumaregister-dgu.de/fileadmin/user_upload/TR-DGU_Jahresbericht_2021.pdf (last accessed on 28 June 2022).
23. Downs SH, Black N: The feasibility of creating a checklist for the assessment of the methodological quality both of randomised and non-randomised studies of health care interventions. J Epidemiol Community Health 1998; 52: 377–84 CrossRef MEDLINE PubMed Central
24.Shea BJ, Reeves BC, Wells G, et al.: AMSTAR 2: a critical appraisal tool for systematic reviews that include randomised or non-randomised studies of healthcare interventions, or both. BMJ 2017; 358: j4008 CrossRef MEDLINE PubMed Central
25.Connell RA, Graham CA, Munro PT: Is spinal immobilisation necessary for all patients sustaining isolated penetrating trauma? Injury 2003; 34: 912–4 CrossRef
26.Haut ER, Kalish BT, Efron DT, et al.: Spine immobilization in penetrating trauma: more harm than good? J Trauma 2010; 68: 115–20 CrossRef MEDLINE
27.Vanderlan WB, Tew BE, McSwain NE: Increased risk of death with cervical spine immobilisation in penetrating cervical trauma. Injury 2009; 40: 880–3 CrossRef MEDLINE
28.Schinkel C, Frangen TM, Kmetic A, Andress H-J, Muhr G: Wirbelsäulenfrakturen bei Mehrfachverletzten Eine Analyse des DGU-Traumaregisters. Unfallchirurg 2007; 110: 946–52 CrossRef MEDLINE
29.Domeier RM, Evans RW, Swor RA, Rivera-Rivera EJ, Frederiksen SM: Prehospital clinical findings associated with spinal injury. Prehosp Emerg Care 1997; 1: 11–5 CrossRef MEDLINE
30.Flabouris A: Clinical features, patterns of referral and out of hospital transport events for patients with suspected isolated spinal injury. Injury 2001; 32: 569–75 CrossRef
31.Tian H-L, Guo Y, Hu J, et al.: Clinical characterization of comatose patients with cervical spine injury and traumatic brain injury. J Trauma 2009; 67: 1305–10 CrossRef MEDLINE
32.Oosterwold JT, Sagel DC, van Grunsven PM, Holla M, Man-van Ginkel J de, Berben S: The characteristics and pre-hospital management of blunt trauma patients with suspected spinal column injuries: a retrospective observational study. Eur J Trauma Emerg Surg 2017; 43: 513–24 CrossRef MEDLINE PubMed Central
33.Scheidt S, Roessler PP, Pedrood S, et al.: Einfluss des Unfallmechanismus auf die Verletzungen der Halswirbelsäule. Unfallchirurg 2019; 122: 958–66 CrossRef MEDLINE
34.Cooper C, Dunham CM, Rodriguez A: Falls and major injuries are risk factors for thoracolumbar fractures: cognitive impairment and multiple injuries impede the detection of back pain and tenderness. J Trauma 1995; 38: 692–6 CrossRef MEDLINE
35.Oteir AO, Smith K, Stoelwinder J, et al.: Prehospital predictors of traumatic spinal cord injury in Victoria, Australia. Prehosp Emerg Care 2017; 21: 583–90 CrossRef MEDLINE
36.Domeier RM, Evans RW, Swor RA, et al.: The reliability of prehospital clinical evaluation for potential spinal injury is not affected by the mechanism of injury. Prehosp Emerg Care 1999; 3: 332–7 CrossRef MEDLINE
37.Polytrauma Guideline Update Group: Level 3 guideline on the treatment of patients with severe/multiple injuries: AWMF Register-Nr. 012/019. Eur J Trauma Emerg Surg 2018; (Suppl 1): 3–271 CrossRef MEDLINE PubMed Central
38. Häske D, Böttiger BW, Bouillon B, et al.: Analgesia in patients with trauma in emergency medicine. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 785–92 VOLLTEXT
39.Hauswald M, Ong G, Tandberg D, Omar Z: Out-of-hospital spinal immobilization: its effect on neurologic injury. Acad Emerg Med 1998; 5: 214–9 CrossRef MEDLINE
40. McDonald NE, Curran-Sills G, Thomas RE: Outcomes and characteristics of non-immobilised, spine-injured trauma patients: a systematic review of prehospital selective immobilisation protocols. Emerg Med J 2016; 33: 732–40 CrossRef MEDLINE
e1.Reich W, Surov A, Eckert AW: Maxillofacial trauma—underestimation of cervical spine injury. J Craniomaxillofac Surg 2016; 44: 1469–78 CrossRef MEDLINE
e2.Puolakkainen T, Thorén H, Vähäsilta L, et al.: Cervical spine injuries in facial fracture patients—injury mechanism and fracture type matter. J Craniomaxillofac Surg 2021; 49: 387–93 CrossRef MEDLINE
e3. Betsch M, Blizzard S, Krishnamoorthy B, Yoo J: Zusammenhang zwischen der Degeneration der Halswirbelsäule und dem Vorhandensein von Dens-Frakturen [Association between Cervical Spine Degeneration and the Presence of Dens Fractures]. Z Orthop Unfall 2020; 158: 46–50 CrossRef MEDLINE
e4. Kamp O, Jansen O, Lefering R, et al.: Survival among patients with severe high cervical spine injuries—a TraumaRegister DGU database study. Scand J Trauma Resusc Emerg Med 2021; 29: 1 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e5.McCoy CE, Loza-Gomez A, Lee Puckett J, et al.: Quantifying the risk of spinal injury in motor vehicle collisions according to ambulatory status: a prospective analytical study. J Emerg Med 2017; 52: 151–9 CrossRef MEDLINE
e6.Squarza S, Uggetti CL, Politi MA, et al.: C1-C2 fractures in asymptomatic elderly patients with minor head trauma: evaluation with a dedicated head CT protocol. Radiol Bras 2019; 52: 17–23 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e7.Jeanmonod R, Varacallo M: Geriatric cervical spine injury. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing 2022.
e8.Schweigkofler U, Braun J, Schlechtriemen T, Hoffmann R, Lefering R, Reimertz C: Bedeutung der Luftrettung bei der präklinischen Traumaversorgung [Significance of helicopter emergency medical service in prehospital trauma care]. Z Orthop Unfall 2015; 153: 387–91 CrossRef MEDLINE
e9.Kornhall DK, Jørgensen JJ, Brommeland T, et al.: The Norwegian guidelines for the prehospital management of adult trauma patients with potential spinal injury. Scand J Trauma Resusc Emerg Med 2017: 2 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e10.Kreinest M, Gliwitzky B, Schüler S, Grützner PA, Münzberg M: Development of a new emergency medicine spinal immobilization protocol for trauma patients and a test of applicability by German emergency care providers. Scand J Trauma Resusc Emerg Med 2016; 24: 71 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e11. Cason B, Rostas J, Simmons J, Frotan MA, Brevard SB, Gonzalez RP: Thoracolumbar spine clearance: clinical examination for patients with distracting injuries. J Trauma Acute Care Surg 2016; 80: 125–30 CrossRef MEDLINE
e12.Underbrink L, Dalton AT, Leonard J, et al.: New immobilization guidelines change EMS critical thinking in older adults with spine trauma. Prehosp Emerg Care 2018; 22: 637–44 CrossRef MEDLINE
e13. Stuke LE, Pons PT, Guy JS, Chapleau WP, Butler FK, McSwain NE: Prehospital spine immobilization for penetrating trauma—review and recommendations from the Prehospital Trauma Life Support Executive Committee. J Trauma 2011; 71: 763–9; discussion 769–70 CrossRef MEDLINE
e14.Drain J, Wilson ES, Moore TA, Vallier HA: Does prehospital spinal immobilization influence in hospital decision to obtain imaging after trauma? Injury 2020; 51: 935–41 CrossRef MEDLINE
e15.Wampler DA, Pineda C, Polk J, et al.: The long spine board does not reduce lateral motion during transport—a randomized healthy volunteer crossover trial. Am J Emerg Med 2016: 717–21 CrossRef MEDLINE
e16.Toscano J: Prevention of neurological deterioration before admission to a spinal cord injury unit. Paraplegia 1988; 26: 143–50 CrossRef MEDLINE
e17. Levi AD, Hurlbert RJ, Anderson P, et al.: Neurologic deterioration secondary to unrecognized spinal instability following trauma—a multicenter study. Spine (Phila Pa 1976) 2006; 31: 451–8 CrossRef MEDLINE
e18.Todd NV, Skinner D, Wilson-MacDonald J: Secondary neurological deterioration in traumatic spinal injury: data from medicolegal cases. Bone Joint J 2015; 97-B: 527–31 CrossRef MEDLINE
e19.Konstantinidis A, Plurad D, Barmparas G, et al.: The presence of nonthoracic distracting injuries does not affect the initial clinical examination of the cervical spine in evaluable blunt trauma patients: a prospective observational study. J Trauma 2011; 71: 528–32 CrossRef MEDLINE
e20.Benger J, Blackham J: Why do we put cervical collars on conscious trauma patients? Scand J Trauma Resusc Emerg Med 2009; 17: 44 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e21.Rogers L: No place for the rigid cervical collar in pre-hospital care. International Paramedic Practice 2017; 7: 12–5 CrossRef
e22. Tatum JM, Melo N, Ko A, et al.: Validation of a field spinal motion restriction protocol in a level I trauma center. J Surg Res 2017; 211: 223–7 CrossRef MEDLINE
e23.Walters BC, Hadley MN, Hurlbert RJ, et al.: Guidelines for the management of acute cervical spine and spinal cord injuries: 2013 update. Neurosurgery 2013; 60: 82–91 CrossRef MEDLINE
e24.Velopulos CG, Shihab HM, Lottenberg L, et al.: Prehospital spine immobilization/spinal motion restriction in penetrating trauma: a practice management guideline from the Eastern Association for the Surgery of Trauma (EAST). J Trauma Acute Care Surg 2018; 84: 736–44 CrossRef MEDLINE
e25. Nolte PC, Uzun DD, Häske D, et al.: Analysis of cervical spine immobilization during patient transport in emergency medical services. Eur J Trauma Emerg Surg 2019; 47: 719–26 CrossRef MEDLINE
e26.Johnson DR, Hauswald M, Stockhoff C: Comparison of a vacuum splint device to a rigid backboard for spinal immobilization. Am J Emerg Med 1996; 14: 369–72 CrossRef
e27. Uzun DD, Jung MK, Weerts J, et al.: Remaining cervical spine movement under different immobilization techniques. Prehosp Disaster Med 2020; 35: 382–7 CrossRef MEDLINE
e28.Craig GR, Nielsen MS: Rigid cervical collars and intracranial pressure. Intensive Care Med 1991; 17: 504–5 CrossRef MEDLINE
e29. Davies G, Deakin C, Wilson A: The effect of a rigid collar on intracranial pressure. Injury 1996; 27: 647–9 CrossRef
e30.Hunt K, Hallworth S, Smith M: The effects of rigid collar placement on intracranial and cerebral perfusion pressures. Anaesthesia 2001; 56: 511–3 CrossRef MEDLINE
e31.Maissan IM, Ketelaars R, Vlottes B, Hoeks SE, den Hartog D, Stolker RJ: Increase in intracranial pressure by application of a rigid cervical collar: a pilot study in healthy volunteers. Eur J Emerg Med 2018; 25: e24–e28. CrossRef MEDLINE
e32. Swartz EE, Tucker WS, Nowak M, et al.: Prehospital cervical spine motion: immobilization versus spine motion restriction. Prehosp Emerg Care 2018: 630–6 CrossRef MEDLINE
e33.Horodyski M, DiPaola CP, Conrad BP, Rechtine GR: Cervical collars are insufficient for immobilizing an unstable cervical spine injury. J Emerg Med 2011; 41: 513–9 CrossRef MEDLINE
e34. Lador R, Ben-Galim P, Hipp JA: Motion within the unstable cervical spine during patient maneuvering: the neck pivot-shift phenomenon. J Trauma 2011; 70: 247–50; discussion 250–1 CrossRef MEDLINE
e35. Hostler D, Colburn D, Seitz SR: A comparison of three cervical immobilization devices. Prehosp Emerg Care 2009; 13: 256–60 CrossRef MEDLINE
e36.James CY, Riemann BL, Munkasy BA, Joyner AB: Comparison of cervical spine motion during application among 4 rigid immobilization collars. J Athl Train 2004; 39: 138–45.
e37. Perry SD, McLellan B, McIlroy WE, Maki BE, Schwartz M, Fernie GR: The efficacy of head immobilization techniques during simulated vehicle motion. Spine (Phila Pa 1976) 1999; 24: 1839–44 CrossRef MEDLINE
e38.Hawkridge K, Ahmed I, Ahmed Z: Evidence for the use of spinal collars in stabilising spinal injuries in the pre-hospital setting in trauma patients: a systematic review. Eur J Trauma Emerg Surg 2020; 48: 647–57 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e39.Theodore N, Hadley MN, Aarabi B, et al.: Prehospital cervical spinal immobilization after trauma. Neurosurgery 2013; 72 Suppl 2: 22–34 CrossRef MEDLINE

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote