ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2000NS-Geschichte: Verfolgte Ärzte

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NS-Geschichte: Verfolgte Ärzte

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LNSLNS Verfolgte Ärzte im Nationalsozialismus. Dokumentation zur Ausstellung über das SA-Gefängnis General-Pape-Straße. Robert Koch-Institut, Berlin, 1999, 71 Seiten, kartoniert
Dort wo heute das Robert Koch-Institut an der General-Pape-Straße in Berlin-Tempelhof zwei Gebäude nutzt, befand sich 1933 ein Gefängnis der SA. Als im März 1933 die Gegner des NS-Regimes in „Schutzhaft“ genommen wurden, richtete die SA dort eine der vielen Folterstätten ein. Auch Ärzte gehörten zu den frühen Opfern. Erst 1992 wurden die Kellerräume des Gefängnisses durch den Hinweis eines Zeitzeugen wiederentdeckt. Ausstellung und Begleitdokumentation des Ro-bert Koch-Instituts wollen an die hier inhaftierten Ärzte und Gesundheitspolitiker erinnern. Die Ausstellung rekonstruiert ihre Lebenswege vor 1933 und – sofern sie überlebten – nach 1945. Deutlich wird, dass viele sozialmedizinische Ansätze, die im Berliner Gesundheitswesen während der Weimarer Republik verwirklicht worden waren, von den Nationalsozialisten zerschlagen wurden.
Die Ausstellung in der General-Pape-Straße ist von Montag bis Freitag zwischen 9 und 15 Uhr zugänglich. Die Bestelladresse für die kostenfreie Begleitdokumentation lautet: Robert Koch-Institut, General-Pape-Straße 62–66, 12101 Berlin. EB
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