ArchivDeutsches Ärzteblatt30/1996Wie gut ist die laparoskopische Herniotomie?

MEDIZIN: Referiert

Wie gut ist die laparoskopische Herniotomie?

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LNSLNS In einer prospektiven randomisierten Studie aus England wird die laparoskopische Herniotomie mit der konventionellen Herniotomie verglichen. 125 Männer mit Inguinalhernie wurden als Tagesklinikpatienten mit einer der zwei Methoden behandelt. Untersucht wurden perioperative Morbidität, postoperative Schmerzen und Schmerzmittelverbrauch, Lebensqualität sowie Operationskosten.
Die Zahl der Komplikationen lag in der Gruppe der laparoskopischen Herniotomie mit 12 Prozent deutlich höher als in der konventionellen Gruppe (2 Prozent). Ebenso waren in dieser Gruppe die Kosten mit 850 Pfund mehr als dreimal höher als in der konventionell behandelten Gruppe (268 Pfund). Dagegen zeigten sich bei den postoperativen Schmerzen, dem Schmerzmittelverbrauch sowie der Lebensqualität deutliche Vorteile für das laparoskopische Vorgehen. Die Arbeitsfähigkeit war in beiden Gruppen gleich schnell wiederhergestellt.
Die Autoren folgern, daß wegen der höheren Komplikationsrate und der höheren Kosten abgewartet werden sollte, bevor die laparoskopische Herniotomie zum Standardverfahren erklärt wird, insbesondere auch, da noch keine Daten zu langfristigen Verläufen vorliegen und somit zur Rezidivhäufigkeit noch keine Aussagen möglich sind. acc
Lawrence K et al.: Randomised controlled trial of laparoscopic versus open repair of inguinal hernia: early results. BMJ 1995; 311, 981–5
Mr . D. McWhinnie, Milton Keynes General Hospital Trust, Eaglestone, Milton Keynes M6 5AZ, England

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