ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2000DNA-Bild-Zytometrie international standardisiert

POLITIK: Medizinreport

DNA-Bild-Zytometrie international standardisiert

Dtsch Arztebl 2000; 97(19): A-1280 / B-1092 / C-1020

Zylka-Menhorn, Vera

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Der Nachweis von Aneuploidie in den Zellkernen dysplastischer Epithelzellen der Cervix uteri mittels DNA-Zytometrie entspricht einer obligaten Präkanzerose beziehungsweise einer frühen Form von In-situ-Karzinomen. Dies ist das Ergebnis der „International Consensus Conference on the Fight against Cervical Cancer“, die kürzlich unter Beteiligung von 22 Fachgesellschaften in Chicago stattfand. Damit ermöglicht es die DNA-Bild-Zytometrie, therapiebedürftige Cervixläsionen (H-SIL) von lediglich kontrollbedürftigen Läsionen (L-SIL) abzugrenzen. Das individuelle Risiko einer Progression zu Krebs kann den Patientinnen nunmehr mit hoher Sicherheit vorhergesagt werden.
Die DNA-Zytometrie misst die optische Dichte der Feulgen-gefärbten Zellkerne, die bei präkanzerösen und malignen Zellen aufgrund Veränderungen des Chromosomensatzes erhöht ist. Nach Angaben von Prof. Alfred Böcking (Universität Düsseldorf), einem Pionier dieser Methode, ist es inzwischen gelungen, europaweit die diagnostische Bildzytometrie zu standardisieren. Im Rahmen des EG-Projektes EUROPATH wurde in Zusammenarbeit mit der TechnischenUniversität Dresden ein über Internet und ISDN kostenlos für jedermann nutzbarer Server (EUROQUANT) entwickelt. DNA-zytometrische Daten können dorthin transferiert werden, um die Messpräzision und die diagnostische Interpretation anonym zu überprüfen. EUROQUANT dient somit der Standardisierung und Qualitätssicherung. Neben der Früherkennung von Tumoren hat die DNA-Zytometrie eine wichtige Bedeutung hinsichtlich der Malignitätsgradierung. Anerkannt ist vor allem die DNA-zytometrische Beurteilung der Dignität von Borderline-Tumoren des Ovars. zyl

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema