ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2000Psychotherapie: Ist das ein Wunder?

SPEKTRUM: Leserbriefe

Psychotherapie: Ist das ein Wunder?

Dtsch Arztebl 2000; 97(20): A-1332 / B-1140 / C-1024

Streibl, Roland

Zu dem Leserbrief „Affektgeladen“ von Dr. med. Manfred Budde in Heft 16/2000:
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LNSLNS Leistungserbringer, die zu mindestens 90 Prozent psychotherapeutisch tätig sind, also vor allem Psychologische Psychotherapeuten, werden über Punktwertstütze künftig mit einem Stundensatz von wenigstens 100 DM rechnen können.
Die zahlenmäßig verschwindend kleine Gruppe von Nervenärzten und Psychiatern, die sowohl psychotherapeutisch wie klinisch tätig sind, müssen mit einem schlappen Stundensatz von höchstens DM 50 für die gleiche Leistung ihre ausschließlich psychotherapeutisch tätigen Kollegen stützen.
Dafür dürfen sie klinisches Instrumentarium unterhalten, für ihr Medikamentenbudget haften und für den halben Stundensatz schwerstkranke psychiatrische Patienten behandeln, die neben Medikamenten Psychotherapie nun wirklich am dringendsten benötigen. Oder diese Klientel nur noch psychotherapeutisch versorgen, sie ohne die gleichzeitig notwendige klinische Behandlung psychotisch entgleisen lassen?
Dies ist offensichtlich so gewollt, denn dann hätte man weniger als 10 Prozent Klinik und bekäme ebenfalls die Punktwertstütze! . . .
Dr. med. Roland Streibl, Landsberger Straße 24, 82266 Inning
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