ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2000Neuordnung des Seuchenrechts

SPEKTRUM: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Neuordnung des Seuchenrechts

Dtsch Arztebl 2000; 97(20): A-1341 / B-1122 / C-1049

Gerst, Thomas

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS BERLIN. Der Bundestag hat gegen die Stimmen der FDP das Gesetz zur Neuordnung seuchenrechtlicher Vorschriften verabschiedet. Damit soll der Schutz der Bevölkerung vor Infektionskrankheiten verbessert werden.
Das Gesetz sieht vor, das Robert Koch-Institut als ein epidemiologisches Zentrum zu institutionalisieren, um schneller bundesweit auf das Auftreten neuer und auf Veränderungen in der Verbreitung bekannter Infektionskrankheiten reagieren zu können. Darüber hinaus fasst das neue Gesetz bestehende seuchenrechtliche Bestimmungen in einem einheitlichen Regelwerk zusammen.
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Andrea Fischer betonte bei der Beratung des Gesetzentwurfs im Bundestag am 12. Mai, dass der Schutz vor der Ausbreitung neuer Infektionskrankheiten immer wichtiger werde. Entgegen einer lange gehegten Erwartung werde man viele Infektionskrankheiten nicht ganz ausrotten können, mit gezielter Prävention ließe sich die Ausbreitung jedoch vermeiden. Die FDP-Fraktion stimmte dem Gesetzentwurf nicht zu, weil sie die vorgesehene namentliche Meldung von Hepatitis-Erkrankten ablehnt. Der Neuregelung muss der Bundesrat noch zustimmen. ddp/TG

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema