ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2000Psychotherapie: Kein Mindestpunktwert in Nordrhein

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Psychotherapie: Kein Mindestpunktwert in Nordrhein

Dtsch Arztebl 2000; 97(20): A-1341 / B-1122 / C-1049

Bühring, Petra

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LNSLNS KÖLN. Der Protest von rund 400 Psychotherapeuten vor Beginn der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) am vergangenen Samstag blieb ergebnislos: Es wird keinen garantierten Mindestpunktwert geben. Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung hat einen Honorarverteilungsmaßstab (HVM) verabschiedet, der die Finanzierung psychotherapeutischer Leistungen auf die von den Krankenkassen zur Verfügung gestellten Mittel begrenzt. Eine weitere Subventionierung der Psychotherapie bringe die ambulante Versorgung in Gefahr, sagte Dr. med. Leonard Hansen, Vorsitzender der KVNo. 1999 habe die KVNo bereits 16 Millionen DM aus dem Honorar für ärztliche Leistungen abgezogen, um die Psychotherapie zu stützen.
Der HVM in Nordrhein gilt rückwirkend ab dem 1. Januar. Er sieht für Ärzte und Psychologen, die zu mehr als 90 Prozent genehmigungspflichtige psychotherapeutische Leistungen erbringen, einen festen Punktwert von 7,6 Pfennig vor. Die restliche Psychotherapie wird mit floatendem Punktwert vergütet. Unterschreitet der im Facharzttopf floatende Punktwert den festen um 15 Prozent oder mehr, wird dieser entsprechend abgesenkt.
Die Allianz psychotherapeutischer Berufs- und Fachverbände Nordrhein-Westfalen kündigte an, alle juristischen Mittel auszuschöpfen, um die Honorarverteilung zu korrigieren. pb

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